KPMG Klardenker https://klardenker.kpmg.de/ Klardenker - der Blog zu aktuellen Wirtschaftsthemen, die Unternehmen bewegen Thu, 29 Feb 2024 13:29:07 +0000 de-DE hourly 1 https://klardenker.kpmg.de/wp-content/uploads/2016/04/cropped-app-icon_512x512-32x32.png KPMG Klardenker https://klardenker.kpmg.de/ 32 32 Drei Tipps für Ihre individuelle KI-Strategie https://klardenker.kpmg.de/drei-tipps-fuer-ihre-individuelle-ki-strategie/ Wed, 28 Feb 2024 11:56:11 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41626 Wie Sie sich von der Technologie begeistern lassen und dennoch einen kühlen Kopf bewahren.

KI ist das Technologiethema unserer Zeit. Viele Unternehmen haben mittlerweile Pilotprojekte und Anwendungen auf den Weg gebracht und gute Erfahrungen gesammelt. Auch auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos waren wir uns einig: Künstliche Intelligenz wird Unternehmen radikal verändern. Gleichzeitig warnt der aktuelle Global Risks Report des WEF vor den Gefahren: KI könnte als Generator potenzieller Falschinformationen ganze Volkswirtschaften destabilisieren – und damit auch Unternehmen gefährden. Hinzu kommt, dass mittlerweile viele Menschen mit etwas Misstrauen auf künstliche Intelligenz blicken, wie unsere globale Studie „Trust in artificial intelligence“ zeigt. Doch wie so oft bei neuen Hypes oder auch Megatrends teilt sich das Lager schnell in euphorische Befürworter:innen und mahnende Kritiker:innen. Das weiß ich aus vielen Jahren der Digitalisierungs- und Modernisierungsberatung in Unternehmen. Generative KI, maschinelles Lernen oder Automatisierung: Was genau passt zu Ihrem Unternehmen? Deshalb rate ich meinen Kunden: Springen Sie nicht blindlings auf den KI-Zug auf. Nehmen Sie sich die Zeit, sich das Potenzial der KI in Ruhe anzuschauen – und entscheiden Sie entsprechend Ihrem ganz individuellen Bedarf, inwiefern der Einsatz der neuen Technologie Ihnen helfen kann. Dazu gehört auch beim Thema KI zunächst einmal eine klare Begriffsdefinition und Abgrenzung. Denn nur wenn wir genau wissen, wovon wir sprechen, können wir optimal entscheiden, welche Entwicklung...

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Was für den Erfolg von Familienunternehmen 2024 entscheidend ist https://klardenker.kpmg.de/was-fuer-den-erfolg-von-familienunternehmen-2024-entscheidend-ist/ Fri, 23 Feb 2024 13:18:48 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41586 Im Fokus: Compliance, Private Equity, Technologie, Startups, Steuern und Energie.

Was schätzen Sie: Wie viele Unternehmen in Deutschland, die mehr als 50 Millionen Euro Umsatz machen, sind familiengeführt? Vielleicht jedes zehnte? Mehr, sagen Sie? Es ist laut der Stiftung Familienunternehmen mit 46 Prozent sogar fast die Hälfte – eine eindrucksvolle Zahl, die die enorme volkswirtschaftliche Relevanz der Familienunternehmen in Deutschland verdeutlicht. Angesichts der komplexen ökonomischen Gemengelage, die unter anderem von diversen geopolitischen, technologischen und regulatorischen Einflussfaktoren geprägt wird, ist die Analyse aktueller Aufgabenstellungen von Familienunternehmen umso wichtiger. Welche Aspekte sollten Führungskräfte 2024 besonders im Fokus haben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken – und an welchen Stellen gilt es, womöglich nachzuschärfen? Familienunternehmen: Besondere Stärken, besondere Herausforderungen Vorab: Fest steht, unabhängig von Momentaufnahmen, dass Deutschlands Familienunternehmen beste Voraussetzungen dafür haben, um auch im volatileren Umfeld zu bestehen. Ihre hohen Spezialisierungsgrade führen zu Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten, ihre internationale Ausrichtung sowie Diversifikation verstärkt die Robustheit des Geschäftsmodells und ermöglicht breite Risikostreuung. Basis des Erfolgs ist wiederum die stets auf langfristiges, generationenübergreifendes Wachstum ausgelegte Strategie. Mit dieser DNA sind und bleiben Familienunternehmen ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Gleichzeitig gilt aber auch, dass der Fokus auf Beständigkeit mitunter dazu führt, dass Transformationsprozesse nur schleppend vorangehen und das Ausmaß struktureller Umbrüche unterschätzt wird. Das kann in Zeiten,...

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Läuft Deutschland in die Regulierungsfalle? https://klardenker.kpmg.de/laeuft-deutschland-in-die-regulierungsfalle/ Thu, 22 Feb 2024 13:44:28 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41563 Im Video: Staatssekretärin aus Bundesfinanzministerium will bürokratische Hürden abbauen.

