FinTechs setzen Banken mit neuen Geschäftsmodellen unter Druck

FinTechs setzen Banken unter Druck

Düstere Prognose: Die Hälfte der Banken wird verschwinden

Keyfacts über Banken

  • Die Schnelligkeit der FinTechs hat viele Banken in Unruhe versetzt
  • Die Geldhäuser sind alarmiert und suchen nach digitalen Lösungen
  • Commerzbank hat Inkubator für Finanztechnologie-Startups gegründet
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09. Februar 2015

Neue Player im Zahlungsverkehr rücken den Banken zahlreich auf die Pelle. Immer mehr Akteure schnappen sich Marktanteile im einstigen Hoheitsgebiet der Kreditinstitute. Die sogenannten Bank Challenger verändern die Branche grundlegend. Wie wir in Zukunft bezahlen, Kredite aufnehmen oder unser Vermögen verwalten, zeigen innovative FinTech-Startups schon heute.

Die Entwicklung vollzieht sich seit einigen Jahren. Die Schnelligkeit der neuen Anbieter hat viele Banken überrannt und in Unruhe versetzt. Angefangen hat alles mit dem Bezahldienst Paypal. Nach und nach sind neue Player dazugekommen: Apple Pay, Payment-Startups wie Traxpay im B2B-Bereich, der Kredit-Scorer Kreditech oder Number26, ein Anbieter mit einem neuartigen „App-Girokonto“ im Portfolio, bis hin zu den Kreditmarktplätzen Auxmoney oder Zencap – sie alle haben den etablierten Banken gezeigt, wie modernes Banking aussehen kann.

Vieles steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Doch eines ist klar: Das Geschäftsmodell der alten Bankenwelt wird auf den Kopf gestellt. „Die Banken müssen sich auf die konkreten Lebenssituationen der Kunden und die sich dabei ergebenden ‚Finanzaktionen‘ fokussieren. Daraus müssen sie unter Nutzung der technischen Möglichkeiten maßgeschneiderte Produkte mit perfekter Customer Experience entwickeln“, sagt Sven Korschinowski, Partner von KPMG.

Die FinTechs-Startups sind klein, wendig und setzen auf neue Technologien im Zahlungsverkehr. So machen sie den Banken Geschäft streitig und lassen deren Gewinnmargen schrumpfen. Die Geldhäuser sind alarmiert und suchen ihrerseits nach digitalen Lösungen. So hat der Kreditkartenanbieter Visa angekündigt, das Bezahlen per Smartphone für die Kunden attraktiver zu machen. Dabei soll eine neuartige Token-Technik dafür sorgen, die Kartendaten so zu verschlüsseln, dass allein die Bank ihren Kunden identifizieren kann.

54,3 Mio.

Online-Girokonten existierten allein in Deutschland im Jahr 2013. Umfragen zeigen, dass die Tendenz zur Bereitschaft Online-Banking zu nutzen, steigend ist.

Um den Anschluss an die Digitalisierung im Bankensektor nicht zu verlieren, gehen die Institute mittlerweile auch ganz neue Wege. Beispielsweise hat die Commerzbank vor knapp einem Jahr einen Inkubator für Finanztechnologie-Startups gegründet. Erste Investments: Traxpay und Gini.

Angesichts der Entwicklungen darf man gespannt sein, mit welchen neuen Ideen und Lösungen die Großbanken auf den Angriff der FinTechs reagieren und welche Rolle sie künftig im Wettlauf um den Zahlungsverkehr der Zukunft spielen werden? BBVA-CEO Francisco Gonzalez stellt eine düstere Prognose auf: Die Hälfte der Banken würden weltweit verschwinden. Höchste Zeit zu handeln!

Zusammengefasst

»BBVA-CEO Francisco Gonzalez stellt eine düstere Prognose auf: Die Hälfte der Banken würden weltweit verschwinden. Höchste Zeit zu handeln!«

Vieles steckt noch in den Kinderschuhen. Doch eines ist klar: Das Geschäftsmodell der alten Bankenwelt wird auf den Kopf gestellt. Die FinTechs-Startups sind klein, wendig und setzen auf neue Technologien im Zahlungsverkehr. So machen sie den Banken Geschäft streitig und lassen deren Gewinnmargen schrumpfen. Die Geldhäuser sind alarmiert und suchen ihrerseits nach digitalen Lösungen. BBVA-CEO Francisco Gonzalez stellt eine düstere Prognose auf: Die Hälfte der Banken werden weltweit verschwinden.

Sven Korschinowski Partner, Financial Service
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Wie können die Banken den Angriff der FinTechs abwehren?

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