CEO Outlook 2017: Deutsche Unternehmen vertrauen auf eigene Stärke

Warum deutsche Unternehmen auf Innovationen setzen

Keyfacts

  • CEOs deutscher Unternehmen blicken selbstbewusst in die Zukunft.
  • Sie vertrauen eher auf Innovation als auf Disruption.
  • Der deutsche Markt rückt für sie stärker in den Fokus.
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Angelika Huber-Straßer
  • Bereichsvorstand Corporates
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Trotz Disruption, Digitalisierung und dem Aufkommen neuer Technologien: Nur wenige deutsche Unternehmen gehen davon aus, dass ihr Geschäftsmodell in den nächsten Jahren bedroht ist. So lautet eines der Ergebnisse des diesjährigen CEO Outlooks, für den KPMG weltweit bei mehr als 1.200 Top-Entscheidern aller Branchen die Erfahrungen der letzten zwölf Monate und die Trends der Zukunft erfragt hat.

Die Mehrheit der deutschen Entscheider geht dabei davon aus, dass Änderungen ihrer bisherigen Geschäftsmodelle insbesondere durch Innovationen zu erwarten sind. Disruptionen oder sonstige radikale Änderungen bisheriger Geschäftsprozesse stehen dabei nur für einen geringen Anteil der Befragten auf der Agenda – wie ohnehin die überwältigende Mehrheit von 95 Prozent der deutschen CEOs glaubt, dass sich die von ihnen gelenkten Unternehmen in nächster Zeit nicht verändern werden.

Deutsche Unternehmen: Gewappnet für den Wandel

„In solchen Aussagen ist das große Selbstbewusstsein erkennbar, das deutsche Unternehmen in diesen – global gesehen: eher unübersichtlichen – Zeiten auszeichnet“, sagt Angelika Huber-Strasser, Bereichsvorstand Corporates bei KPMG Deutschland. „Auf dem Weg zu großem Selbstbewusstsein sind aber zwei Dinge wesentlich: Entweder man verkennt die eigene Lage und schätzt sich fälschlicherweise stärker ein als man tatsächlich ist. Oder aber man hat in der Vergangenheit seine sprichwörtlichen Hausaufgaben gemacht und kann den sich derzeit abspielenden Veränderungen mit großem Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen zuschauen. Mit Blick auf die anderen Ergebnisse der Untersuchung können wir feststellen, dass eher das zweite der Fall ist“, sagt Huber-Strasser.

So habe der Schritt von der Erkenntnis zur Umsetzung der Transformation in klare Strategien und Denkweisen in vielen Unternehmen bereits stattgefunden oder begonnen, sagt Huber-Strasser. So hätten 78 Prozent (weltweit 74 Prozent) der deutschen Unternehmen ihre Investments im Bereich der kognitiven Technologien im vergangenen Jahr gesteigert, 82 Prozent investierten im Bereich der Datenanalyse (weltweit 86 Prozent) und immerhin die Mehrheit von 53 Prozent investierte in Blockchain-Technologien (weltweit ebenfalls 53 Prozent). „Mit den hier getätigten Investments scheint sich die Mehrheit der deutschen Entscheider für die kommenden drei Jahre gut gerüstet zu sehen“, sagt Huber-Strasser und verweist auf die entsprechenden Aussagen deutscher Unternehmenslenker, die für die erwähnten Bereiche in den kommenden Jahren von tendenziell schwächeren Investments ausgehen.

CEO Outlook: Deutsche optimistischer als Entscheider anderer Länder

Beim Blick in andere Länder fällt zudem auf, dass deutsche CEOs positiver in die Zukunft blicken: So sind in Deutschland 83 Prozent der Befragten zuversichtlich für die Entwicklung im eigenen Land, global sind es nur 79 Prozent. „In globalisierten Zeiten gibt es keine Inseln der Glückseligkeit: Alles hängt mit allem zusammen, Probleme in dem einen Land schlagen auf die Handelsbilanz des anderen Landes durch – erst recht in einer Exportnation wie Deutschland“, sagt Huber-Strasser. So sei auch bei künftigen Wachstumsplänen eine gewisse Zurückhaltung zu konstatieren: Das Erschließen neuer Märkte hat für die Mehrheit (53 Prozent) der deutschen Unternehmen derzeit keine große Priorität, 83 Prozent der deutschen CEOs wollen in den kommenden drei Jahren vor allem in Deutschland wachsen.

Zum aktuellen CEO Outlook gelangen Sie hier.

Angelika Huber-Straßer
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CEO-Outlook 2017: Wachsen in disruptiven Zeiten

Trotz Disruption, Digitalisierung und dem Aufkommen neuer Technologien: Nur wenige deutsche Unternehmen gehen davon aus, dass ihr Geschäftsmodell in den nächsten Jahren bedroht ist. So lautet eines der Ergebnisse des diesjährigen CEO-Outlooks, für den KPMG  mehr als 1.200 Top-Entscheider befragt hat.

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