Digital Transformation

Fintechs greifen die Banken an

Junge Finanzdienstleister sind mutiger und schneller als ihre großen Schwestern

Den Banken fehlt es an Wagemut und Risikofreude. Das sollten sie rasch beseitigen. Denn allzu viel Zeit haben sie nicht mehr, wollen sie nicht von den neuen digitalen Diensten überholt werden.

Noch setzen wir als Bankkunde zuweilen einen Fuß in die Filiale. In Zukunft aber werden wir Bankgeschäfte fast nur noch online abwickeln. Jungunternehmer machen Banken mit günstigen Online-Diensten Konkurrenz. Fintechs werden die jungen Unternehmen genannt.

Der Kunde kann über einen Klick alle Finanzgeschäfte erledigen.

Die Angreifer aus dem Netz geben dem Kunden das, was er braucht: Eine schlichte Antwort auf seine Fragen und Wünsche. Ihre Dienste reichen von mobilen oder webbasierten Zahlungssystemen über die Kontoverwaltung bis zu Anlagekonzepten und -strategien.

Auf Wiedersehen, Banken – Fintechs, bitte übernehmen!

Junge Fintechs haben einen Angriff auf die ganze Wertschöpfungskette einer Bank gestartet. Sie sind mutiger, schneller und innovativer als ihre großen Schwestern.

Fintechs sind agil, haben immer den Kunden im Blick und bauen ihr Geschäftsmodell rund um die Faktoren Convenience und Innovation auf. Egal, ob vom Zugang am Front-End bis zu den innerbetrieblichen Prozessen im Back-End.

Was machen die Banken?

Sie sind gefangen: in ihren komplexen IT-Infrastrukturen und bestehenden Denkmustern. Es fehlt ihnen an Wagemut und Risikofreude. Sie tun sich schwer, die Innovationsgeschwindigkeit mitzugehen. Sie kooperieren mit Fintechs, gründen Inkubatoren und wollen den Innovationsvorsprung der Fintechs aufholen.

Hat sich der Kampf David gegen Goliath zugunsten der Fintechs gedreht? Oder ist dies nur eine Momentaufnahme – und die Banken holen zum finalen Gegenschlag aus? Die Karten werden aktuell neu gemischt. Gewinnt gar der lachende Dritte – die Internetgiganten wie Apple, Google, Alibaba oder Tencent? Antworten auf diese Fragen hat keiner.

KPMG-Studie zu Fintechs: Forging the future

Fintechs sind die größten Disruptoren unserer Zeit. Immer stärker und schneller dringen sie in alle Bereiche des Finanzsektors vor und verändern über Jahrzehnte gewachsene Marktstrukturen. Wie reagieren die etablierten Finanzdienstleister? Unsere Studie „Forging the future“ gibt Auskunft.

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Was kann die Lösung sein?

Man nehme die zehn erfolgreichsten Fintechs an allen relevanten Schnittstellen der Wertschöpfungskette und biete ihnen eine Plattform – kurz: vom Unbundling zum Rebundling der Banken.

Draußen, am Front-End: kundenorientierte, innovative Produkte.

Drinnen, hin zum Back-End: schlanke, digitale Abläufe ohne Medienbrüche zum Beispiel für das Datenmanagement. Alles mit einem Klick, digital, innovativ und insbesondere – convenient.

Wer den Gedanken weiterspinnt, hat die perfekte digitale Bank.

Und zwar mit den Produkten, die sich der digitale Kunde wünscht. Der Kunde erlebt Banking nur am Front-End. Hier möchte er Convenience und Vertrauen, die Bank an sich ist ihm so oder so fremd: „We need banking, no banks“, sagte einst Bill Gates.

Die Banken werden sich neu erfinden müssen.

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Wohl nie zuvor war die Finanzwelt von einem technischen Umbruch dieses Ausmaßes betroffen. Die Digitalisierung macht sich daran, jede Nische des Finanzsektors nachhaltig zu verändern. Doch wie sollen die etablierten Unternehmen der Branche darauf reagieren? „In times of change the greatest danger is to act with yesterday`s logic”, stellte bereits Peter Drucker fest. Die Digitalisierung ist da. Die Frage ist nicht, ob etwas digitalisiert werden muss, sondern wann und was. Jetzt kommt es darauf an, die digitale Transformation aktiv anzunehmen und die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Wie stellen sie die Weichen für die digitale Zukunft ihres Unternehmens?

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