Ärzte der Zukunft: Per App dokumentiert

Ärzte der Zukunft: Sparen durch App

Kölner Start-up spart Kosten in Millionenhöhe ein und entlastet Ärzte

Keyfacts über Start-up

  • Kölner Start-up gewinnt „Best of X“-Innovationspreis für App
  • Dokumentations-App spart Ärztekosten durch Kürzung der Berichtzeiten
  • App wurde bereits erfolgreich an mehreren Kliniken eingeführt
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30. Juni 2015

15 Millionen Patienten werden jährlich in Deutschland operiert. Jeder Arzt braucht durchschnittlich vier Stunden, um einen medizinischen Eingriff zu dokumentieren. Das Kölner Start-up heartbeat medical solutions will diese Berichtszeiten durch seine neue App kürzen, damit Patienten künftig effizienter betreut werden. Die Vorbereitung, Dokumentation und Auswertung der Operationen sollen dank Onlinezugriff und automatisierter Formulare leichter und schneller als bisher ausfallen.

Die App gefiel der Jury des Innovationswettbewerbs „Best of X“ so gut, dass sie heartbeat ONE zum „Best of Rhineland“ kürte. KPMG ist Partner der „Best of X“-Eventreihe und die Smart Start Teams in München, Köln und Hamburg unterstützen das Event personell und logistisch. Die aufstrebenden Unternehmer nutzen den Wettbewerb auch, um mit potenziellen Geldgebern oder Abnehmern in Kontakt zu kommen.

Zehn Start-ups im Wettbewerb

Im Juni konkurrierten zehn Start-ups aus dem Rheinland um den ersten Platz des Gründerwettbewerbs in Köln. Ladislava Klein, die in der Region West verantwortliche KPMG-Partnerin für den Bereich Smart Start, lobte: „Die Veranstaltung zeigte die ganze Bandbreite der Start-ups im Rheinland und das hohe Niveau, das sich mit dem in Berlin oder München vergleichen lässt. Ich gratuliere allen Teams, dass sie es in einem so hochkarätigen Wettbewerb bis ins Finale geschafft haben.“ KPMG-Experte Sven T. Marlinghaus hatte die Veranstaltung mit einer Keynote eröffnet. Sein Fazit: „Deutschland braucht im internationalen Wettbewerb eine Gründungs- und Finanzierungskultur. Hierzu leisten Events wie „Best of Rhineland“ einen Beitrag. Das Team von heartbeat ONE hat eine App entwickelt, die vielen Menschen zugutekommt, und damit absolut verdient gewonnen.“

375 Mio.

Euro könnten durch die App heartbeat ONE eingespart werden.

Zur Zielgruppe der App gehören sowohl Ärzte als auch Patienten. Das Ärzteteam hat durch das App-System von überall Zugriff auf die digitalen Informationen. Diese effiziente Kommunikation erleichtert die Verwaltung und Auswertung der Angaben. Außerdem können so studientaugliche Daten direkt erfasst und exportiert werden. Für die Patienten bedeutet dies vor allem bessere Betreuung. Denn in der gewonnenen Zeit kann sich der Arzt um kranke Menschen kümmern.

App in der Anwendung

heartbeat ONE hilft Kliniken dabei, nicht nur Zeit, sondern auch Geld zu sparen. Die App verkürzt laut Geschäftsführer Yannik Schreckenberger die Dokumentationszeit jedes Patienten um fünf bis zehn Minuten. Bei 15 Millionen Dokumentationen im Jahr würden damit alleine Personalkosten von bis zu 375 Millionen Euro gespart. Auch Papierkosten für Fragebögen fallen weg.
Mehrere Kliniken wie das Sportopaedicum und die Sportsclinic Cologne haben die App bereits eingeführt. Die Jury von „Best of Rhineland“ ist sicher: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die großen Krankenhäuser nachziehen.

Zusammengefasst

»heartbeat ONE bedeutet vor allem bessere Betreuung, denn in der gewonnenen Zeit kann sich der Arzt um kranke Menschen kümmern.«

15 Millionen Patienten werden jährlich in Deutschland operiert. Die Dokumentation benötigt dabei pro Eingriff vier Stunden. Das Kölner Start-up heartbeat medical solutions verkürzt mit der App heartbeat ONE diese Zeit und könnte damit Personalkosten in Millionenhöhe einsparen. Ärzte wiederum werden entlastet und können sich der Patientenbetreuung widmen. Ausgezeichnet wurde die App mit dem „Best of Rhineland“-Innovationspreis, mehrere Kliniken arbeiten bereits mit der App.

Dr. Ladislava Klein Partnerin, Tax
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