KPMG Klardenker https://klardenker.kpmg.de/ Klardenker - der Blog zu aktuellen Wirtschaftsthemen, die Unternehmen bewegen Tue, 10 Mar 2026 13:26:08 +0000 de hourly 1 https://klardenker.kpmg.de/wp-content/uploads/2016/04/cropped-app-icon_512x512-32x32.png KPMG Klardenker https://klardenker.kpmg.de/ 32 32 KI-Agenten: Vier unbequeme Wahrheiten, die Unternehmen jetzt ernst nehmen sollten https://klardenker.kpmg.de/ki-agenten-vier-unbequeme-wahrheiten-die-unternehmen-jetzt-ernst-nehmen-sollten/ Tue, 10 Mar 2026 10:54:47 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48999 Wie autonome Agenten Sicherheit, Governance und Organisation grundlegend verändern.

Autonome KI-Agenten bedeuten einen großen Technologiesprung – und gleichzeitig eine Herausforderung für nahezu jede etablierte Sicherheitslogik. Tools wie OpenClaw zeigen, wie mühelos Agenten recherchieren, kommunizieren und handeln können. Moltbook wiederum offenbart, wie schnell ganze Ökosysteme solcher Systeme entstehen – und wie wenig Kontrolle wir über ihre Dynamik haben.   Diese Entwicklungen markieren nicht nur einen technologischen Meilenstein, sondern legen zugleich vier unbequeme Wahrheiten offen, die Unternehmen meiner Meinung nach jetzt klar benennen und strategisch adressieren sollten.  1. Ohne Werte und Regeln wird KI zum Sicherheitsrisiko Autonome Agenten agieren zunehmend wie digitale Kolleginnen und Kollegen – nur ohne Wertekompass. Sie kennen weder Unternehmenskultur noch implizite Grenzen, und sie unterscheiden nicht zwischen geschäftskritischen und harmlosen Aktionen. Deshalb brauchen Organisationen frühzeitig klare Prinzipien: Was darf ein Agent? Mit welchen Daten arbeitet er? Welche Ziele verfolgt er – und welche nicht?  Hier stehen Unternehmen in einer doppelten Verantwortung. Einerseits gilt es, interne Leitplanken zu definieren: Sicherheitsprinzipien, Transparenzregeln, Umgang mit sensiblen Daten.   Andererseits wächst auch der externe Druck. Der EU AI Act verlangt nachweisbar sichere und kontrollierbare KI-Systeme, inklusive Risikobewertungen und Eingriffsmöglichkeiten. Der IDC InfoBrief zeigt, dass sich 75 Prozent der Unternehmen beim Schutz von KIAnwendungen noch im Aufbau befinden – von Planung und Erkundung bis hin zu ersten Umsetzungen. Ausgereifte, integrierte GovernanceRahmenwerke sind bislang die Ausnahme.   Frühzeitig definierte Grundsätze schaffen Orientierung – intern wie extern – und verhindern spätere Kollisionen mit Regulierung...

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum EU-Handelsabkommen mit Indien https://klardenker.kpmg.de/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zum-eu-handelsabkommen-mit-indien/ Thu, 05 Mar 2026 16:29:15 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48984 Welche Branchen besonders profitieren können – Fertigungsindustrie im Fokus

Keyfacts: Strategische Diversifizierung der EU: Das Abkommen mit Indien stärkt die wirtschaftliche Resilienz Europas, reduziert Abhängigkeiten von China und den USA und eröffnet Zugang zu einem der größten Wachstums­märkte der Welt. Breite Marktöffnung und deutliche Kostenvorteile: Rund 97  Prozent der Zölle fallen weg, technische Hürden werden gesenkt und der Dienstleistungssektor wird stärker geöffnet – das schafft Planungssicherheit, erleichtert Investitionen und erweitert Exportchancen. Starker Wachstumsschub für Schlüsselbranchen: Vor allem Fertigungsindustrie, Maschinenbau, Automobilsektor sowie Chemie und Pharma profitieren von sinkenden Zöllen, vereinfachten Verfahren und besserem Schutz geistigen Eigentums; KMU erhalten gezielte Unterstützung beim Markteintritt. Das EU-Freihandelsabkommen mit Indien ist Ausdruck einer neuen Ära strategischer Diversifizierung. In Zeiten weiter zunehmender geopolitischer Spannungen und Unwägbarkeiten sowie fragiler Lieferketten mindert die EU konsequent die bestehenden Klumpenrisiken in den beiden größten Volkswirtschaften USA und China. Das Ziel: breiter aufgestellte Absatz‑ und Beschaffungsbasen in einem der größten und am schnellsten wachsenden Zukunftsmärkte der Welt.   Der Abschluss der Verhandlungen zwischen der EU und Indien schafft nicht nur Kostenvorteile durch den Wegfall von Zöllen, sondern vor allem Planbarkeit – von einfacheren Verfahren über klarere Standards bis zu besserem Dienstleistungszugang. Die Folge: In manchen Branchen, darunter Chemie und Pharma, werden sich laut Prognosen die EU-Exportwerte mehr als verdreifachen.   >>>Das Abkommen verstärkt einen Trend, der bereits der jüngsten Ausgabe unserer Studienreihe German-Indian Business Outlook zu entnehmen war: Indien rückt zunehmend ins Zentrum von Standortstrategien deutscher – und europäischer – Unternehmen. Die...

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Defizite im Produktlebenszyklus kosten Umsatz und binden Cash https://klardenker.kpmg.de/defizite-im-produktlebenszyklus-kosten-umsatz-und-binden-cash/ Thu, 05 Mar 2026 13:49:54 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48942 So setzen Sie PLC-Management für Planungssicherheit und mehr strategische Steuerung ein.