Ob EU AI Act, CSRD oder das Lieferkettengesetz – neue Gesetze und Bestimmungen haben enormen Einfluss auf die Performance und Abläufe eines Unternehmens. Wie gehen Unternehmen damit um und laufen wir in Deutschland Gefahr, in die Regulierungsfalle zu laufen? Darüber habe ich mich beim KPMG Zukunftsgipfel mit Katja Hessel unterhalten. Sie ist parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfinanzminister und Expertin für die Bereiche Zoll, Steuern und Digitalisierung. Ich habe Katja Hessel gefragt, welche regulatorischen Entwicklungen und Trends sie beobachtet. Im Gespräch schilderte sie, dass sie auf der einen Seite immer wieder aus den Unternehmen gespiegelt bekomme, dass es zu viel Regulierung und Bürokratie gebe. Auf der anderen Seite sei Regulierung wichtig, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle herzustellen. Sie stellte aber deutlich klar, dass bürokratische Hürden abgebaut werden müssten. Es könne nicht sein, dass Bürokratie die Innovation einschränkt. Deutschland brauche Innovationen, um den Wirtschaftsstandort nach vorne zu bringen. Hier können Sie das ganze Gespräch sehen. Sie finden das Video auch im Anschluss an diesen Text, wenn sie nach unten scrollen. Parlamentarische Staatssekretärin lobt Kompromiss beim EU AI Act als wichtiges Rahmenwerk Ich habe mit Katja Hessel auch über eines der aktuell drängendsten Themen unserer Zeit gesprochen: künstliche Intelligenz (KI). Hier betonte die Digitalisierungs-Expertin...

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Künstliche Intelligenz in der Praxis: 10 Handlungsempfehlungen https://klardenker.kpmg.de/kuenstliche-intelligenz-in-der-praxis-10-handlungsempfehlungen/ Thu, 22 Feb 2024 13:15:29 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41549 Im Video: Expertinnen und Experten über Grenzen und Nutzen von künstlicher Intelligenz.

Künstliche Intelligenz hält immer schneller und umfangreicher Einzug in den Unternehmensalltag. Vor etwa einem Jahr noch wurden erste Erfahrungen mit generativer Intelligenz gemacht. Inzwischen spielt die Technologie eine große Rolle und wird von vielen Unternehmen für verschiedene Anwendungen genutzt. Zum Beispiel bei der Text- und Bildbearbeitung. Auch im Fondsmanagement wird künstliche Intelligenz eingesetzt, um beispielsweise Marktdaten zu analysieren. Wie kann künstliche Intelligenz also in der unternehmerischen Praxis effizient und gleichzeitig moralisch einwandfrei eingesetzt werden? Das war Thema der Paneldiskussion bei unserem virtuellen Event, dem KPMG Zukunftsgipfel. Diskutiert haben Prof. Dr. Sarah Spiekermann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien, Daniel Kapffer, CFO & COO bei der DekaBank, Philipp Krause-Junk, Head of Corporate Compliance & Security bei der Lanxess AG, Matthias Peter, Partner, Financial Services, KPMG und Stephan Ludwig, Partner, Tax, Head of Tax Transformation, KPMG.   Von links: Daniel Kapffer, Prof. Dr. Sarah Spiekermann, Stephan Ludwig, Philipp Krause-Junk und Matthias Peter. Wir haben die zehn wichtigsten Punkte der Diskussion für Sie zusammengefasst. Hier können Sie das Gespräch anschauen. Oder sie scrollen ans Ende dieses Texts, dort finden Sie das Video. 1. Überwindung des Hypes Um künstliche Intelligenz (KI) effektiv einzusetzen, sollten wir uns von überspitzten Erwartungen und unrealistischen...

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So kann die Automobilindustrie die Halbleiterversorgung sicherstellen https://klardenker.kpmg.de/so-kann-die-automobilindustrie-die-halbleiterversorgung-sicherstellen/ Wed, 21 Feb 2024 09:22:56 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41523 Fünf intelligente Maßnahmen für die Versorgungssicherheit in der Automobilbranche.

Moderne Fahrzeugtechnologie ohne Halbleiter? Undenkbar. Halbleiter spielen seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle im Automobilbau und rücken durch die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten und mit dem Einzug von hochautomatisierten Fahrfunktionen erneut in den Fokus. Versorgungslücken und regionale Abhängigkeiten in der Halbleiterindustrie Doch die Halbleiterindustrie steht vor diversen Hürden. Die anhaltende Unsicherheit in der Versorgungslage – insbesondere im Hinblick auf geopolitische Spannungen und Naturkatastrophen – wirft einen Schatten auf die Stabilität der Lieferketten. Die Abhängigkeit von Produzenten in Taiwan und China vergrößert das Risiko von Engpässen. Der Eintritt neuer Fahrzeughersteller, insbesondere aus China, erhöht den Wettbewerbsdruck nicht nur auf dem Automobilmarkt, sondern auch bei der Beschaffung von Halbleitern. Die Halbleiterindustrie sieht sich aufgrund der langen Investitionszyklen und der teilweise volatilen Nachfrage seitens der Automobilhersteller, bedingt durch neue Konkurrenten, Technologiewechsel und wachsenden Kostendruck, mit zusätzlichen Herausforderungen bei der langfristigen Planung konfrontiert. Zudem prägt eine sich wandelnde Fahrzeugarchitektur die Anforderungen an Halbleiterkomponenten. Der Übergang von dezentralen Steuergeräten zu wenigen Zentralrechnern erfordert neuere und leistungsfähigere Halbleitertechnologien. So kann die Automobilindustrie die Halbleiterversorgung sicherstellen In Anbetracht dieser Entwicklungen stellt sich die Frage: Welche Maßnahmen können Automobilunternehmen ergreifen, um die Halbleiterversorgung für ihre Autos zu sichern? Wir empfehlen folgende fünf Ansätze: Diversifikation der Lieferquellen Um Engpässe in der...

