Künstliche Intelligenz verändert die Wertschöpfung im Einkauf

Keyfacts

  • Künstliche Intelligenz hat die Möglichkeit, die Wertschöpfung langfristig zu verändern.
  • Nach dem Front Office steht jetzt das Middle Office im Fokus.
  • Einsatzmöglichkeiten im Einkauf gibt es schon heute – Tendenz steigend.
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Marcus Schüller
  • Partner, Advisory, Head of Operations Consulting
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Künstliche Intelligenz (KI) – Geht es um Digitalisierung und Automatisierung gibt es nur wenige Schlagwörter, die so kontrovers diskutiert werden. Sundar Pichai, CEO beim Suchmaschinen-Giganten Google, hält die KI „für eines der wichtigsten Dinge, an denen die Menschheit arbeitet. Tiefgründiger als Feuer oder Elektrizität.“ Andere sind pessimistisch und sehen nicht weniger als die Existenz der Menschheit bedroht. Der jüngst verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking sagte zum Beispiel: „Die künstliche Intelligenz wird den Menschen insgesamt ersetzen“.

Künstliche Intelligenz macht vielen Menschen Angst

Bevor wir uns der weiteren Diskussion um künstliche Intelligenz und ihren praktischem Nutzen widmen wollen, werfen wir zunächst einen unaufgeregten Blick in die Geschichte. KI hat ihren Ursprung in der Mitte der 1950er-Jahre und ist zunächst als ein Computersystem entwickelt worden, das Arbeit erledigt, die sonst vom Menschen gemacht wurde. Inzwischen ist längst eine neue Ebene erreicht worden. Nun geht es um das sogenannte „Machine Learning“, also Algorithmen, die in der Lage sind, sich unabhängig vom Zutun der Menschen weiterzuentwickeln und schlauer zu werden. KI kann Bilder, gesprochene Wörter erkennen, analysieren und verarbeiten. Bekannte Beispiele sind die Apple-Software „Siri“ oder Amazons „Echo“.

So wird im Einkauf auf Künstliche Intelligenz gesetzt

Die KPMG-Studie „Wertschöpfung neu gedacht“ befasst sich mit dem kontrovers diskutierten Thema. Und sie zeigt, dass KI längst in den Arbeitsalltag eingezogen ist. Zum Beispiel im Einkauf. Der Einsatz der künstlichen Intelligenz ist für den Einkauf besonders reizvoll, da durch die Nutzung von KI eine Vielzahl an operativen und repetitiven Aufgaben übernommen werden und den Einkäufer von morgen optimal unterstützen können.

Bereits einfache Bots können das Stammdatenmanagement im Einkauf übernehmen und so große Datenpakete überprüfen und bei Bedarf Fehler verbessern (Lieferantendubletten, Zahlungsbedingungen, etc.).

Auch den operativen Bestellprozess kann die KI effektiver und ressourcenärmer gestalten, zum Beispiel durch die Unterstützung des Drei-Wege-Abgleichs von Bestellungen, Lieferscheinen und Rechnungen.

Auch im Vertragsmanagement wird auf KI gesetzt, etwa wenn es darum geht, Risiken in einem Vertragswerk zu identifizieren oder den Abgleich eines Vertrags mit den Rechnungen durchzuführen.

Besonders interessant dürfte die KI dann sein, wenn es um Marktanalysen und das Erstellen von Warengruppenstrategien geht. So können beispielsweise potenzielle Risiken innerhalb einer Warengruppe oder bei spezifischen Lieferanten frühzeitig identifiziert werden. Mit Hilfe von KI behalten strategische Einkäufer stets den Markt ihrer Warengruppe im Blick.

Diesen Vorteil hat der Einsatz Künstlicher Intelligenz

Nachdem die künstliche Intelligenz bereits mit zahlreichen Anwendungsfällen im Front und Back Office Einzug gefunden hat, ist es eine logische Entwicklung, dass sie nun auch im Einkauf genutzt wird. Geeignete Einsatzmöglichkeiten für die KI zu finden, ist leicht. Sie kann vor allem dann ihre Stärken ausspielen, wenn große Datensätze verarbeitet und analysiert werden müssen. Damit lassen sich repetitive und operative Tätigkeiten automatisieren und effizienter gestalten. Dies heißt nicht, dass der Mensch an dieser Stelle langfristig ersetzt wird. Für Unternehmen bieten sich die Chance, strategische Aufgaben stärker zu fokussieren und forcieren.

Und vor allem wird der Mensch dazu gebraucht, die KI für die Unternehmenszwecke weiter zu entwickeln. Denn eine große Aufgabe der Zukunft wird es sein, die KI so weiter zu entwickeln, dass sie nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung wahrgenommen wird.

Marcus Schüller
  • Partner, Advisory, Head of Operations Consulting
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Wertschöpfung neu gedacht

Von Humanoiden, KIs und Kollege Roboter

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