Keyfacts: Steigende Produktvielfalt und kürzere Lebenszyklen erhöhen die Komplexität und den Kostendruck im Portfolio. Die systematische Nutzung historischer Absatzdaten mit KI und deren Auswertung hinsichtlich des Produktlebenszyklus reduziert Überbestände bzw. Abschreibungen, verbessert die Planungssicherheit und setzt gebundenes Working Capital frei. Darüber hinaus ermöglicht es, Absatzschwächen frühzeitig zu erkennen und Marketingbudgets gezielt sowie wirkungsvoll zur Glättung von Down-Phasen einzusetzen – für mehr Umsatz und stabile Margen. In der Chemie- und Life-Science-Industrie dauern Entwicklung, Einführung und Vermarktung eines Produkts oft Jahre und binden erhebliche Ressourcen. Wachsende Portfoliokomplexität, volatile Nachfrage und datengetriebene Märkte setzen die klassische Planung dabei stark unter Druck. Wer Phase-in, Marktphase und Phase-out nicht aktiv steuert, riskiert Fehlentscheidungen mit direkten Folgen für Bestände, Margen und Kapitalbindung. In vielen Unternehmen sind die Daten zwar vorhanden, werden aber nicht systematisch über den gesamten Lebenszyklus genutzt. Aus diesem Grund kommen Produkte oft zu früh oder zu spät auf den Markt, Sortimente bleiben zu lange bestehen und Marketingmaßnahmen verpuffen. Steigende Komplexität bei sinkender Fehlertoleranz Gleichzeitig verkürzen sich die Marktphasen, während die Variantenvielfalt steigt. Das erhöht die Komplexität im Portfolio- und Bestandsmanagement und macht Fehleinschätzungen deutlich teurer. Besonders kritisch sind der Markteintritt und die frühe Wachstumsphase, weil hier die Weichen für Volumen, Positionierung und Ressourceneinsatz...

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Warum Infrastruktur zum neuen Wettbewerbsvorteil wird https://klardenker.kpmg.de/warum-infrastruktur-zum-neuen-wettbewerbsvorteil-wird/ Wed, 04 Mar 2026 12:31:37 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48960 Unternehmen werden verwundbarer und machen Infrastruktur deshalb zum Kern ihrer Strategie.

Keyfacts: Infrastruktur ist heute ein integraler Bestandteil von Geschäftsmodellen, weil Ausfälle direkt zu Produktionsstopps, Umsatzverlusten und Vertrauensschäden führen. Unternehmen entwickeln zunehmend eigene Energie-, Daten- und Logistikstrukturen, um Risiken zu kontrollieren und resiliente Wertschöpfung zu sichern. Digitale Infrastruktur wird in den nächsten zehn Jahren zum entscheidenden Faktor – sie skaliert KI, Automatisierung und Lieferketten und ist untrennbar mit einer verlässlichen Energieversorgung verbunden. Infrastruktur war lange eine staatliche Grundaufgabe. Doch in einer Wirtschaft, die immer stärker von Energie, Daten und Logistik abhängt, wird sie für Unternehmen zum strategischen Erfolgsfaktor. Wer eigene Strukturen aufbaut und Risiken transparent macht, gewinnt Resilienz und kreiert neue Marktchancen. Unser Head of Transport & Infrastructure, Dr. Steffen Wagner, erläutert im Interview, worauf es dabei ankommt. Infrastruktur wurde lange als staatliche Aufgabe verstanden. Warum wird sie heute zu einem echten Wettbewerbsfaktor für Unternehmen? Infrastruktur ist längst mehr als Straßen, Netze und Stromleitungen. Sie ist ein integraler Bestandteil moderner Geschäftsmodelle. Unternehmen sind heute extrem vernetzt, energieintensiv, datengetrieben und dadurch entsprechend anfällig. Das sieht man sehr deutlich: Mit jeder Stufe des wirtschaftlichen Wachstums steigen auch die Logistikströme und die Abhängigkeit von funktionierenden Netzen. >>> Deutschlands Infrastruktur im Realitätscheck: Neue Daten zeigen, wie die Wirtschaft die Zukunftsfähigkeit der deutschen Infrastruktur einschätzt –...

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Wie Unternehmen 2026 auf Strompreise und Netzausbau reagieren sollten https://klardenker.kpmg.de/wie-unternehmen-2026-auf-strompreise-und-netzausbau-reagieren-sollen/ Thu, 26 Feb 2026 11:57:46 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48919 Zukunft der Energie in Deutschland: Was jetzt zu priorisieren ist.

Keyfacts: Die Umsetzung der Energiewende läuft nicht im Gleichschritt mit den politischen Ambitionen. Das Sondervermögen schafft selektive Chancen, erfordert aber frühzeitige Vorbereitung. Der Industriestrompreis wirkt nur befristet, langfristig zählt ein optimiertes Energiemanagement. Ein politischer Kraftakt mit vielen offenen Fragen Die Bundesregierung setzt 2026 auf ein gewaltiges Sondervermögen, neue Beschleunigungsgesetze und eine Kraftwerksstrategie, um Versorgungssicherheit und Klimaneutralität bis 2045 zu sichern. Doch der zuletzt veröffentlichte Monitoringbericht zeigt: Die Energiewende läuft nicht im Gleichschritt mit den politischen Ambitionen. Die Prognose der Bundesregierung des erwarteten Stromverbrauchs fällt deutlich geringer aus als in den bisherigen Prognosen. Zentrale Infrastrukturprojekte geraten ins Stocken, weil der regulatorische Rahmen nicht hinreichend klar ist. Für Unternehmen entsteht ein Spannungsfeld zwischen politischen Vorgaben und realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Eine juristische Einordnung der zentralen Rechtsgrundlagen liefern ergänzend die Rechtsexperten Marc Goldberg und Sina Glahn (beide KPMG Law) in ihrem Beitrag „Energie im Koalitionsvertrag 2025: Das plant die künftige Regierung“. Monitoringbericht*: Die Energiewende hängt am Netz * Der Monitoringbericht zur Energiewende ist ein im Auftrag des BMWE veröffentlichter Jahresbericht, welcher den aktuellen Stand der Energiewende analysiert. Der Bericht zeigt deutlich, dass die Energiewende durch langsame Genehmigungen, Verzögerungen beim Netzanschluss und fehlende Synchronisation von Ausbau erneuerbarer Energien, Flexibilitäten und Netzen gebremst wird. Der schnelle Ausbau...