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Unternehmensbewertungen: Diese Details sollten Sie jetzt kennen https://klardenker.kpmg.de/unternehmensbewertungen-diese-details-sollten-sie-jetzt-kennen/ Tue, 20 Feb 2024 08:38:34 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41480 Unser Experte analysiert, wie aktuelle Ereignisse in Unternehmensbewertungen einfließen.

Zahlreiche Krisen in der jüngeren Vergangenheit, hohe Inflation und das angestiegene Zinsniveau – all das hat starken Einfluss auf die Bewertung von Unternehmen. Sie müssen nicht nur ihre Geschäftsmodelle an die neuen Gegebenheiten anpassen, sie sollten auch die erwartete Zinsentwicklung im Auge behalten. Das hat Folgen für Renditeforderungen von Firmen und die Unternehmensbewertung. Wie stark also sollten aktuelle Ereignisse in die Unternehmensbewertung einfließen? Unser Experte für die Bewertung von Unternehmen, Dr. Andreas Tschöpel, beantwortet im Interview die wichtigsten Fragen. In unserer aktuellen Kapitalkostenstudie geben wir einen Überblick, wie sich das zunehmend unsichere wirtschaftliche Umfeld auf Ihre Geschäftsmodelle, Planungsrechnungen und langfristigen Renditeerwartungen (Kapitalkosten) auswirkt. Jetzt lesen. Welche Themen treiben die Firmen hinsichtlich der Bewertung von Unternehmen aktuell am meisten um? Nach den jüngsten Krisen durch die Covid-Pandemie, den laufenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die Kämpfe im Nahen Osten stehen die Unternehmen vor zahlreichen geopolitischen Risiken, die beispielsweise bestehende Handelsketten weiter bedrohen. Auch wenn die hohen Inflationsraten der letzten zwei Jahre aktuell tendenziell zurückgehen, scheinen die Zinssenkungserwartungen an den Märkten und die mit ihnen verbundenen ansteigenden Bewertungen möglicherweise etwas verfrüht. Die Notenbanken haben relativ deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie die Inflationsentwicklung sehr genau beobachten und Zinssenkungen erst konkret diskutiert...

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Diese Details sind bei umsatzsteuerlichen Gutschriften zu beachten https://klardenker.kpmg.de/diese-details-sind-bei-umsatzsteuerlichen-gutschriften-zu-beachten/ Mon, 19 Feb 2024 08:38:31 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41485 Podcast „VAT to go“, Folge 5: Aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs im Fokus.

Den Begriff der Gutschrift kennen viele: Wer beispielsweise Kleidung kauft, die dann doch nicht passt, bekommt als Kund:in eine Rückerstattung, also eine kaufmännische Gutschrift. Umsatzsteuerliche Gutschriften dagegen sind Rechnungen, die sich Leistungsempfänger selbst schreiben. Handelsvertreter:innen und Aufsichtsratsmitglieder arbeiten mit Gutschriften – und auch bei Konsignationslagerkonstellationen spielen sie eine Rolle. Bei diesen Gutschriften ist einiges zu beachten. Darum geht es in Folge 5 unserer Podcast-Reihe „VAT to go“. Neben den Voraussetzungen des umsatzsteuerlichen Gutschriftverfahrens geht es um die Frage, unter welchen Umständen und gegenüber wem einer Gutschrift widersprochen werden kann. Im Fokus ist dabei ein bemerkenswertes Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH): Es stellte sich im Falle einer Ausgliederung die Frage, gegenüber wem der Widerspruch gegen die vom übertragenen Rechtsträger ausgestellte Gutschrift zu erklären ist. Der BFH kommt zu dem Ergebnis, dass der Widerspruch gegenüber dem übernehmenden Rechtsträger geltend zu machen ist und nicht gegenüber dem Gutschriftaussteller. Ein „merkwürdiges Ergebnis“, so die Einschätzung unseres Moderatoren-Duos, bestehend aus Kathrin Feil, Partnerin, Head of VAT Knowledge Management & Innovation, und Rainer Weymüller, ehemaliger Vorsitzender Richter am Finanzgericht München und Of-Counsel bei KPMG. Im Podcast ordnen Feil und Weymüller das Urteil ein. Zusätzliche Informationen zu Fragestellungen rund um Umsatzsteuerthemen gibt es im KPMG VAT Newsletter. Jetzt...

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Global-Mobility-Podcast zu internationalen Personaleinsätzen https://klardenker.kpmg.de/global-mobility-podcast-strategien-fuer-globale-personaleinsaetze/ Fri, 16 Feb 2024 10:07:01 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41491 Was Unternehmen bei internationalen Mitarbeitereinsätzen beachten sollten.

