Managed Services: Kapazitätsprobleme digital beheben

Flexibel und rechtssicher durch die Auslagerung von Verwaltungs- und Expertenaufgaben

Keyfacts

  • Kaum eine Branche in Deutschland ohne Fachkräftemangel
  • Digitalisierung setzt Kapazitäten frei die gebraucht werden
  • Managed Service-Lösungen schaffen Flexibilität und Rechtssicherheit
Marc Zinkel
  • Partner, Head of Managed Services
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Wer sich aktuell auf dem Arbeitsmarkt um Experten bemüht merkt schnell: Es gibt kaum eine Branche in Deutschland, die nicht den Fachkräftemangel beklagt. Zum großen Teil ist dies sicherlich der florierenden deutschen Wirtschaft geschuldet. Aber auch zunehmende regulatorische Anforderungen, die fortschreitende Internationalisierung sowie die Bearbeitung der Chancen und Risiken der Digitalisierung steigern die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachexperten. Gleichzeitig sinkt die Gesamtzahl der Erwerbsfähigen. Der demographische Wandel ist nicht mehr nur Theorie oder Prognose. Er ist bei Deutschlands Arbeitgebern bereits angekommen.

Digitalisierung setzt notwendige Kapazitäten frei

Der Branchenverband Bitkom warnte zwar kürzlich, dass bis zu 3,4 Millionen Stellen in Deutschland wegfallen könnten, weil Roboter oder Algorithmen die Arbeit von Menschen übernehmen. Bei aktuell knapp 33 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wäre somit jede zehnte Stelle betroffen. Sicherlich werden durch die Digitalisierung in bedeutendem Ausmaß Berufsprofile und damit Stellen entfallen. Andererseits könnte sich die Digitalisierung aber auch als Segen für die Unternehmen erweisen. Sie ermöglicht es, Prozesse effizienter zu gestalten und so Kapazitäten freizusetzen, die im Unternehmen dringend benötigt werden. Dies gelingt jedoch nur, wenn gleichzeitig neue Berufsprofile entstehen und die entsprechenden Ausbildungswege zielgerichtet angepasst und aufgebaut werden.

Die Digitalisierung kann Unternehmen aber auch noch in einem anderen Punkt unterstützen, Kapazitätsprobleme effektiv zu beheben. Sie eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Unternehmen komplexe Arbeitsprozesse und Expertendienstleistungen fremd zu vergeben – dank schneller Datenleitungen, Echtzeitzugriff auf externe Datenpools und einem hohen Grad an digitaler Prozessintegration.

Managed Services ist hierbei das Schlagwort. Dabei geht es nicht mehr in erster Linie darum, Tätigkeiten möglichst preiswert in einem Niedriglohnland erbringen zu lassen. Vielmehr handelt es sich zumeist um Verwaltungsaufgaben und Zentralfunktionen, die für das Unternehmen enorm wichtig sind, einen hohen Spezialisierungsgrad und umfassendes Fachwissen erfordern, aber nicht unmittelbar zum Kerngeschäft gehören – und von Dienstleistern oftmals besser und effizienter erbracht werden können.

Managed Services schaffen Flexibilität und Rechtssicherheit

Effizienter, bedeutet geringere Kosten. Sicherlich ein wichtiger Aspekt. Dass die Dienstleistungen aber auch flexibel und verlässlich erbracht werden, ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und der Digitalisierung eigentlich noch wichtiger. Der Aufwand für spezielle Fragestellungen und Sonderthemen nimmt dramatisch zu. Zudem müssen mehr und mehr Ergebnisse von Zentralfunktionen, z.B. Reports, digital zur Verfügung gestellt werden – die Regelgeber wollen es so. Die Anforderungen aus dem Kerngeschäft an Arbeitsergebnisse von Zentralfunktionen steigen drastisch in Hinblick auf Bereitstellungsgeschwindigkeit, -form und -qualität. Einzelne Arbeitsvorgänge müssen transparent belegbar sein, schon alleine um die Rechtssicherheit der Ergebnisse zu garantieren.

Für Unternehmen ist es oftmals eine Herausforderung, solch belegbar transparente Strukturen und das dazu notwendige Know-how im eigenen Haus zu etablieren. Oder mit enorm großen Aufwand verbunden. Indem dass sie Aufgaben an eine dritte Partei, einen Managed Service-Anbieter auslagern, schaffen sie sich die notwendige Flexibilität und gleichzeitig ein gutes Stück Rechtssicherheit. Denn ein idealer Anbieter hält durch seine Spezialisierung die erforderliche Expertise bereit und er garantiert, dass seine Dienstleistung aktuellen regulatorischen Vorgaben und technischen Standards entspricht. Natürlich ist hierbei entscheidend, dass sich Unternehmen umfassend informieren und auf einen kompetenten Partner setzen, der neben der verlässlichen Dienstleistung die notwendigen Änderungen im Unternehmen professionell begleiten kann. Dann sind Managed Service-Lösungen die idealen Begleiter einer flexiblen, digitalen Unternehmensstruktur.

Weitere Informationen zu Thema flexible Unternehmensdienstleistungen finden Sie auch auf unserer Managed Services-Seite.

Marc Zinkel
  • Partner, Head of Managed Services
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