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Wichtige Impulse für Unternehmen von der Münchner Sicherheitskonferenz https://klardenker.kpmg.de/wichtige-impulse-fuer-unternehmen-von-der-muenchner-sicherheitskonferenz/ Thu, 19 Feb 2026 12:19:52 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48851 Die geopolitische Lage wandelt sich. Szenarien helfen, Entscheidungen abzusichern.

Keyfacts: Viele Unternehmen sehen gravierende geopolitische Risiken, aber nur wenige arbeiten mit systematischen Forecasting-Modellen. Die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt: USA, Europa und China verändern ihre globalen Rollen. Unternehmen sollten diese Verschiebungen in Szenarien abbilden. Wer geopolitische Entwicklungen vorausschauend analysiert, schafft die Basis für robuste strategische Entscheidungen. Für eine Studie haben wir Führungskräfte aus rund 350 Unternehmen gefragt, welchen Einfluss geopolitische Entwicklungen und Risiken auf Geschäftsprozesse sowie Strategie haben. Die Ergebnisse zeigen: 58 Prozent der Befragten fühlen sich stark oder sehr stark von geopolitischen Risiken betroffen. Gleichzeitig betreiben nur 25 Prozent systematisches Forecasting. Die Lücke zwischen Wahrnehmung und Reaktion ist also erheblich. Wie elementar sich die Bedeutung von Geopolitik für wirtschaftliche Weichenstellungen in den vergangenen Jahren geändert hat, verdeutlicht ein Zitat vom einem der befragten Entscheidungsträger: „Wenn man vor fünf Jahren das Wort Geopolitik in den Mund genommen hätte, hätten viele gesagt: Worüber reden wir hier? Heute ist das Thema auf jeder Vorstands-Agenda.“ Weitere Zitate und Ergebnisse können Sie in unserer Studie nachlesen: Navigating Geopolitics – Risikomanagement, Forecasting und Best Practices Geopolitik als kritischer Erfolgsfaktor für Wettbewerbsfähigkeit Geopolitik ist kein Randthema mehr, sondern ein strategischer Kernfaktor. Ich habe von der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2026 drei Beobachtungen mitgenommen, die verdeutlichen, wie sich geopolitische Konstanten...

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Erfolgsfaktoren für Restrukturierungen in familiengeführten Firmen https://klardenker.kpmg.de/erfolgsfaktoren-fuer-restrukturierungen-in-familiengefuehrten-firmen/ Tue, 17 Feb 2026 12:35:59 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48782 Was Unternehmerfamilien beachten sollten, um Vertrauen und Zukunftsfähigkeit zu sichern.

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten steigt der Restrukturierungsdruck. Unsere Studie Performance Improvement Perspectives zeigt die Ursachen: verschärfte Finanzierungsbedingungen, Fachkräftemangel, hohe Transformationskosten und die Notwendigkeit, Geschäftsmodelle anzupassen. Diese Unsicherheit betrifft alle Unternehmen, unabhängig von Größe und Eigentümerstruktur. Für Familienunternehmen ist die Lage jedoch besonders sensibel. Ihre Entscheidungen sind geprägt von enger persönlicher Bindung, Verantwortung gegenüber der Eigentümerfamilie und einer langfristigen Perspektive. Eine Restrukturierung erfolgt daher nicht allein mit Fokus auf kurzfristige Kennzahlen, sondern werteorientiert und mit Blick auf Mitarbeitende, Kunden und nachfolgende Generationen. Diese Haltung steht für Stabilität und nachhaltiges Denken. Restrukturierungen in Familienunternehmen erfordern also mehr als den reinen Blick auf Zahlen. Sie brauchen Vertrauen und ein tiefes Verständnis für die individuelle Situation der Unternehmerfamilie. Performance Improvement Perspectives 2025 Was tun Unternehmen, um im aktuellen Marktumfeld nicht nur zu bestehen, sondern unter Druck sogar stärker zu werden? Wir haben 250 Führungskräfte befragt. Studie herunterladen Familienunternehmen zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Verantwortung Die Verantwortung zur Früherkennung von Krisensituationen ist auch gesetzlich verankert: § 1 Abs. 1 des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes (StaRUG) verpflichtet Geschäftsleitende haftungsbeschränkter Unternehmen zur fortlaufenden Krisenfrüherkennung und aktivem Krisenmanagement. Sie müssen Risiken früh erkennen, Gegenmaßnahmen einleiten und die Überwachungsorgane informieren. In Familienunternehmen verstärkt diese Pflicht eine ohnehin gelebte Verantwortung – persönliche Haftung...

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Steuerprozesse effizient digitalisieren: Wie Art-Invest das umsetzt https://klardenker.kpmg.de/wie-art-invest-komplexe-steuerprozesse-mit-uns-effizient-organisiert/ Mon, 16 Feb 2026 11:30:01 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48757 So haben wir gemeinsam eine Prozesskette für Umsatzsteuer-Deklarationen geschaffen.

