Innovationskraft braucht Weiterbildung

Familienbetriebe wollen innovativer werden. Den Schlüssel dazu haben sie in der Hand.

Keyfacts

  • Innovationssteigerung ist eine Top-Priorität vieler Familienunternehmen.
  • Digitale Innovation erfordert Fachkräfte, die die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformationen verstehen.
  • Deshalb ist es wichtig und richtig, dass Familienunternehmen einen klaren Fokus auf Aus- und Weiterbildung legen.
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Dr. Vera-Carina Elter
  • CHRO, Mitglied des Vorstands
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Familienunternehmen gelten oftmals als traditionsgebunden und risikoavers. Als Organisationen, die sich nur langsam verändern. Doch dieser Blick auf Familienunternehmen ist meines Erachtens falsch. Die meisten familiengeführten Unternehmen sind dynamisch, zukunftsorientiert und offen für neue Ideen.

Innovativ sein und Erfolg haben

Das belegen die Ergebnisse des neuen European Family Business Barometer von KPMG, für den 1.613 Familienunternehmer aus 26 europäischen Ländern Auskunft gaben, darunter 305 aus Deutschland. Innovation sowie Fort- und Weiterbildung wurden in unserer Umfrage als die wichtigsten Themen für die nähere Zukunft benannt. 72 Prozent der europäischen Familienunternehmer und 64 Prozent der deutschen sehen die Innovationssteigerung als ihr oberstes Ziel für die kommenden zwei Jahre.

Was dabei auffällt: Der Anteil derer, die Innovation als Top-Priorität betrachten, ist unter jüngeren Familienunternehmern besonders hoch (48 Prozent). Das deutet auf das klare Bewusstsein und Verständnis für die wichtige Rolle hin, die Innovation – insbesondere digitale Innovation – für das erfolgreiche Ergreifen neuer Wachstumschancen spielt.

Weiterbildung ist eine Top-Priorität

Die Wirtschaft weltweit steht neuen und künftigen Herausforderungen gegenüber, welche schnelle Reaktionen und zügiges Handeln erfordern. Unternehmen, die innovativ sein und bleiben wollen, brauchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Wissen und Fähigkeiten stets auf dem neuesten Stand sind.

Insbesondere benötigen Unternehmen für zukünftigen Erfolg die Fertigkeiten, mit denen sie im globalen Wettbewerb und in einer Welt der allgegenwärtigen Technologie produktiv und anpassungsfähig sind. Dies haben auch Familienunternehmer erkannt. 64 Prozent aller Teilnehmer am jüngsten European Family Business Barometer (63 Prozent in Deutschland) gaben als Top-Priorität die Aus- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten an.

Die so bekundete Relevanz der Fortbildung für erfolgreiche Innovation belegt: Familienunternehmen wollen auf die Herausforderungen der Zukunft gut vorbereitet sein.

Klug in die Mitarbeiter investieren

Familienunternehmen haben über viele Jahrzehnte gezeigt, dass sie alle Voraussetzungen mitbringen, um dauerhaft erfolgreich zu sein und zu wachsen. Sie haben immer wieder ihre Fähigkeit bewiesen, sich an eine sich verändernde Welt anzupassen und sich zu wandeln. Das ist heute nicht anders, wie der klare Fokus auf Innovationskraft im Family Business Barometer beweist.

Um die Innovationspotenziale zu heben, sind Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sinnvoll. Zugleich steht die nächste Generation der Familienunternehmer bereit, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind und die Kenntnisse mitbringen, um neues Denken anzufachen, kreative Sprünge zu machen und neue Chancen in der digitalisierten Welt aufzutun.

Dr. Vera-Carina Elter
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