Autobauer: Sicher ist sicher

Autobauer: Sicher ist sicher

Wirkt sich neue Technologie auf die Sicherheit im Auto aus?

Keyfacts über IT im Auto

  • Autobauer und IT-Unternehmen haben bislang andere Fehlertoleranz
  • Wird eine große Aufgabe, beide Bereiche zusammenzubringen
  • Kleine Fehler können über Leben oder Tod entscheiden
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13. September 2016

Technologie verändert den Autobereich wie kaum eine andere Branche. Doch mit Bordelektronik und Co. werden plötzlich auch Teile von IT-Konzernen in den Autos verbaut, die auch mal einen Fehler beinhalten – wenn der Fahrassistent streikt, kann es um Leben und Tod gehen.

Erinnern Sie sich noch an das Jahr 1975? In diesem Jahr wurde der Sicherheitsgurt im Auto eingeführt. Damals zweifelsfrei neue Technik, die für mehr Sicherheit sorgen sollte, hatten die Anschnaller erst einen schweren Stand. Frauen und Männern fürchteten gleichermaßen, durch die damals neue Technologie um ihre Freiheit. Oft ist es so, dass immer dann, wenn Innovatives Einzug in einer Branche hält, die Vorbehalte groß sind. Hinsichtlich des Gurtes wissen wir heute, dass er das Autofahren sicherer gemacht hat.

Bei den neuen Technologien verhält es sich aber anders: Mit den IT-Konzernen landen Menschen in der Autoindustrie, für die Fehler zwar ärgerlich, aber auch normal sind und zur Lernkurve gehören. Tritt ein Fehler auf, wird er mit einem Update behoben.

Es macht natürlich einen Unterschied, ob der  Bildschirm des Smartphones schwarz bleibt oder der Airbag in der Fahrerkabine bei einem Unfall nicht auslöst. Tatsächlich sind Sicherheit und Zuverlässigkeit die Basis, auf der das Konzept Auto seit Anbeginn fußt. Wir erwarten eine absolute Fehlerfreiheit! Bestünde bei einem Modell in Bezug auf die Technik ein vorher einkalkuliertes Sicherheitsrisiko, würden wohl wenige Fabrikate vom Hof der Verkäufer rollen. Autobauer wissen um die Wichtigkeit: Unter den Herstellern ist die Zero-Error-Tolerance altbekannt und gehört fest zum Mindset der Branche.

Nun drängen die IT-Konzerne auf den Automarkt, haben spannende Software-Konzepte, die  das Erlebnis Auto weiterentwickeln werden.

Die Frage, die sich jedoch unweigerlich stellt: Können Autobauer die über die Jahre entwickelten Sicherheitsstandards halten und künftig auch für die Software garantieren, die sie in ihre Modelle einbauen oder gelten nun andere Prinzipien?

Automobilhersteller müssen sich auf dem Weg in die neue Zeit dieser Herausforderung stellen, und den Transfer ihres Sicherheitsanspruches auf die Software-Produkte und Dienstleistungen gewährleisten.

Auch und gerade in Bezug auf das autonome Fahren, die Verfügbarkeit von digitalen Devices, die Vernetzung der Fahrzeuge mit Dienstleistungsangeboten oder anderen Autos, wird sich die Sicht auf die Hardware verändern – sie wird stärker als bisher durch die neuen Software-Lösungen geprägt sein. Ein auch nur minimales Sicherheitsrisiko kann dabei ohne Zweifel fatale Konsequenzen mit sich bringen. Automobilhersteller müssen es schaffen eine „Zero-Error-Tolerance“ zu gewährleisten und auch im Software Umfeld Fehlerfreiheit zur Commodity machen.

Es wird in Zukunft viel davon abhängen, wie hoch die Fehlertoleranz bei der eingesetzten Technologie ist. Die Fehlerfreiheit im Auto muss weiterhin garantiert werden und dafür ist es zwingend erforderlich, dass dies bereits bei der Konzeption der  Technologie berücksichtigt wird.

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Zusammengefasst

»Mit den IT-Konzernen landen Menschen in der Autoindustrie, für die Fehler zwar ärgerlich, aber auch normal sind und zur Lernkurve gehören. Tritt ein Fehler auf, wird er mit einem Update behoben.«

Die Autobauer stehen vor weitreichenden Veränderungen. Nicht nur, dass die technischen Möglichkeiten - etwa das autonome Fahren - die gesamte Branche verändern werden. Es betreten auch Akteure den Markt, die vorher eine andere Fehlerkultur gepflegt haben. Dieter Becker schreibt in seinem neuen Blog, warum beide schnell zueinander finden müssen.

Dieter Becker Partner Head of Automotive
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Kommentare

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