Keyfacts: Art-Invest und KPMG haben ein skalierbares Modell zur umsatzsteuerlichen Betreuung über 80 Gesellschaften hinweg etabliert. Der digital gestützte Prozess basiert auf direktem Datenzugriff, klarer Aufgabenverteilung und strukturierter Freigabe. Die enge, eingespielte Zusammenarbeit reduziert Abstimmungsaufwand – und sorgt für effiziente Kommunikation mit Dienstleistern und Finanzbehörden. Die Art-Invest Real Estate Funds GmbH betreut ein breit aufgestelltes Immobilienportfolio – strukturiert über mehr als 80 Einzelgesellschaften. Um die umsatzsteuerlichen Pflichten dieser Gesellschaften fristgerecht und in gleichbleibender Qualität zu erfüllen, wurde Anfang 2023 in Zusammenarbeit mit KPMG ein neues Modell aufgesetzt: ein zentral organisierter, digital gestützter Ansatz zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldungen, -jahresklärungen. Gemeinsam wurde ein Prozess entwickelt, der auf direktem Datenzugriff über Extraktoren, digitalem Austausch über das cloudbasierte Steuerportal KPMG Digital Gateway und klaren Abstimmungswegen basiert. Ziel: eine hohe Qualität, Skalierbarkeit und eine verlässliche Kommunikation – auch im Zusammenspiel mit Finanzbehörden und Buchhaltungsdienstleistern. Im Gespräch berichten Christina Closheim, Team Lead Fund Accounting, VAT & Business Support bei Art-Invest, und Thorsten Glaubitz, Partner im Bereich Indirect Tax bei KPMG, wie die Zusammenarbeit aufgebaut ist, welche Herausforderungen sie adressiert – und warum gerade in den komplexen Strukturen von Immobilienunternehmen Effizienz und Verlässlichkeit entscheidend sind. Frau Closheim, wie sah die Ausgangssituation bei Ihnen aus? Was hat dazu...

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KI in der Praxis: Wo Wirkung entsteht – und wo nicht https://klardenker.kpmg.de/ki-in-der-praxis-wo-wirkung-entsteht-und-wo-nicht/ Fri, 13 Feb 2026 12:53:21 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48811 Vier Leitlinien für eine wirksame KI-Integration im Unternehmen.

KI entscheidet heute nicht mehr nur über einzelne Aufgaben, sondern über Effizienz, Qualität und Geschwindigkeit in Kernprozessen. Die zentrale Herausforderung für Unternehmen liegt dabei nicht im Einsatz selbst, sondern darin, sie so zu verankern, dass messbarer Mehrwert entsteht. KI in Unternehmen: Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen aus unserer Sendung In der Sendung KPMG RealTalk „KI im Reality Check: Wie Unternehmen vom Hype zur Haltung kommen“ diskutieren Expertinnen und Experten aus Startup-Ökosystem, Mittelstand, Großunternehmen und Forensik, konkrete Einsatzfelder, Skalierungsansätze und regulatorische Anforderungen – von KI-Agenten in operativen Prozessen über Anwendungen im Steuerumfeld bis hin zu neuen Risikofeldern wie Deepfakes. Die wichtigsten Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen haben wir hier für Sie zusammengefasst. KI: Wo Unternehmen wirklich stehen 91 Prozent der Unternehmen haben KI fest auf der strategischen Agenda, 68 Prozent der CEOs priorisieren Investitionen in KI. Trotzdem zeigt sich: Die Schere zwischen ersten Piloten und strukturierten Implementierungen wird größer. Unternehmen, die KI systematisch integrieren, setzen sich bereits deutlich ab. KI-Implementierung: Diese Herausforderungen prägen den aktuellen Reifegrad Herausforderungen beim Reifegrad betreffen vor allem das Erwartungsmanagement, die Vermeidung fragmentierter Insellösungen und die organisatorische Verankerung: Technologie allein verändert keine Arbeitsweise – es gilt Strukturen, Rollen und Kompetenzen anzupassen. Vier strategische Empfehlungen für Ihre KI- Integration Fokus auf Use Cases,...

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Wachstumstreiber Indien: So können deutsche Unternehmen profitieren https://klardenker.kpmg.de/wachstumstreiber-indien-so-koennen-deutsche-unternehmen-profitieren/ Wed, 11 Feb 2026 12:07:51 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48713 Warum deutsche Unternehmen Produktion, Beschaffung und Markt in Indien neu ausrichten.

Keyfacts: Indien als Resilienz-Baustein: Viele Unternehmen erweitern Kapazitäten – nicht als China-Ersatz, sondern zur Risikostreuung. Mehr als IT und Services: Das Land entwickelt sich zunehmend zu einem Industrie-, Beschaffungs- und Absatzstandort. Erfolg braucht Governance: Föderale Komplexität, Bürokratie und Compliance-Risiken erfordern klare Steuerung, lokales Know-how und robustes Projektmanagement. Indien rückt immer stärker sichtbar ins Zentrum der europäischen Wirtschafts- und Geopolitik. Bundeskanzler Friedrich Merz wählte Indien bewusst als Ziel seiner ersten Asienreise und unterstrich damit den politischen Willen zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen. Parallel haben die Europäische Union und Indien nach langen Verhandlungen ein Handelsabkommen geschlossen, das Handelshemmnisse senken und die Partnerschaft auf ein neues Niveau heben soll. Hochrangige EU-Vertreter waren zudem am indischen Tag der Republik in Neu-Delhi präsent. Diese Entwicklungen zeigen: Indien gewinnt als Handelspartner, Produktionsstandort und Innovationshub schneller an Bedeutung, als viele Strategien bislang abbilden. Wir beleuchten, warum die deutsche Industrie Indien zunehmend in den Fokus nimmt. Warum gewinnt Indien gerade jetzt strategisch an Bedeutung – und welche Rolle spielt das Land in der Neuordnung globaler Wertschöpfungsketten? Indien gewinnt an strategischer Bedeutung, da Unternehmen ihre globale Aufstellung neu ausrichten. An die Stelle einer primären Effizienz- und Skalierungslogik, treten zunehmend Aspekte wie Resilienz, Risikostreuung und Standortabsicherung. Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten beschleunigen...