In einer immer stärker globalisierten Welt sehen sich Unternehmen mit verschiedenen Ausprägungen internationaler Mitarbeitermobilität konfrontiert. Neben klassischen Entsendungen rücken auch rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit grenzüberschreitendem Remote Working und globalen Matrixfunktionen immer stärker in den Fokus. Die Podcast-Reihe „GMS to go“ bietet umfassende Antworten und richtet sich an HR- und Global Mobility-Verantwortliche, Steuerexpert:innen sowie Payroll-Spezialist:innen, die sich mit internationalen Personaleinsätzen wie Remote-Arbeit oder anderen Formen globaler Zusammenarbeit beschäftigen. Neuer GMS-Podcast: Erste Folge zu tageweiser Steuerpflicht in Deutschland   In der ersten Folge geht es um die Änderung der Lohnsteuerrichtlinie 2023 und deren Auswirkungen auf die Ermittlung der Lohnsteuer bei tageweiser Steuerpflicht in Deutschland. Die Auseinandersetzung mit der Lohnsteuerrichtlinie ist von entscheidender Bedeutung, da sie einen direkten Einfluss auf die finanzielle Belastung von Unternehmen und Mitarbeitenden hat. Diese Neuerungen erfordern von Unternehmen nicht nur eine Anpassung ihrer Abrechnungssysteme, sondern haben auch weitreichende Auswirkungen auf die Höhe der Steuerlast. Die Kenntnis und Umsetzung der Lohnsteuerrichtlinie ist daher unerlässlich, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen, finanzielle Auswirkungen zu verstehen und strategische Entscheidungen im Personalmanagement zu treffen. Wie Unternehmen mit der geänderten Rechtslage umgehen können, erfahren Sie von Susanne Härzke, Partnerin, KPMG Global Mobility Services Tax (GMS), und Sebastian Gagsch, Manager, GMS, im Podcast. Diese...

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Acht Mythen über den CBAM – und ihre Aufklärung https://klardenker.kpmg.de/acht-mythen-ueber-den-cbam-und-ihre-aufklaerung/ Fri, 16 Feb 2024 09:00:20 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41466 Das CO₂-Grenzausgleichssystem sieht gravierende Änderungen für Unternehmen vor.

Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ist Teil des „Fit for 55“ (Gesetzes-)Pakets, das bedeutende Anreize setzt, damit die EU bis 2050 klimaneutral wird und die CO₂-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent reduziert werden. Er soll der Verlagerung von Treibhausgasemissionen in Länder ohne oder mit geringeren Ambitionen zur Bekämpfung von CO₂-Emissionen entgegengenwirken („Carbon Leakage“-Risiko). Das sieht das europäische CO₂-Grenzausgleichssystem vor Importeure müssen für in die EU importierte Waren die darin enthaltenen CO2-Emissionen ermitteln und je Tonne CO2 Emissionszertifikate erwerben. Die Einführung erfolgt schrittweise und – was vielen nicht bewusst ist – hat bereits ab 1. Oktober 2023 mit einer Berichtspflicht für erste Produkte begonnen: Betroffene Importeure müssen quartalsweise die in die EU eingeführten Mengen, die in diesen Waren enthaltenen direkten und indirekten CO2-Emissionen sowie dafür bereits entrichtete CO2-Abgaben dokumentieren und in einem vierteljährlichen CBAM-Bericht offenlegen. Der eigentliche Zertifikatehandel soll 2026 beginnen. Im Zusammenhang mit den neuen Bestimmungen rund um den CBAM gibt es eine Reihe von Fehlannahmen, die ich in diesem Beitrag richtigstellen möchte. 1. Wenn ich vom EU-Emissionshandel nicht betroffen bin, betrifft mich auch der CBAM nicht. Weit gefehlt. Zwar ist richtig, dass vom EU-Emissionshandel (ETS) fast ausschließlich die Primärindustrie betroffen ist. Der CBAM geht...

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Bremst die politisch aufgeladene ESG-Kontroverse die Transformation? https://klardenker.kpmg.de/bremst-die-politisch-aufgeladene-esg-kontroverse-die-transformation/ Wed, 14 Feb 2024 09:11:49 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41457 Nachhaltigkeit: Warum die hitzige Diskussion um den Begriff nicht zielführend ist.

Ohne nachhaltige Transformation keine tragfähige Wirtschaft: Das ist weltweit Konsens. Für diesen Wandel steht die Abkürzung ESG: Environment, Social und Governance. Ganzheitlich verantwortungsvolle Unternehmensführung, die unter anderem Klimaschutz, Inklusion sowie verbesserte Erfassung, Kontrolle und Steuerung von Maßnahmen umfasst, steht im Fokus. Das Ziel: ein zukunftsfester Planet. Doch ESG gerät zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik, besonders in den USA. Kritik, die meiner Meinung nach unnötig politisiert ist, inhaltlich zu kurz greift und ökonomisch hochriskant werden kann. Zeit für ein besonderes Plädoyer. Neues Feindbild: ESG als Synonym für „Woke Capitalism“ In den USA stehen am 5. November 2024 Präsidentschaftswahlen an – und das politische Klima ist rau. Gegen US-Präsident Joe Biden wird aller Voraussicht nach Donald Trump antreten. Trump ist polarisierender Meinungsführer der Republikaner, einflussreiche Rechtskonservative und Dutzende Millionen an Wählern folgen ihm. Etliche von ihnen wähnen sich im Kulturkampf. Ein Feindbild: ESG als Synonym für „Woke Capitalism“, der Profitdenken durch sozial-ökologischen Aktivismus ersetzt und ideologisch gesteuerte Konzerne an die Macht bringt, so die Lesart der ESG-Kritiker. Große Empörung, kleine Diskussionsspielräume Zielführende Nachhaltigkeitsdebatten werden mit bestimmten Milieus auch in Deutschland immer schwerer. Ob Gender-Sternchen in der Presse, Frauenquoten in Unternehmen oder gescheiterte Straßenbauprojekte wegen geschützter Fledermauspopulationen: Empörung über vermeintlichen „Irrsinn“ von „denen...

