Familienunternehmen mit einer Familiencharta sind erfolgreicher

Ein maßgeschneidertes Dokument stellt die Zusammenarbeit in der Familie auf sichere Füße.

Familienunternehmen mit einer Familiencharta sind erfolgreicher

Ein maßgeschneidertes Dokument stellt die Zusammenarbeit in der Familie auf sichere Füße.

Unternehmen ohne Familienverfassung sind krisenanfälliger. Sie haben sich weder über ein Leitbild für Familie und Unternehmen, noch über Regeln verständigt. Auch die Frage, welche Gremien diese Regeln festlegen, bleibt unklar. Fest steht: Nimmt die Anzahl der Gesellschafter zu, wird die Familienverfassung immer relevanter, um zukunftssicher aufgestellt zu sein.

In Familienunternehmen ist es darum essentiell, alle Familienmitglieder auf einen gemeinsamen Kurs zu bringen – unter anderem bei wichtigen Fragen wie diesen: Was sind die Familien-Werte und was erwarten sich die Gesellschafter vom Unternehmen?  Wer darf überhaupt Inhaber sein und wer gehört zum Kreis der Unternehmerfamilie? Welche Rechte, Pflichten und Erwartungen sind damit verbunden? Wie ist die Nachfolge geregelt? Wie ist die Ausschüttung festgeschrieben? Welche Themen werden an Familientagen besprochen? Und wie werden die Familienmitglieder informiert und partizipieren an Entscheidungen?

In einer Familienverfassung werden Antworten auf diese zentralen Fragen gemeinsam erarbeitet und schriftlich fixiert. Sie ist ein maßgeschneidertes Dokument, das alle Strategien, Strukturen und Regeln zusammenfasst, an denen sich das Handeln der Gesellschafter ausrichten soll.

Die aktuelle KPMG-Studie „Hinter den Kulissen: Firma, Familie, Führung – Leadership im Spannungsfeld von Gefühl und Geschäft“ zeigt, dass es sich in mehrfacher Hinsicht lohnt, wenn Familienmitglieder gewisse Grundsätze und Regeln vereinbaren. Laut Studie sind solche Dokumente in deutschen Familienbetrieben aber noch eher die Ausnahme als die Regel. Nur rund 35 Prozent der 85 befragten Unternehmen verfügen über ein solches Papier.

Zudem hängt der Erfolg einer Firma in hohem Maße davon ab, wie sich die Familie organisiert. In der Studie wird zwischen zwei Formen unterschieden: Großfamilien und Stammesorganisationen. Während Stämme einen Vertreter in Organe wie Beirat oder Geschäftsführung entsenden, entscheiden Großfamilien in der Gesellschafterversammlung mehrheitlich darüber, wer sie vertritt.

Über die Vorteile von Familienverfassungen, wie man sie erarbeitet, und warum Mitglieder von Großfamilien glücklicher sind als von Stammesfamilien spricht Dr. Alexander Koeberle-Schmid, Spezialist für Familienunternehmen und Business Coach bei KPMG, im Video.

Verwandte Inhalte

KPMG verwendet Cookies, die für die Funktionalität und das Nutzerverhalten auf der Website notwendig sind. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie sie in der Datenschutzerklärung von KPMG im Detail ausgeführt ist.