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Das sind die größten Chancen des EU-Mercosur-Abkommens https://klardenker.kpmg.de/das-sind-die-groessten-chancen-des-eu-mercosur-abkommens/ Mon, 09 Feb 2026 09:55:35 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48690 Zollbefreiungen und strategische Partnerschaft: Analyse des Mega-Deals.

Den Handel mit globalen Wachstumsmärkten fördern und gleichzeitig geostrategisch diversifizieren – das ist aktuell ein vorrangiges wirtschaftspolitisches Ziel der Europäischen Union. Mit dem im Januar 2026 unterzeichneten Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Mitgliedern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay ist das nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen jetzt gelungen. Sollte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in den kommenden Jahren nicht doch noch widersprechen, entsteht gemeinsam mit dem südamerikanischen Staatenbund einer der größten weitgehend zollfreien Handelsräume weltweit. Dass Unsicherheit bleibt, liegt am umstrittenen Beschluss einer sehr knappen Mehrheit des EU-Parlaments, das Abkommen dem EuGH zur Überprüfung vorzulegen. Die EU-Kommission will das Abkommen dennoch vorläufig anwenden, sodass der Vertrag in Kraft tritt, sobald ihn der erste Mercosur-Staat ratifiziert hat. Dies wird für März 2026 erwartet. Die weitreichende ökonomische Kooperation von EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern ist ein Meilenstein für den globalen Freihandel – und gerade die exportstarke deutsche Wirtschaft könnte davon besonders profitieren. Die wichtigsten Details im Überblick. Mercosur: Ein attraktiver Markt mit großem Potenzial Das EU-Mercosur-Abkommen öffnet einen Markt von rund 272 Millionen Menschen und damit einen der größten Verbraucherräume außerhalb Europas. Anders als häufig wahrgenommen, ist Mercosur kein Niedrigeinkommensraum, sondern liegt mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von mehr als 14.000 US-Dollar pro Kopf sogar leicht...

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Kreislaufwirtschaft als Werttreiber für Robotikhersteller https://klardenker.kpmg.de/kreislaufwirtschaft-als-werttreiber-fuer-robotikhersteller/ Mon, 02 Feb 2026 09:23:32 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48569 Wie der Re-Use von Komponenten Kosten senkt, Resilienz stärkt und Wachstum ermöglicht.

Keyfacts: Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich vom Nachhaltigkeitstrend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor in der Fertigungsindustrie. Resilienz wird zum Muss – Anbieter für Robotiklösungen stehen unter Handlungsdruck durch zunehmende Regulierung und starre Abhängigkeiten in ihren Lieferketten. Unternehmen, die Wiederverwendung und Ressourceneffizienz strategisch im Geschäftsmodell verankern, sind resilienter, sichern sich Kostenvorteile und erschließen sich neue Wachstumspotenziale. Vom Kostenfaktor zum Werttreiber: Kreislaufwirtschaft als strategischer Hebel Die industrielle Fertigung steht unter massivem Druck: Volatile Rohstoffpreise, regulatorische Vorgaben und hohe Lieferkettenabhängigkeiten fordern Unternehmen heraus, neue Wege zu gehen., Ein führender Hersteller von Robotiklösungen prüft die Wiederverwendung von Komponenten als strategischen Hebel, um Margen zu stabilisieren, Risiken zu minimieren und nachhaltiges Wachstum zu sichern. Nachhaltigkeit als Chance und Wachstumsmotor nutzen Sichern Sie sich exklusiven Zugang zu unserer  Studie „Sustainability Value Creation“.  Laden Sie sich jetzt die Ergebnisse und Einordnungen herunter, profitieren Sie von aktuellen Erkenntnissen und Best Practices rund um nachhaltige Wertschöpfung. Studie herunterladen Ausgangslage: Externe Zwänge und interne Realitäten Im aktuellen Marktumfeld werden industrielle Unternehmen mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert: schwankende Nachfrage, steigende Kosten bei stärkerem Wettbewerbsdruck und zunehmende regulatorische Anforderungen erhöhen den Handlungsbedarf. Neue Vorgaben wie die EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR) und das CO₂-Grenzausgleichsystem (CBAM) verschärfen die Transparenz-Anforderungen und operativ die Anforderungen an Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit. Gleichzeitig führen...

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Diese vier regulatorischen Fragen sollten Unternehmen 2026 beantworten können https://klardenker.kpmg.de/diese-vier-regulatorischen-fragen-sollten-unternehmen-2026-beantworten-koennen/ Fri, 30 Jan 2026 08:48:30 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48654 Unsere Experten geben Orientierung zu KI-Governance, ESG und geopolitischen Risiken.