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So können Asset Manager Mängel im ESG-Reporting beheben https://klardenker.kpmg.de/so-koennen-asset-manager-maengel-im-esg-reporting-beheben/ Thu, 08 Feb 2024 14:41:02 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41434 Drei von vier Fonds liefern noch unzureichende Daten. 5 Tipps zur Performancesteigerung.

Wie verwertbar sind die Nachhaltigkeitsdaten, die Asset Manager ihren aktuellen und potenziellen Investoren zur Verfügung stellen? Können die Investoren die Daten für ihre ESG-Berichtspflichten überhaupt nutzen? Und was ist nötig, damit Asset Manager die Anforderungen ihrer Investoren künftig bestmöglich erfüllen? Wir analysieren die Gemengelage anhand erster Zahlen von Investmentfonds, die Rückschlüsse auf den Umsetzungsstand der Regulatorik ermöglichen. Außerdem zeigen wir fünf Optimierungsmöglichkeiten auf – denn eine Verbesserung der Reporting-Performance ist gemäß dem aktuellen Stand erforderlich. Die Ausgangslage Vor eineinhalb Jahren wurden von Asset Managern erstmals Daten zur Verfügung gestellt. Dabei kommt das sogenannte European ESG Template (EET) zum Einsatz, eine standardisierte, maschinenlesbare Datenübermittlungsvorlage. Diese stellt auch ESG-Daten zur Verfügung, die Investoren zur Erstellung ihrer PAI-Statements benötigen. PAI (Principal Adverse Impact Indicators) sind diverse Umwelt-, Sozial- und Governance-Indikatoren, die potenziell schädliche Auswirkungen auf diese Nachhaltigkeitsbereiche aufzeigen. Im Rahmen eines Aufbereitungsprojekts für ein PAI-Statement im Sommer 2023 konnten wir die aktuelle Datenlage am Markt aus Investorensicht untersuchen. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: 86 Prozent der angefragten EETs wurden zur Verfügung gestellt. 4 Prozent der angefragten EETs waren qualitativ nicht ausreichend. 23 Prozent der angefragten EETs enthielten grundsätzlich keine PAI-Informationen. 32 Prozent der angefragten EETs und PAIs enthielten nur qualitative Datenpunkte (yes / no)...

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KI in der Life-Sciences-Branche: Risiken erkennen und vermeiden https://klardenker.kpmg.de/ki-in-der-life-sciences-branche-risiken-erkennen-und-vermeiden/ Thu, 08 Feb 2024 08:11:52 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41419 Das Ziel ist, Gesundheit zu fördern, Vertrauen zu erhalten und Geschäftschancen zu nutzen.

Künstliche Intelligenz ist in der Life-Sciences-Branche längst angekommen und entfaltet auch hier ihr Potenzial. Allerdings sollten Unternehmen auch die Risiken im Blick behalten. Denn diese betreffen das Wohl der Patient:innen, können aber auch zu Reputationsschäden oder gar empfindlichen Sanktionen führen, etwa wegen Missachtung des europäischen Artificial Intelligence Acts. Klar ist: KI ist vielfältig einsetzbar, etwa bei der Entwicklung neuer Arzneimittel. Hier kann KI durch die Analyse klinischer Daten Vorhersagen entwickeln, wie wirksam und sicher potenzielle Wirkstoffe sind. Außerdem identifiziert sie Untergruppen von Patient:innen mit ähnlichen Merkmalen und prognostiziert, wie sie auf Behandlungen ansprechen. So werden personalisierte Wirkstoffe produziert – quasi als persönliche Kopfschmerztablette mit mehr Wirkkraft und weniger Nebenwirkungen. Zudem beschleunigt KI klinische Studien, wenn sie Muster und Trends in den Daten sofort erkennt. Das verkürzt auch die Zeit bis zur Arzneimittelzulassung. Lebensrettende Therapien stehen so kostengünstiger und schneller bereit. Verzerrte Daten führen zu verzerrten Ergebnissen Und dennoch: Die KI ist immer nur so gut wie die Daten, die sie nutzt. Im besten Fall arbeitet sie mit repräsentativen Daten, welche die gesamte Bandbreite relevanter Merkmale abbildet. Tatsächlich stehen diese in der Life-Sciences-Branche oft nicht zur Verfügung, weil Datensätze nur begrenzt oder unvollständig vorliegen oder weil medizinische Aufzeichnungen nicht genau oder...

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Onlinezugangsänderungsgesetz: Fünf entscheidende Fragen und Antworten https://klardenker.kpmg.de/onlinezugangsaenderungsgesetz-fuenf-entscheidende-fragen-und-antworten/ Mon, 05 Feb 2024 08:34:30 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41399 OZG 2.0: Wie sind die neuen Pläne zur digitalen Transformation der Verwaltung einzuordnen?

