Software-Bots arbeiten schnell und zuverlässig

Wie die Investment Branche von automatisierten Geschäftsprozessen profitiert

Keyfacts

  • Robotics Process Automation (RPA) wird bei Investment Managern zunehmend eingesetzt.
  • Repetitive und einfach strukturierte Prozesse eignen sich besonders gut für die Nutzung von RPA.
  • Nach der Identifikation von geeigneten Prozessen kann RPA einen deutlichen Mehrwert für Investment Manager schaffen.
Studie herunterladen
Thomas Seibel
  • Partner, Financial Services
Mehr über meine Themen Nachricht schreiben

Datensätze zu bearbeiten kann oft Stunden dauern. Wer einmal Tausende von Datensätzen und -inhalten verglichen oder in Systeme eingepflegt hat, kennt das: Irgendwann lässt die Konzentration nach und Fehler nehmen zu. Die Datensätze müssen wieder und wieder überprüft werden. Um genau das zu vermeiden, sehen viele Unternehmen in Robotics Process Automation, kurz RPA, eine Chance insbesondere repetitive Prozesse zu automatisieren. Das KPMG Whitepaper zur Umfragereihe Ten2Digital zeigt, dass viele Investment Manager automatisierte Prozesse bereits nutzen oder nutzen wollen und den Einsatz von RPA sehr positiv bewerten.

Wer nutzt RPA und warum?

Ein Blick in das Whitepaper bestätigt, dass ein Drittel der Befragten einige Prozesse, zum Beispiel im Reporting oder im Kundenmanagement, bereits von einer Software erledigen lässt. Mit dem Einsatz von RPA werden insbesondere eine Erhöhung der Produktivität sowie die Steigerung der Qualität angestrebt. Die Befragung zeigt auch, dass viele der Investment Manager, die RPA noch nicht nutzen, einen künftigen Einsatz planen.

Warum wird die RPA-Software nicht häufiger eingesetzt?

Grundsätzlich wird der Einsatz von RPA positiv gesehen – doch noch scheinen viele skeptisch, wenn es um den Einsatz von Software-Bots geht. Warum ist das so? Häufig können geeignete Prozesse nicht identifiziert werden oder derzeitige Unternehmensprozesse sind zu unstrukturiert, sodass eine RPA Implementierung nicht möglich ist. Des Weiteren sehen die Unternehmen vornehmlich Hindernisse bei IT-Sicherheit und bei der Implementierung in bestehende IT-Infrastrukturen. Ein weiterer kritischer Punkt wird in der kostenintensiven Umsetzung gesehen.

Welche Prozesse eignen sich?

Für Investment Manager eignet sich ein Software-Bot zum Beispiel, um die Stammdatenpflege zu übernehmen oder für die Anlagegrenzprüfung. Hier werden in der Regel Datensätze auf Vollständigkeit oder Korrektheit überprüft oder aus Verträgen ausgelesen und in Zielsysteme übertragen. Eine speziell programmierte Software erledigt so etwas schneller und fehlerfreier als ein Mensch. Eines sollte dabei aber nicht vergessen werden: Es geht bei der Anwendung von RPA nicht darum, Menschen durch eine Software zu ersetzen. Mitarbeiter sollen mit Hilfe von Software insbesondere bei repetitiven Aufgaben entlastet werden um sich um nicht-automatisierbare Aufgaben kümmern zu können – zum Beispiel um den Kontakt zum Kunden.

Zusammenfassung

Es ist nicht überraschend, dass der von uns zukünftig erwartete Anstieg des Einsatzes von RPA auch seitens der Investment Manager vielfach bestätigt wird. Zudem beobachten wir bereits jetzt eine Weiterentwicklung dieser Technologie zu künstliche Intelligenz. Sicher ist, dass der digitale Fortschritt die Investment Industrie in naher Zukunft nachhaltig verändern wird. Umso wichtiger ist es, bevorstehenden Digitalisierungstrends mit einem adäquaten Entwicklungsstand begegnen zu können.

Die erste Ausgabe der Umfragereihe finden Sie hier: „Ten2Digital Survey – Robo Advisory“

Thomas Seibel
  • Partner, Financial Services
Mehr über meine Themen Nachricht schreiben

KPMG verwendet Cookies, die für die Funktionalität und das Nutzerverhalten auf der Website notwendig sind. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie sie in der Datenschutzerklärung von KPMG im Detail ausgeführt ist.