Keyfacts: EU AI Act, Nachhaltigkeitsregulierung und geopolitische Spannungen wirken direkt auf Entscheidungen, Bewertungen und Geschäftsannahmen. Transparenz über Anwendungen, Datenquellen und Lieferketten sowie integrierte Risiko- und Kontrollmechanismen machen Regulierung von einer Compliance-Pflicht zu einem operativen Steuerungsinstrument und sichern Resilienz sowie Handlungsspielräume. Unsere Experten zeigen, wie die Anforderungen in Governance, Steuerung und Entscheidungsprozesse übersetzt werden können. 1. Ist unsere KI regelkonform – bevor der EU AI Act es von uns verlangt? Für viele Unternehmen ist künstliche Intelligenz (KI) längst Teil des operativen Geschäfts. Sie unterstützt Forecasts, automatisiert Entscheidungen, priorisiert Risiken oder analysiert große Datenmengen. Durch den EU AI Act entsteht eine neue Management- und Steuerungsaufgabe, bei der Vorstände und Geschäftsleitungen klären müssen: Ist unsere KI nicht nur leistungsfähig, sondern organisatorisch beherrscht und dauerhaft verantwortbar? Der EU AI Act folgt einem risikobasierten Ansatz und verlagert den Fokus von der Technologie selbst auf deren konkrete Einsatzwirkung und Steuerbarkeit im Unternehmen. Das bedeutet, dass KI-Systeme je nach potenzieller Auswirkung auf Grundrechte, Sicherheit und wirtschaftliche Entscheidungen unterschiedlich reguliert werden. Entscheiderinnen und Entscheider müssen jederzeit transparent beantworten können, wo und wofür KI eingesetzt wird und welche Risiken damit verbunden sind. Die Praxis zeigt, warum das wichtig ist. KI-Systeme können effizient arbeiten, bleiben aber ohne geeignete Kontrollmechanismen aus...

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Wie Technologie den Ozean für Unternehmen berechenbar macht https://klardenker.kpmg.de/wie-technologie-den-ozean-fuer-unternehmen-berechenbar-macht/ Thu, 29 Jan 2026 17:45:23 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48632 Digitale Ansätze verändern die wirtschaftliche Nutzung mariner Räume.

Keyfacts: Der maritime Wirtschaftsraum wächst – insbesondere in technologieintensiven Segmenten. Sensorik, KI und Simulation machen marine Systeme erstmals kontinuierlich analysierbar. Unternehmen gewinnen belastbarere Grundlagen für Planung, Investitionen und Risikomanagement. Der maritime Raum gewinnt stark an wirtschaftlicher Bedeutung. Der geplante Ausbau der Nordsee zu einem der größten Offshore-Energiehubs Europas steht exemplarisch für diese Entwicklung: Der Ozean wird zunehmend als aktiv gestaltbarer Wirtschaftsraum verstanden. Der aktuelle EU Blue Economy Report zeigt, dass sich die europäische Blue Economy nicht nur von den pandemiebedingten Einbrüchen erholt hat, sondern strukturell wächst – insbesondere in technologieintensiven Segmenten. Bruttowertschöpfung in der Blue Economy Quelle: EU Blue Economy Report, 2025 Mit dieser Entwicklung steigen die Anforderungen an Planbarkeit, Transparenz und Akzeptanz. Marine Systeme sind hochdynamisch: Strömungen, Wetter, ökologische Wechselwirkungen und technische Belastungen wirken unmittelbar auf Wirtschaftlichkeit, Risiken und Umweltwirkungen. Ohne belastbare Daten lassen sich Investitionen, Betrieb und regulatorische Anforderungen kaum zuverlässig steuern. Gleichzeitig verweist die OECD darauf, dass digitale Technologien in der Ozeanwirtschaft bislang weniger systematisch eingesetzt werden als in anderen kapitalintensiven Branchen. Genau hier setzen moderne Technologien an: Neue Ansätze in Sensorik, Datenverarbeitung und Simulation machen marine Prozesse kontinuierlich mess- und modellierbar – auch in bislang schwer zugänglichen Regionen. Damit entsteht eine neue Grundlage für wirtschaftliche Steuerung im...

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Prozessautomatisierung: Wir begleiten die Bundesagentur für Arbeit https://klardenker.kpmg.de/prozessautomatisierung-wir-begleiten-die-bundesagentur-fuer-arbeit/ Wed, 28 Jan 2026 18:31:47 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48617 Wie ein zentraler Verwaltungsprozess technisch und organisatorisch neu aufgesetzt wurde.

Keyfacts: Die Bundesagentur für Arbeit automatisierte die Online-Arbeitssuchmeldung trotz Technologiewechsels im laufenden Projekt. Projektsteuerung und gezieltes Change-Management sicherten Umsetzung und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. Die Automatisierung reduzierte manuelle Bearbeitungszeiten deutlich und entlastete die Fachbereiche spürbar. Ein Technologiewechsel mitten im Projekt, Unsicherheiten bei Mitarbeitenden und ein enger Zeitplan: Im Interview berichten Sebastian Jacobi, Projektmanager, Bundesagentur für Arbeit, und unsere Expertin für Public Sector Consulting, Dr. Doris Böhme, wie die Automatisierung der Online-Arbeitssuchmeldungen bei der Bundesagentur für Arbeit in einem gemeinsamen Projekt dennoch umgesetzt wurde – und welche Rolle Projektsteuerung und Change-Management dabei gespielt haben. Wie kam die Zusammenarbeit zustande und was war die Ausgangssituation? Sebastian Jacobi: Bis zum Projektabschluss wurden bei uns die Online-Arbeitssuchmeldungen zwar elektronisch erfasst, aber anschließend manuell weiterverarbeitet – jeder Fall dauerte rund acht Minuten. Das war zeitaufwendig und fehleranfällig. Wir wollten diesen Prozess automatisieren, um die Kolleg:innen zu entlasten und ihnen mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Kund:innen zu geben. Für das Projekt brauchten wir Unterstützung in Projektleitung, Qualitätsmanagement und Change-Management. Ziel war es, zusätzliches Know-how einzubringen und die Umsetzung stabil abzusichern. Als das Projekt ausgeschrieben wurde, haben wir KPMG als externen Dienstleister ausgewählt. Entscheidend waren die angebotenen Skills und das Fachwissen. Welche Ziele standen im...