Erst große Hoffnung, dann große Enttäuschung: Das 2017 beschlossene Onlinezugangsgesetz (OZG) hat die Behörden in Bund, Ländern und Kommunen eigentlich bis Ende 2022 fit für die Zukunft machen sollen. Der Großteil der Dienstleistungen ist bis Ende 2022 digitalisiert, so der Plan, und die Verwaltung insgesamt effizienter und bürgerfreundlicher. Doch das ist nicht recht gelungen. Vieles blieb Stückwerk, die Transformation der öffentlichen Hand stockt. Nun soll das Onlinezugangsänderungsgesetz (OZGÄndG) – auch bekannt als OZG 2.0 – nachbessern. Wie sind die Zielsetzungen der überarbeiteten Vorschriften einzuschätzen, auf welche Details gilt es besonders zu achten – und wie kann die erfolgreiche Umsetzung gewährleistet werden? Die relevantesten Punkte im Überblick. Setzt ein OZG 2.0 das richtige Signal? Klar ist: Das OZG ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nur ein kleiner Teil der fast 600 Verwaltungsleistungen ist tatsächlich digitalisiert worden. Insbesondere auf Ebene der Bundesländer und Kommunen, auf der ein Großteil der Leistungen, die für Bürger:innen und Unternehmen relevant sind, bereitgestellt wird, wurden eher Einzelerfolge erzielt. Nun kann man sich die Frage stellen: Wenn das Onlinezugangsgesetz nicht funktioniert hat – ist ein OZG 2.0 dann das richtige Signal? Bezieht man sich ausschließlich auf den Gesetzestitel, der den Onlinezugang – also das Frontend für Bürger:innen – im...

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HR Analytics und CSRD: In vier Schritten zur Synergie https://klardenker.kpmg.de/hr-analytics-und-csrd-in-vier-schritten-zur-synergie/ Fri, 02 Feb 2024 09:00:01 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41368 Wie HR Analytics dabei helfen kann, das Nachhaltigkeitsreporting zu verbessern.

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) rückt die soziale Verantwortung von Unternehmen zunehmend in den Fokus. Das Management steht vor der Aufgabe, innerhalb der Organisation Richtlinien und Praktiken für die Belegschaft zu entwickeln, die den sozialen Standards entsprechen. Dies umfasst die Gewährleistung von Chancengleichheit und Vielfalt, eine faire Entlohnung sowie eine gesunde Arbeitsumgebung für alle Mitarbeitenden. Analyse von HR-Daten für die CSRD ist anspruchsvoll Die Erfassung und Aufbereitung HR-relevanter Daten im Rahmen des Reporting-Prozesses, die zur Erfüllung der CSRD-Standards notwendig sind, ist anspruchsvoll und für viele Unternehmen aktuell schwer umsetzbar. Die spezifischen Ausprägungen sind dabei sehr divers, lassen sich allerdings oft auf ähnliche Gründe zurückführen. Die Bearbeitungszeit und der Aufwand für die Analyse HR-bezogener Daten sind in vielen Unternehmen hoch, da diese in den Quellsystemen oft nur begrenzt ausgewertet werden können oder in einer Vielzahl von Systemen liegen. Entsprechend ist selten ein integriertes Berichtswesen verfügbar. Die fehlende einheitliche Struktur und Definition von HR-Daten erschwert zusätzlich die Nutzung im externen und internen Reporting. Diskussionen über Kennzahlen-Definitionen auf Unternehmensebene sind im Gange, jedoch bleibt die Übersetzung in technische Dimensionen eine anspruchsvolle und vor allem techno-funktionale Aufgabe. Darüber hinaus fehlen in den meisten Unternehmen klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für personalwirtschaftliche Daten und Kennzahlen...

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KI im Treasury: Drei praktische Einsatzgebiete im besonderen Fokus https://klardenker.kpmg.de/ki-im-treasury-drei-praktische-einsatzgebiete-im-besonderen-fokus/ Thu, 01 Feb 2024 07:54:09 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41330 Welche Möglichkeiten ergeben sich durch künstliche Intelligenz für die Finanzabteilung?

Die Digitalisierung hat einen umfassenden Wandel auch im Corporate Treasury eingeleitet, indem sie zahlreiche Prozesse vereinfacht. Von der präzisen Vorhersage von Währungsschwankungen bis hin zur automatisierten Optimierung des Cash Managements eröffnen sich vielfältige Perspektiven. Hierbei spielt künstliche Intelligenz (KI) eine wichtige Rolle, indem sie nicht nur Daten analysiert, sondern auch maßgeblich zur Entscheidungsfindung in der Finanzabteilung beitragen kann. Doch wie ist eigentlich der Status quo? Wo liegen die Chancen und Risiken, auf welche Details gilt es besonders zu achten? Die relevanten Aspekte im Überblick. Wie kann künstliche Intelligenz derzeit im Treasury eingesetzt werden? Im Treasury ergeben sich aktuell verschiedene Anwendungsgebiete von KI, die sowohl in Treasury-Management-Systemen als auch allgemein im Treasury im Einsatz sind. In den folgenden drei Themenbereichen findet KI heute bereits Anwendung: Cash Management Insbesondere in Krisenzeiten ist es für Finanzabteilungen von entscheidender Bedeutung, die Liquidität des Unternehmens im Blick zu behalten und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen. Hierbei können moderne Technologien wie Machine Learning und Predictive Analytics helfen, um Cashflow-Vorhersagen zu treffen und frühzeitig Liquiditätsengpässe zu erkennen. KI ist mittlerweile in vielen Cash-Management- und Liquidity-Planning-Modulen von Standard-Treasury Management-Systemen integriert und ermöglicht es, Prozesse zu automatisieren (z.B. die Überwachung von Zahlungseingängen und -ausgängen) und Entscheidungen auf Basis von Daten...

