Die 7 größten Mythen der digitalen Transformation

Der Wandel beginnt mit der strategische Planung

Keyfacts

  • Digitale Transformation ist Chefsache
  • Ohne ein Digitalstrategie geht es nicht
  • Große Ansätze, statt Einzelmaßnahmen
Digital Readiness testen
Marc Ennemann
  • Partner, Head of Value Chain Transformation
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Die digitale Transformation ist das Kernthema für CEOs in den kommenden Jahren. Entscheider großer Konzerne haben keine andere Wahl, als ihre Unternehmen federführend in die neue Zeit zu hieven – mit dem CIO in der orchestrierenden Rolle. Dabei ist es schon schwierig, ein klares Bild zum Stand der Digitalisierung des eigenen Unternehmens zu haben. Die KPMG-Studie zeigt, wo es hakt.

Weniger als die Hälfte haben eine zentrale Digitalstrategie

Die CEO sollten Treiber der Innovation sein, aber nicht einmal die Hälfte der Befragten haben eine Strategie. Dort, wo sie vorhanden ist, ist diese Strategie bei jedem dritten Unternehmen nur auf die Customer Touchpoints ausgerichtet – und nur jedes fünfte dieser Unternehmen erwartet, dass mit den bereits eingeleiteten Maßnahmen eine digitale Transformation gelingen kann.

Ich erlebe oft, dass sich Unternehmen von Vorurteilen abschrecken lassen:

Mythos 1: Bei der Digitalisierung geht es primär um das Kundenerleben.

Stimmt nicht: Es geht auch um die Effizienz und Produktivität des Unternehmens. Sicher wird eine konsequente Digitalisierung auch die Interaktion mit dem Kunden verändern, aber letztlich werden gerade die klassischen Treiber Effizienz und Produktivität das eigenen Unternehmen am nachhaltigsten verändern.

Mythos 2: Neue Möglichkeiten durch die Digitalisierung gibt es nur für bestimmte Unternehmen.

Stimmt nicht. Möglichkeiten gibt es für alle, und zwar unabhängig von der jeweiligen Branche und unabhängig von der Ausrichtung auf B2B oder B2C.

Mythos 3: Digitale Transformation funktioniert am besten Bottom-up.

Stimmt nicht. Digitale Transformation bedeutet, weitreichende Veränderungen in kurzer Zeit umsetzen zu müssen. Dies funktioniert besser Top-down als Bottom-up.

Mythos 4: Es reicht, wenn wir gute Einzelinitiativen starten.

Stimmt nicht. Wichtiger als einzelne Aktionen ist ein zielgerichtetes Management des Gesamtprozesses.

Mythos 5: Die IT kommt zum Schluss.

Stimmt nicht. IT ist einer der wesentlichen Stellhebel, um digitale Transformation zu ermöglichen. Viele Unternehmen müssen bei entsprechenden Systemen und Fähigkeiten nachbessern.

Mythos 6: Die digitale Transformation ist in jeder Branche anders.

Stimmt nicht. Bestimmte Vorgehensweisen und Entscheidungsmuster sind durchgängig anwendbar.

Mythos 7: So richtig weiß keiner, wie es funktioniert.

Stimmt nicht. In allen Branchen gibt es digitale Leader, die ihre Mitbewerber heute schon ausstechen – und an denen ein Unternehmen sein Handeln orientieren kann.

Wer wissen will, wo es langgeht, braucht eine digitale Routenplanung. Starten Sie mit der Verortung und Bewertung der digitalen Reife Ihres Unternehmens. Mit einem solchen Digital Readiness Assessment erhalten Sie eine sehr genaue Standortbestimmung zum digitalen Reifegrad Ihres Unternehmens.

1. Strategie

Hier wird erfasst, ob eine Digitalisierungsstrategie entwickelt und im Unternehmen verankert ist. Wichtig: Führungskräfte spielen eine vitale Rolle im digitalen Transformationsprozess.

2. Kultur

Die Unternehmenskultur kann sie einerseits als Fundament für agile unternehmerische Projekte dienen, andererseits auch zur Bremse werden. Betrachten Sie Ihr „Innovative Mindset“ und bewerten Sie die Offenheit und Intensität ihrer digitalen Kommunikation.

3. Monitoring

Gibt es einen ganzheitlichen Ansatz für die kontinuierliche Fortschritts- und Impactbewertung von digitalen Maßnahmen?

4. Kunden

Diese Dimension gibt Aufschluss darüber, ob und inwiefern digitale Maßnahmen vom Kunden wahrgenommen und gewonnene Kundendaten zielgerichtet im Marketing- und Kommunikationsmanagement genutzt werden.

5. Organisation und Steuerung

Die aufbau- und ablaufbasierte Unternehmenssteuerung sind ein zentraler Erfolgsfaktor für den Durchdringungsgrad der Digitalisierungsstrategie. Wichtig sind die Agilität des Unternehmens sowie das Commitment für die Umsetzung.

6. Technologie-Management

Wie steht es um die IT-Expertise? Das richtige Technologie-Management sind kritische Schlüsselfaktoren für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie.

7. Menschen und Fähigkeiten

Digitale Expertise ist die Basis für den Erfolg. Schon beim Recruiting muss das digitale Verständnis berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse kategorisieren wir in prozentuale Intervalle und ermöglichen so im Rahmen eines Scorings die Einordnung in vier Stadien digitaler Reife: Reactive Participant, Digital Operator, Ambitious Transformer und Smart Digitalist.

Wir wollen Unternehmen aus dem Spannungsfeld zwischen Chance und Risiko einen Ausweg bieten und konkrete Lösungen aufzeigen. Ich bin davon überzeugt: Der Ansatz des Digital Readiness Assessments funktioniert, da er Unternehmen ganzheitlich betrachtet, effektiv analysiert und fokussiert den Blick auf sinnvolle Maßnahmen richtet.

70 Prozent der deutschen CEO wollen sich künftig verändern. Lesen Sie mehr im CEO-Outlook

Hier erfahren Sie mehr über das Digital Readiness Assessement von KPMG.

Marc Ennemann
  • Partner, Head of Value Chain Transformation
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