Nachhaltigkeitsziele erreichen mit innovativen Konzepten

Die UNO nimmt bei der Umsetzung der Ziele auch die Privatwirtschaft in die Pflicht

Keyfacts

  • Die UNO hat 17 Nachhaltigkeitsziele formuliert.
  • Die Ziele sollen bis 2030 global umgesetzt werden.
  • Die UNO nimmt dabei auch die Privatwirtschaft in die Pflicht.
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Christian Mohr
  • Senior Manager, Head of Innovation
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Der Anspruch könnte höher kaum sein: „No one will be left behind – keiner wird zurückgelassen“ – so lautet die Kernbotschaft der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) der Vereinten Nationen, einer Art Welt-Agenda, die in den kommenden zwölf Jahren global umgesetzt werden soll.

Dabei richtet sich die UNO ganz bewusst auch an die Privatwirtschaft – und spricht sie mit einigen Forderungen gezielt an. Bei den Zielen „Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle“ (SDG 8) und „nachhaltige Konsum- und Produktionsweise“ (SDG 12) wird der unmittelbare Bezug zum unternehmerischen Handeln besonders deutlich.

Wirtschaftlich Handelnde in die Pflicht zu nehmen ist notwendig – und es zeigt Wirkung: Immer mehr Unternehmen betrachten soziale und ökologische Herausforderungen als Chance, lassen sich darauf verpflichten, die eigenen Aktivitäten – auch – an wichtigen Zukunftsfragen auszurichten.

Mit Open Innovation zu neuen Geschäftsmodellen

Große Herausforderungen wie die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele brauchen aber auch große, innovative Ideen. Denn nur mit Innovationen lassen sich jene Antworten finden, auf die die Welt so sehnsüchtig wartet.

Eine besonders wirkungsvolle Methode, um Neues hervorzubringen, heißt Open Innovation – mit ihr können unterschiedliche Partner schnell und effizient zusammenarbeiten. Und das gilt ausdrücklich auch für die Zusammenarbeit zwischen der Privatwirtschaft und NGOs, Forschungsinstituten oder Non-Profit-Organisationen. Denn Open Innovation macht Schnittstellen zwischen solchen Einrichtungen und klassischen Unternehmen sichtbar und damit nutzbar.

Richtig angegangen, entstehen dabei fast immer langfristige Geschäftsmodelle, die Nutzen zugleich für Mensch und Natur stiften. Ein Beispiel dafür ist das „Our Oceans Challenge“-Partnernetzwerk (OOC). Auf der Co-Creation-Plattform entwickeln einflussreiche Unternehmen, Organisationen, Start-Ups und Wissenschaftler gemeinsam neue Geschäftsmodelle, die auch dem Schutz unserer Ozeane dienen.

Gelingen können solche Projekte grundsätzlich nur dann, wenn dabei alle Aktivitäten und Elemente an klar definierten Zielen ausgerichtet sind, die niemals aus dem Blickfeld geraten dürfen – egal, in welcher Form die Stakeholder zusammenarbeiten.

Aus der Zukunft lernen

Wenn Unternehmen beteiligt sind, gehört es natürlich immer auch zu diesen Zielen, mit einer Idee irgendwann Geld zu verdienen. Das ist zwar notwendig, aber längst nicht mehr hinreichend: Unternehmen, deren Chefs nicht den entscheidenden Schritt weiter denken, die es nicht verstehen, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Ziele zum Wohle aller auszubalancieren, wird es möglicherweise in zehn Jahren nicht mehr geben.

Denn Unternehmen können es sich heute nicht mehr leisten, nur aus der Vergangenheit zu lernen. Sie müssen zukünftige Entwicklungen erspüren – sozusagen aus der Zukunft lernen – und diese Erkenntnisse auch zum Wohle unseres Planeten einsetzen.

Sie müssen sich – wie wir alle – hinter die neue Welt-Agenda stellen und sich mit aller Kraft für die Umsetzung der UNO-Ziele einsetzen, nur dann haben wir alle eine Chance auf Erfolg.

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Christian Mohr
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