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Direktvertrieb: Diese Details sind für Automobilhersteller essenziell https://klardenker.kpmg.de/direktvertrieb-diese-details-sind-fuer-automobilhersteller-essenziell/ Tue, 30 Jan 2024 07:21:58 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41351 Strategische und operative Fragestellungen der Transformation im Überblick.

Die Automobilindustrie ist in einem besonderen Wandel: Der Direktvertrieb ist bei den Herstellern (OEMs) auf der Agenda. Er bringt diverse Chancen mit sich, ist allerdings auch mit komplexen Aufgabenstellungen verbunden, wie unser Gesamtüberblick über die Transformation zeigt. Doch welche Details sollten bei der Strategiefindung und Umsetzung im Fokus sein? Welche Änderungen sind gravierend, gelten gar als revolutionär – und was ist bei der Ausgestaltung des Veränderungsprozesses unumgänglich? Klar ist: Nachdem Tesla 2012 mit dem Direktvertriebsmodell in Europa gestartet war, kam Bewegung in den Sektor. Ob BMW, Mercedes-Benz, Ford oder Audi: Der Direktvertrieb ist teils eingeführt, teils angekündigt. Geprägt wird der Trend von jüngeren asiatischen Herstellern, die sich künftig in Europa etablieren wollen, darunter Polestar (Markteintritt 2019), Genesis, BYD (2021) oder NIO (2022). Der wachsende Wettbewerb ist mit ausschlaggebend für ein Umdenken bei deutschen Herstellern. Die Folge: Ein Großteil wird voraussichtlich bis 2026 den Direktvertrieb implementieren. Warum der Direktvertrieb als Revolution betrachtet wird – und welche Potenziale die Umstellung bietet Der Direktvertrieb gilt in der Branche als eine Zeitenwende, weil Automobilhersteller künftig neue Werthebel integrieren können. Diese Integration ist mit Umgestaltungen verbunden. Im Fokus der Hersteller: Zentrale Preiskontrolle: Der Preisdruck, beispielsweise durch Rabatte, sinkt. Markeninterner Wettbewerb kann minimiert werden. Verstärkte Kontrolle...

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Wie nachhaltiger Einkauf die Lieferkette stärkt https://klardenker.kpmg.de/wie-nachhaltiger-einkauf-die-lieferkette-staerkt/ Fri, 26 Jan 2024 11:55:46 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41199 Wie Unternehmen ihren Einkauf nachhaltiger gestalten können und welche Vorteile es bringt.

Das Thema Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren in allen Bereichen stark an Bedeutung gewonnen und spielt auch im Einkauf eine immer größere Rolle. Mit wachsendem Druck aus der Politik, aber auch von Konsument:innen, wird ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette für viele Unternehmen unabdingbar. Unternehmen sind angehalten, alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung – ESG) zu berücksichtigen. Dabei reicht es heutzutage längst nicht mehr aus, nur auf die Prozesse im eigenen Unternehmen zu achten. Stattdessen sind Unternehmen zunehmend verpflichtet, die gesamte Wertschöpfungskette zu prüfen. Das bezieht auch Vertriebspartner und Lieferanten mit ein. Trotz der hohen Bedeutung wird Nachhaltigkeit oft nur punktuell integriert.  Dabei könnten viele Unternehmen von einem effektiven Nachhaltigkeitsprogramm im Einkauf stark profitieren. Was fehlt, ist häufig ein Verständnis bezüglich möglicher Vorteile und mit welchen Maßnahmen diese realisiert werden können. Nachhaltiger Einkauf als Chance im Wettbewerb Die regulatorische Landschaft in Europa hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Mit der Einführung des EU Green Deals und der Verabschiedung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) ist der Druck auf Unternehmen gestiegen, Nachhaltigkeitsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette offenzulegen und ihnen zu begegnen. Dies gilt sowohl für Risiken hinsichtlich internationaler Menschenrechte als auch für Risiken des Umweltschutzes. Insbesondere der...

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Talent Management: Nachhaltigkeit als zentraler Faktor https://klardenker.kpmg.de/talent-management-nachhaltigkeit-als-zentraler-faktor/ Thu, 25 Jan 2024 09:10:09 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41253 Im Kampf um Talente ist eine holistische Personalstrategie ein Wettbewerbsvorteil.

