Digital Transformation

FinTechs setzen Banken mit neuen Geschäftsmodellen unter Druck

Düstere Prognose: Die Hälfte der Banken wird verschwinden

Neue Player im Zahlungsverkehr rücken den Banken zahlreich auf die Pelle. Immer mehr Akteure schnappen sich Marktanteile im einstigen Hoheitsgebiet der Kreditinstitute. Die sogenannten Bank Challenger verändern die Branche grundlegend. Wie wir in Zukunft bezahlen, Kredite aufnehmen oder unser Vermögen verwalten, zeigen innovative FinTech-Start-ups schon heute.

Die Entwicklung vollzieht sich seit einigen Jahren. Die Schnelligkeit der neuen Anbieter hat viele Banken überrannt und in Unruhe versetzt. Angefangen hat alles mit dem Bezahldienst Paypal. Nach und nach sind neue Player dazugekommen: Apple Pay, Payment-Start-ups wie Traxpay im B2B-Bereich, der Kredit-Scorer Kreditech oder Number26, ein Anbieter mit einem neuartigen „App-Girokonto“ im Portfolio, bis hin zu den Kreditmarktplätzen Auxmoney oder Zencap – sie alle haben den etablierten Banken gezeigt, wie modernes Banking aussehen kann.

Vieles steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Doch eines ist klar: Das Geschäftsmodell der alten Bankenwelt wird auf den Kopf gestellt. „Die Banken müssen sich auf die konkreten Lebenssituationen der Kunden und die sich dabei ergebenden ‚Finanzaktionen‘ fokussieren. Daraus müssen sie unter Nutzung der technischen Möglichkeiten maßgeschneiderte Produkte mit perfekter Customer Experience entwickeln“, sagt Sven Korschinowski, Partner von KPMG.

Die FinTechs-Start-ups sind klein, wendig und setzen auf neue Technologien im Zahlungsverkehr. So machen sie den Banken Geschäft streitig und lassen deren Gewinnmargen schrumpfen. Die Geldhäuser sind alarmiert und suchen ihrerseits nach digitalen Lösungen. So hat der Kreditkartenanbieter Visa angekündigt, das Bezahlen per Smartphone für die Kunden attraktiver zu machen. Dabei soll eine neuartige Token-Technik dafür sorgen, die Kartendaten so zu verschlüsseln, dass allein die Bank ihren Kunden identifizieren kann.

KPMG-Studie zu Fintechs: Forging the future

Fintechs sind die größten Disruptoren unserer Zeit. Immer stärker und schneller dringen sie in alle Bereiche des Finanzsektors vor und verändern über Jahrzehnte gewachsene Marktstrukturen. Wie reagieren die etablierten Finanzdienstleister? Unsere Studie „Forging the future“ gibt Auskunft.

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Um den Anschluss an die Digitalisierung im Bankensektor nicht zu verlieren, gehen die Institute mittlerweile auch ganz neue Wege. Beispielsweise hat die Commerzbank vor knapp einem Jahr einen Inkubator für Finanztechnologie-Start-ups gegründet. Erste Investments: Traxpay und Gini.

Angesichts der Entwicklungen darf man gespannt sein, mit welchen neuen Ideen und Lösungen die Großbanken auf den Angriff der FinTechs reagieren und welche Rolle sie künftig im Wettlauf um den Zahlungsverkehr der Zukunft spielen werden? BBVA-CEO Francisco Gonzalez stellt eine düstere Prognose auf: Die Hälfte der Banken würden weltweit verschwinden. Höchste Zeit zu handeln!

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Wohl nie zuvor war die Finanzwelt von einem technischen Umbruch dieses Ausmaßes betroffen. Die Digitalisierung macht sich daran, jede Nische des Finanzsektors nachhaltig zu verändern. Doch wie sollen die etablierten Unternehmen der Branche darauf reagieren? „In times of change the greatest danger is to act with yesterday`s logic”, stellte bereits Peter Drucker fest. Die Digitalisierung ist da. Die Frage ist nicht, ob etwas digitalisiert werden muss, sondern wann und was. Jetzt kommt es darauf an, die digitale Transformation aktiv anzunehmen und die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Wie stellen sie die Weichen für die digitale Zukunft ihres Unternehmens?

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