Mit der richtigen Nachfolgestrategie glückt der Generationswechsel

Generationswechsel richtig planen

Wie Familienunternehmer die Firma erfolgreich an den Nachwuchs übergeben.

12. Dezember 2016

Der Wechsel in den Führungsetagen von Familienunternehmen fordert alle Beteiligten heraus, fachlich und emotional. Einen Königsweg gibt es nicht: Thronfolgerlösung, Doppelspitze, Stiftung – es gibt viele Möglichkeiten, wie eine Nachfolgestrategie aussehen kann. Wie wichtig das Thema ist, zeigt die Statistik. Bis 2018 steht bei rund 135.000 Familienunternehmen in Deutschland die Nachfolge an.

Das aktuelle Whitepaper „Vom Thronfolger zum ‚Perfect Match‘ – (Neue) Nachfolgeprozesse in Familienunternehmen“ untersucht die unterschiedlichen Nachfolgemodelle und geht der Frage nach, wie die Führungsstruktur für die Zukunft optimal gestaltet werden kann. Dabei ist zwischen der Führungs- und der Anteilsnachfolge zu unterscheiden.

Die Ergebnisse des Whitepapers, das auf dieser Studie basiert, ergeben ein gemischtes Bild: So erwägen beispielsweise knapp die Hälfte der Familienunternehmer, mehrere Kinder in der nächsten Erbfolge gleich zu bedenken. Etwas mehr als 50 Prozent behandeln wiederum die eigenen Kinder im Sinne einer „Thronfolger“-Regelung unterschiedlich, um eine größtmögliche Einheit der Unternehmensanteile zu erhalten. Hier wird sich vielleicht zukünftig eine Verschiebung hin zur Gleichbehandlung ergeben, denn das neue Erbschaftsteuerrecht begünstigt Übertragungen an mehrere Kinder.

Eindeutiger sind die Aussagen, wenn es darum geht, einen Nachfolger für die Geschäftsführung zu finden. Drei Viertel der Befragten (78 Prozent) besetzen diese entsprechend der Kompetenz der Anwärter und entscheiden sich durchaus auch für externe Bewerber. Nur knapp fünf Prozent der Studienteilnehmer sind der Meinung, dass ausschließlich Familienmitglieder Geschäftsführer werden können.

Ein weiteres Ergebnis: Obwohl 79 Prozent der Befragten Nachfolgeregelungen wichtig finden, werden sie von nur 58 Prozent der Unternehmen bzw. Familien aktiv genutzt. Dabei ist ein schlüssiges Nachfolgekonzept entscheidend, damit die Staffelübergabe an die nächste Generation erfolgreich gelingt.

Wie Familienunternehmer Übergänge ohne Konflikte gestalten, verrät Dr. Alexander Koeberle-Schmid, Spezialist für Familienunternehmen und Business Coach bei KPMG, im Video.

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