Manche Händler bleiben auf der Strecke

Manche Händler bleiben auf der Strecke

KPMG-Studie zur Zukunft des Fashion-Markts in Deutschland vorgestellt

Keyfacts über Stationärer Handel

  • Cross-Channel-Strategien sichern das Überleben im Fashion-Segment
  • Online-Anteil wird bis 2025 auf rund 36 Prozent steigen
  • 2.500 Läden im Fashion-Einzelhandel könnten schließen müssen
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05. November 2015

Die Fashion 2025-Studie von KPMG in Kooperation mit dem Institut für Handelsforschung (IFH) Köln und dem Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) untersucht Chancen für den Modefachhandel zwischen demografischem Wandel, Vertikalisierungsdruck und Online-Wachstum.
Das Fazit: Auch 2025 gibt es noch Raum für den Fachhandel – erfolgreiche Cross-Channel-Strategien vorausgesetzt.

Online-Anteil am Fashion-Markt wird bis 2025 auf rund 36 Prozent steigen

Der Fashion 2025-Studie zufolge wird der Online-Anteil am Fashion-Markt von 21 Prozent in 2015 bis 2025 auf rund 36 Prozent steigen. Das geht vor allem zulasten der Umsätze im stationären Handel. Doch obwohl sich in Zukunft die Marktanteile der einzelnen Vertriebswege am Fashion-Markt weiter verschieben und vor allem Internet-Pure-Player mit rund elf Prozent Marktanteil stark wachsen werden, bleibt der Fachhandel mit nur geringen Anteilsverlusten der dominierende Vertriebsweg im Jahr 2025.

2.500 Läden im Fashion-Einzelhandel könnten schließen müssen

Hoher Innovationsdruck, die fortschreitende Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung und immer weiter steigende Kundenanforderungen – nicht alle Fashion-Händler werden Schritt halten können. Laut Prognose der Studienpartner muss in den kommenden zehn Jahren mit der Schließung von rund 2.500 Läden im Fashion-Einzelhandel gerechnet werden.

2500

Läden im Fashion-Einzelhandel werden in den nächsten zehn Jahren schließen müssen.

Dennoch stehen die Chancen für stationäre Händler vergleichsweise gut. Wenn die beteiligten Anbieter die Herausforderung der Digitalisierung und der dadurch verschärften Wettbewerbssituation aktiv angehen, wird sich das befürchtete Ladensterben in Grenzen halten. Cross-Channel-Konzepte sind die Basis für kundenorientiertes Handeln der Zukunft: „Das stationäre Einkaufen wieder reizvoller zu machen, ist für Händler eine große Herausforderung. Der Wettbewerb um die besten Konzepte intensiviert sich zusehends. Besonders wichtig dabei: die effiziente Online-Offline-Vernetzung und Prozessoptimierung. Nur so kann der stationäre Handel langfristig seine Chancen im Onlinezeitalter wahren“, so Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.

Entwicklung vom Produktlager zum Showroom

KPMG, IFH Köln und BTE haben in „Fashion 2025“ fünf Szenarien für den zukünftigen Handel berechnet, die in einem quantifizierten Zukunftsbild münden. Fazit: Erfolgreich werden vor allem die Anbieter sein, die die Konsumenten in ihren Bewegungsräumen – online wie offline –abholen und ihnen mit der richtigen Mischung aus Preis-Leistung, Convenience und Erlebnis interessante Kaufanreize bieten: „Die Anforderungen der Konsumenten ändern sich. Entsprechend müssen die stationären Fashion-Händler übergreifende Bedürfnisse befriedigen – es gilt, sich vom Produktlager zum ‚Showroom‘ weiterzuentwickeln. Der Händler vor Ort wird vielmehr zum Berater, Animateur, Stylist, Gastronom, Trainer – und erst dann Verkäufer“, sagt Sebastian Paas, Partner Consulting bei KPMG.

Quantifizierten Zukunftsbild der Fashion 2025-Studie

Der Wettbewerb im Modehandel ist intensiv und der Strukturwandel setzt den Markt weiter unter Druck. Selbst etablierte Unternehmen müssen sich mit innovativen Ansätzen und reizvollen Konzepten immer wieder neu behaupten. Was bedeutet dies für den Fachhandel der Zukunft? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Studie „Fashion 2025“ von KPMG, IFH Köln und BTE. Basis der Studie sind elf Experteninterviews, die zwischen Juli und September 2015 geführt wurden sowie eine telefonische Befragung im August 2015 von 100 Händlern und Herstellern im Fashion-Bereich.

Zusammengefasst

»Wenn die beteiligten Anbieter die Herausforderung der Digitalisierung und der dadurch verschärften Wettbewerbssituation aktiv angehen, wird sich das befürchtete Ladensterben in Grenzen halten«

Der Wettbewerb im Modehandel ist intensiv und der Strukturwandel setzt den Markt weiter unter Druck. Selbst etablierte Unternehmen müssen sich mit innovativen Ansätzen und reizvollen Konzepten immer wieder neu behaupten. Was bedeutet dies für den Fachhandel der Zukunft? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Studie „Fashion 2025“ von KPMG, IFH Köln und BTE. Das Fazit: Nur Cross-Channel-Strategien können das Überleben auf dem Markt sichern.

Mark Sievers Partner, Head of Consumer Markets
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Kommentare

Wie können Läden im Modefachhandel ihr Überleben sichern?

Kommentar von Floria Moghimi
05. November 2015 | 05:56 Uhr

Lieber Herr Peiß, sehr gerne. Sie können sie unter folgendem Link vorbestellen: https://home.kpmg.com/de/de/home/insights/2015/10/fashion-2025.html oder aber im Artikel rechts auf den Vorbestell-Button klicken. Viele Grüße, Floria Moghimi

Kommentar von Peiß Thomas
05. November 2015 | 04:40 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, als Branchenanalyst bei uns in der BayernLB u.a. für den Einzelhandel, wäre ich an einem kostenlosen Exemplar Ihrer Studie sehr interessiert. Könnten Sie mir diese als pdf zukommen lassen ? Dafür im Vorhinein besten MfG Thomas Peiß

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