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Digitale Souveränität als Business Case https://klardenker.kpmg.de/digitale-souveraenitaet-als-business-case/ Tue, 27 Jan 2026 14:06:09 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48586 Strategien für mehr Unabhängigkeit, Innovationskraft und Resilienz.

Keyfacts: Digitale Souveränität entscheidet über strategische Handlungsfähigkeit in datengetriebenen Geschäftsmodellen. Digitale Souveränität ist eine Führungs- und Architekturentscheidung. Kontrolle über Daten, Identitäten und Schlüssel ist ein zentraler Baustein moderner Cyber-Resilienz. Die Debatte um digitale Souveränität in Deutschland wird oft emotional und defensiv geführt – es geht um einen Ruf nach Abschottung oder protektionistische Reflexe. Diese Sichtweise greift unserer Meinung zu kurz und ist strategisch gefährlich. Digitale Souveränität ist kein Isolationismus, sondern ein ökonomisch und sicherheitspolitischer Business Case.  In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz (KI), Big Data und Cloud Computing die Grundlage in etlichen Branchen bilden, stellt sich für Unternehmen nicht mehr die Frage, ob Souveränität relevant ist, sondern wie sie operativ umgesetzt wird.   Digitale Souveränität im Unternehmen: Drei zentrale Handlungsfelder Der KPMG Cloud-Monitor  belegt, dass die deutsche Wirtschaft diesen Bedarf erkannt hat: Für 58 Prozent der Unternehmen ist eine souveräne Cloud inzwischen unverzichtbar, ein Anstieg von neun Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.   Entscheidend ist nun, digitale Souveränität aus der politischen und regulatorischen Debatte herauszulösen und als strategische Management- und Architekturfrage zu begreifen. Im Folgenden skizzieren wir drei zentrale Handlungsfelder, mit denen Unternehmen Souveränität systematisch in einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil überführen können.   1. Souveränität als Hebel zur kommerziellen Diversifikation  Lange galt die Cloud als reiner Kostensenker. Doch dieser Effekt flacht ab. Unser Report zeigt, dass zwar noch 61 Prozent der Unternehmen Kosteneinsparungen realisieren, dieser Wert jedoch sinkt. Hier greift eine Logik, die der renommierte Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz bereits 2023 treffend als The Cost of Cloud: A...

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Die fünf prägenden Tech- und KI-Themen von Davos 2026 https://klardenker.kpmg.de/fuenf-impulse-aus-davos-die-unternehmensstrategien-neu-ausrichten/ Fri, 23 Jan 2026 07:16:23 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48534 Welche Weichen Unternehmen jetzt stellen sollten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das diesjährige Word Economic Forum (WEF) in Davos markierte den Übergang von der Frage, was künstliche Intelligenz werden könnte, hin zur Auseinandersetzung damit, wie die Technologie Machtverhältnisse, Arbeit, Governance und Wettbewerbsfähigkeit konkret verändert. In CEO-Dialogen, politischen Diskussionen und Executive Briefings dominierten fünf technologiegetriebene Themen die Agenda. 1. Geopolitik und die Fragmentierung der globalen Technologielandschaft Moderne Technologien und insbesondere künstliche Intelligenz sind zu einem geopolitischen Machtfaktor geworden. In Davos wurde deutlich, wie KI, Cloud-Infrastruktur, Halbleiter und Daten die globale Machtarchitektur neu formen. Die Dominanz US-amerikanischer Hyperscaler und KI-Plattformen wird insbesondere aus europäischer Perspektive als technologische Abhängigkeit und konkreter Wettbewerbsnachteil wahrgenommen. Digitale und KI-Souveränität rücken damit ins Zentrum strategischer Entscheidungen: Eine vollständige Unabhängigkeit von globalen Technologieanbietern ist unrealistisch, doch eine unkontrollierte Abhängigkeit von externen Plattformen, KI-Modellen und Infrastrukturen stellt ein erhebliches strategisches Risiko dar. Zudem fragmentiert sich die globale Technologielandschaft. Gemeinsame Standards und interoperable Frameworks werden immer stärker von nationalen Interessen, regulatorischen Vorgaben und Sicherheitsüberlegungen geprägt. Für C-Level-Entscheider ist Technologiestrategie damit untrennbar mit geopolitischem Risikomanagement und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit verbunden. Genau an diesem Punkt setzt die Studie AI Geopolitics 2030 von KPMG an: Sie entwickelt auf Basis eines strategischen AI Capability Index Szenarien und konkrete Handlungsoptionen für Europas KI-Souveränität.   Auf dem Weltwirtschaftsforum...

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AI-Souveränität beginnt mit Tempo und schützt vor Abhängigkeiten https://klardenker.kpmg.de/ai-souveraenitaet-beginnt-mit-tempo-und-schuetzt-vor-abhaengigkeiten/ Thu, 22 Jan 2026 08:42:48 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48435 Drei Hebel für Handlungsfreiheit: Infrastruktur, Skalierung und Talente.