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt im Recruiting von Unternehmen immer mehr an Bedeutung, denn potenzielle Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen achten bei der Jobwahl immer stärker auf dieses Kriterium. Bei einer Befragung von Stepstone und dem Handelsblatt Research Institute gaben 70 Prozent der Befragten an, dass sie sich eher bewerben oder ein Jobangebot annehmen würden, wenn das Unternehmen Wert auf Nachhaltigkeit legt. Unternehmen, die sich in diesem Bereich nicht engagieren, müssen also davon ausgehen, dass ihnen einige Nachwuchstalente entgehen. Um im Wettbewerb um die Nachwuchstalente gute Chancen zu haben, sollten Unternehmen also zeigen, was sie im Bereich Nachhaltigkeit können. Nachhaltigkeit bleibt auch nach Vertragsunterschrift wichtig Die Nachhaltigkeit eines Unternehmens über alle Geschäftstätigkeiten hinweg ist allerdings nicht nur im Recruiting wichtig. In der Studie gaben 76 Prozent der Befragten an, dass sie einen hohen Stellenwert von Nachhaltigkeit bei ihrem Arbeitgeber „wichtig“ oder „eher wichtig“ finden. Diese Entwicklung stellt für Unternehmen eine Chance dar, ihre Positionierung in Sachen Nachhaltigkeit zu nutzen, um sich von der Konkurrenz im Kampf um Talente abzuheben und diese langfristig an das Unternehmen zu binden und zu motivieren. Dabei ist es sinnvoll, ganzheitlich und über den gesamten Mitarbeitenden-Lebenszyklus nachhaltig zu denken. Ein holistischer Talent-Management-Ansatz berücksichtigt dies, indem er Mitarbeiter:innen über den...

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Interview mit Google: KI in der Automobilindustrie https://klardenker.kpmg.de/interview-mit-google-ki-in-der-automobilindustrie/ Wed, 24 Jan 2024 15:10:42 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41318 Zwei Fachleute aus den Bereichen Automotive und Cloud sprechen über Strategien zu GenAI.

Die Steigerung der Effizienz und Kosteneinsparungen sind für viele Unternehmen von zentraler Bedeutung für den Erfolg ihres Unternehmens. Die rasante Entwicklung von Generativer Künstlicher Intelligenz (GenAI) eröffnet hierfür scheinbar vielversprechende Möglichkeiten. Über konkrete Anwendungsfälle und Möglichkeiten GenAI in Unternehmen einzusetzen,  sprechen in diesem Interview Gabriele Eder, Leiterin des Segments Manufacturing, Industrial und Automotive bei Google in Deutschland, sowie Gernot Gutjahr, Partner bei KPMG und verantwortlich für den Cloud Advisory Service in Deutschland und für EMA. KPMG: In unserem aktuellen CEO Outlook haben 76 Prozent der befragten CEOs Generative AI als eine ihrer Top-Prioritäten genannt. Inwiefern ist diese Euphorie berechtigt? Gabriele Eder: Diese Euphorie ist absolut berechtigt. KI spielt schon seit mehreren Jahren die Rolle des Treibers von Effizienz und Produktivität in hochgradig automatisierten Unternehmensprozessen. Aber jetzt wird eine ganz neue Klasse an Problemen lösbar, die in den Bereichen Kreativität, Personalisierung und Innovation zuvor einfach als nicht automatisierbar galt – und das macht es so spannend. KI wird also zurecht als Game Changer für alle Industrien gewertet – und hierzu zählt natürlich auch die generative KI. Nach meiner Wahrnehmung haben viele CEOs verstanden, dass einerseits Effizienz, andererseits aber auch neue Wachstumsmöglichkeiten durch KI geschaffen werden können, die vorher noch nicht da waren. Ein Punkt ist...

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Sechs Schritte für resiliente Lieferketten in der Automobilindustrie https://klardenker.kpmg.de/sechs-schritte-wie-die-automobilindustrie-zu-resilienten-lieferketten-kommt/ Mon, 22 Jan 2024 13:53:55 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=41296 Diese Maßnahmen sollten OEMs anwenden, um Schwachstellen in Lieferketten zu beseitigen.

Die Verwundbarkeiten der globalen Lieferketten sind für die Automobilindustrie zu einem komplexen Handlungsfeld geworden. In diesem vielschichtigen Szenario ist es für die Branche von entscheidender Bedeutung, die Ursprünge der fragilen Lieferketten zu ergründen und gezielte Maßnahmen zu identifizieren, die dazu beitragen, die Verwundbarkeiten zu reduzieren. Ursachen von Lieferketten-Disruptionen in der Automobilbranche Die Schwachstellen in den Lieferketten haben verschiedene Ursachen. Güter selbst können einen Engpass in der Lieferkette darstellen. Ein Beispiel dafür ist die Knappheit an Halbleitern.  Die Industrie hat große Schwierigkeiten, die komplexen Bedarfe und Bestände zu koordinieren, da oft keine klare Sicht auf die direkten Zulieferer besteht. Politische Konflikte Zudem leiden wirtschaftliche Beziehungen unter Spannungen. So hätte ein militärischer Konflikt zwischen China und Taiwan enorme Auswirkungen auf die Automobilindustrie, da beide Regionen Zentren für wichtige Vor- und Zulieferprodukte sind. Auch die Kabelbaumproduktion ist anfällig für Störungen. Einen signifikanten Teil bezieht die Automobilindustrie nämlich aus der Ukraine. Aufgrund des Krieges kamen auf einen Schlag Engpässe in einer für den Autobau zentralen Komponente auf. Komplexe Lieferketten Automobilhersteller lassen unter anderem in China und Mexiko fertigen. Dies führt zu längeren und komplexeren Transportwegen, was die Lieferkette weniger flexibel macht. Bei einer durchschnittlichen Lieferzeit von knapp 60 Tagen von Asien nach Europa und...

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