Digital Tax

Digitalisierung im Bereich Tax konkret forcieren

Der Bereich Tax der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat schon lange nichts mehr mit dem Klischee von der „grauen“ Steuerberatungsabteilung zu tun. Globalisierung, Digitalisierung und stetige Innovationen haben in Unternehmen weltweit zu einer Neuausrichtung der Steuerabteilungen geführt. Und KPMG geht in diesem Wandel mutig voran, um seine Mandanten umfassend zu beraten. Das Tax-Transformation Team kümmert sich darum, Prozesse zu automatisieren, deren Effizienz zu steigern und etwaige Fehler frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Möglich ist dies durch ein breit aufgestelltes Team aus Spezialisten.

Olaf Mielke verantwortet bei Financial Services die Digitalisierung des Bereichs „FS Tax“ und setzt sich für eine Digitalisierung bei steuerrelevanten Prozessen ein. Er repräsentiert den Geschäftsbereich beim Thema „Digital Tax“.

Herr Mielke, sie vertreten KPMG Financial Services Tax beim Thema „Digital Tax“. Was sind die aktuellen Herausforderungen für Finanzinstitute in diesem Themenbereich?

Bestehende Ansätze neu denken und neue Chancen nutzen: Die Finanzindustrie muss sich – vor dem Hintergrund einer immer wichtiger werdenden steuerlichen Compliance – bewusst für geeignete Digitalisierungsmethoden entscheiden. Darüber hinaus müssen potenzielle Vorteile kurzfristig sowie langfristig identifiziert und neuen Techniken effektiv in bestehende Arbeitsstrukturen integriert werden.

In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir uns bisher in einem Umfeld des Co-Outsourcing befunden, wo einzelne steuerliche Prozesse an uns als externen Partner übertragen wurden. Jetzt können wir einen bereits unumkehrbaren Trend zum Outsourcing von verschiedenen Geschäftsbereichen feststellen. In Zukunft könnten wir beobachten, wie Unternehmen zu sogenannten Lift-outs tendieren, wodurch die gesamten steuerlichen Tätigkeitsfelder an uns ausgelagert werden würden. Allgemein bedeutet Outsourcing für die Unternehmen einen Neustrukturierungsprozess zu durchlaufen und gleichzeitig digitale Techniken zu nutzen, um bspw. manuelle und iterative Arbeitsprozesse durch „Big-Data-Analysen“ oder Machine-Learning-Ansätze effizienzsteigernd umzugestalten.

Wir unterstützen unsere Kunden dabei, welche Sourcing-Alternativen für das individuelle Geschäftsmodell konstruktiv eingesetzt werden können. Welche Kernkompetenzen können „inhouse“ identifiziert und durch digitale Methoden verbessert werden? Wie kann der Arbeitsaufwand minimiert und gleichzeitig Effizienz und Qualität gesteigert werden? Welche Technologien stellen moderne Schnittstellen her, um zahlreiche Finanzdaten auf täglicher Basis automatisiert und auf sicheren Servern auszutauschen?

Was beschäftigt Ihre Mandanten aktuell besonders und wie unterstützen sie und ihre Kolleg/innen die Mandanten dabei?

Unsere Mandanten müssen täglich eine Vielzahl von internen und externen Finanzdaten in nicht standardisierten Formaten verarbeiten. Die von KPMG programmierten Technologien bieten Ihnen die Möglichkeit, diese Massendaten auf dem schnellsten Weg zu analysieren und auf intelligente Weise zu extrahieren.

Unser Digitalisierungsprodukt „FinDEr“ übernimmt die Transformation nicht maschinen-lesbarer Daten (bspw. von PDF-Dokumenten) in ein maschinen-lesbares und standardisiertes Format. Durch (Verplausibilisierungs-)Algorithmen werden Datensätze automatisch ausgelesen und angewandte Machine-Learning-Methoden ermöglicht ein Mapping zusammenhängender Kennzahlen auf zuvor definierte Positionen. Diese zuletzt genannten digitalen Methoden ermöglichen automatische Verbesserungen bei der Datenextraktion und eine sich steigernde Treffergenauigkeit bei der Datenanalyse. „FinDEr“ ist daher eine von KPMG programmierte fundamentale Software mit großem Erweiterungs- und Anwendungspotenzial für bestehende und zukünftige Anforderungen im Geschäftsumfeld unserer Mandanten.

Darüber hinaus werden unsere Mandanten oftmals mit gesetzlichen Entwicklungen konfrontiert, die neue und häufig kurzfristige Herausforderungen beinhalten und einen hohen Ressourceneinsatz bedingen. Als aktuelles Beispiel müssen Finanzinstitute künftig bestimmte (grenzüberschreitende) Steuergestaltungen an das Bundeszentralamt für Steuern melden. Diese neue Anforderung bedeutet für unsere Kunden, Massendaten inhaltlich zu durchdringen, anschließend zu analysieren und aufzubereiten.

Wir unterstützen mit unseren Technologien dabei die unstrukturierten Massendaten durch bestimmte Algorithmen automatisiert aufzubereiten, diese anschließend in Big-Data-Datenbanken zu implementieren und den Mandanten zur Verfügung zu stellen. Diese digitalen Anwendungen im Rahmen von Plausibilitätsprüfungen und Machine-Learning ermöglichen nachhaltig eine qualitätssichernde Verarbeitung und mittels RPA-Anwendungen können Massendaten an externe Schnittstellen übertragen werden. Bei der Entwicklung dieser Technologie können wir auf die Software „FinDEr“ als Fundament zurückgreifen.

Wir begleiten unsere Mandanten mit unseren Lösungen und Eigenentwicklungen wie dem FinDEr bei ihren Herausforderungen bei der Digitalisierung steuerrelevanter Prozesse.

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