Keyfacts: AI-Souveränität bewahrt die Kontrolle über kritische Technologien und reduziert Abhängigkeiten. Geschwindigkeit in Kombination mit Skalierung schafft Handlungsspielräume für Innovation und Wachstum. Europa kann eine Option etablieren, die Leistungsfähigkeit mit Verantwortung verbindet. Beim World Economic Forum in Davos wird deutlich: Künstliche Intelligenz steht im Zeichen der Umsetzung – und genau darin liegt der Kern der AI-Souveränität. Die zentrale Frage für Führungskräfte lautet nicht mehr, ob künstliche Intelligenz eingesetzt wird, sondern ie sie zuverlässig und dauerhaft in den operativen Kern des Unternehmens integriert werden kann, ohne neue Abhängigkeiten von Plattformen, Infrastrukturen oder externen Governance-Modellen zu schaffen. Wertschöpfung, Produktivität und messbare Rentabilität rücken in den Vordergrund, ebenso wie die Fähigkeit, KI-Systeme zuverlässig, verantwortungsvoll und in eigener Steuerung zu betreiben. Voraussetzung dafür ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten im Ökosystem. Nur im Zusammenspiel von Wirtschaft, Forschung und Politik lassen sich die technologischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen schaffen, um AI-Souveränität zu erreichen und den gesamtgesellschaftlichen Nutzen von KI zu maximieren. AI-Souveränität wird zur operativen Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere für Europa im globalen KI-Wettlauf. >>> Erfahren Sie in unserer Studie, wie KI die globale Machtverteilung verändert – und welche strategischen Optionen Europa hat.  Handlungsfähig bleiben, ohne die eigenen Werte aufzugeben In Davos wird deutlich, wie...

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Ein Jahr Trump: Die wichtigsten Erkenntnisse für deutsche Unternehmen https://klardenker.kpmg.de/ein-jahr-trump-folgen-fuer-deutsche-unternehmen/ Tue, 20 Jan 2026 12:18:10 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48437 Wie gravierend sind die Auswirkungen der US-Wirtschaftspolitik – und was kommt noch?

Keyfacts: Donalds Trumps Zollpolitik verursacht erhebliche Belastungen, auf die Unternehmen mit einem Mix aus Kostenübernahme, Preisanpassungen und Strukturanpassungen reagieren. Die EU-Kommission versucht als Ergänzung für den US-Markt neue Freihandelsabkommen mit andere Regionen und Ländern abzuschließen, etwa das EU-Mercosur-Abkommen – das jedoch vom EU-Parlament zur finalen Überprüfung an den Europäischen Gerichthof übermittelt wurde – oder das jüngst beschlossene Abkommen mit Indien. Die Midterms, Zwischenwahlen am 3. November, könnten Trumps Handlungsspielräume deutlich einschränken – mit weitreichenden Folgen für die „America first“-Agenda. Am 20. Januar 2025 übernahm Donald Trump zum zweiten Mal die US-Präsidentschaft. Er kündigte ökonomische Umwälzungen an – und er hielt Wort. Von flächendeckend eingesetzten Zöllen bis zu branchenspezifischen Markteingriffen: Für große Handelspartner wie Deutschland ist die breitgefächerte Neujustierung der US-Wirtschaftspolitik ein tiefer Einschnitt. Neben unmittelbaren Auswirkungen sind auch globale Dominoeffekte spürbar. Das macht ein Zwischenfazit erforderlich: Was wurde umgesetzt, was sind die Folgen – und wie reagieren deutsche Unternehmen? Ein Überblick. So haben Unternehmen auf die Zölle reagiert „Zölle – das ist mein Lieblingswort“, hatte Donald Trump bereits im Wahlkampf gesagt. Flächendeckend hat seine Administration nach dem Wahlsieg Importzölle erhoben. Die Einfuhrabgaben belasten die in die USA importierenden Unternehmen, auch wenn das noch nicht alle Statistiken ausweisen: Vor dem Inkrafttreten...

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5 Maßnahmen gegen Cyberrisiken in der Supply Chain https://klardenker.kpmg.de/5-massnahmen-gegen-cyberrisiken-in-der-supply-chain/ Tue, 20 Jan 2026 10:37:21 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48453 Vom Sicherheitsgefühl zur Resilienz: So schützen Sie Ihre Lieferkette.

Keyfacts: Fast drei Viertel der Unternehmen weltweit waren in den letzten Jahren von Störungen durch Ihre Dienstleister betroffen. Gezielte Maßnahmen im Third Party Risk Management können dieses Risiko deutlich reduzieren. Ihr erstes Ziel: Verschaffen Sie sich Transparenz über Ihre Supply Chain. Sowohl mit Blick auf die eigenen Prozesse als auch die Dienstleisterbeziehungen. Vom trügerischen Sicherheitsgefühl zur Resilienz Viele Unternehmen investieren durch Firewalls, Endpoint Protection oder Zero Trust mit hohem Aufwand in ihre eigene IT-Sicherheit. Doch Risiken entstehen nicht nur in der eigenen Infrastruktur, sondern auch über Lieferanten und Dienstleister. Das heißt selbst wenn Ihr eigenes Netzwerk sicher scheint, kann Ihnen ein kompromittierter Dienstleister jederzeit schaden. Oft entsteht der Eindruck, dass zur Absicherung der Lieferkette sofort ein vollständiges Third Party Risk Management (TPRM) implementiert werden sollte. Und langfristig ist die Investition in ein TPRM auch sicher der beste Weg, wie etablierte Best Practices für TPRM zeigen (Third Party Risk Management (TPRM) – KPMG in Deutschland). Aber Sie können schon heute anfangen, mit gezielten Maßnahmen die größten Risiken mit weit weniger Aufwand einzudämmen. Hier sind fünf Schritte, mit denen Sie Ihre Supply Chain deutlich widerstandsfähiger machen können:   1. Mit einem Scoring-System Klarheit über Risiken schaffen Verschaffen Sie sich im ersten Schritt...

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