Smart City: Lebensqualität schafft Geschäftsmöglichkeiten

Der Öffentlicher Sektor ist beim Übergang zur Smart City am wichtigsten

Keyfacts über Smart Cities

  • Lebensqualität geht vor Geschäftsmodelle
  • Ohne die öffentliche Verwaltung geht es nicht
  • Nachhaltige Entwicklung lohnt sich für alle
Zusammenfassung lesen
17. März 2017

Das Schlagwort Smart City verspricht die Lösung vieler Probleme: zunehmende Urbanisierung, eine älter werdende Gesellschaft, zuviel Stau und Pendlerverkehr – alles lösbar mit intelligenter Stadtentwicklung. Wirklich? Bei großen Pilotprojekten wie z.B in Columbus, Ohio in den USA zeigt sich, vor welche Probleme uns die Umsetzung stellt.

 

Lebensqualität oder Geschäftsmodell

Das Konzept der Smart City (intelligenten Stadt) wird von vielen Akteuren in Politik, Stadtentwicklung, Forschung, Industrie und Wirtschaft – je nach Interessenlage – sehr unterschiedlich interpretiert. Für eine klare Zielsetzung ist deshalb eine einheitliche Definition dringend notwendig. Warum? Die Analogie von Smartphones und der Smart City zeigt, wo das Problem liegt. Soll es am Ende eher um Lebensqualität oder proprietäre datengestützte Geschäftsmodelle für die innovativsten Unternehmen gehen?

Definition eines besseren Stadtraums

Eine intelligente Stadt ist eine Stadtentwicklungsvision, bei der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Lösungen im Bereich des Internet der Dinge (IoT) integriert werden, um die drängendsten städtischen Probleme wie Verkehr, Energieverbrauch oder Abfallwirtschaft in den Griff zu bekommen. Smart City ist daher die komplexe, langfristige Vision eines besseren Stadtraums, um die Umweltbelastung zu reduzieren und mehr Lebensqualität für die Bürger zu schaffen.

Mobilität im Fokus: Den täglichen Stau abschaffen

Die intelligenten Stadt sollte eine effizientere urbane Mobilität ermöglicht werden. Das bedeutet nicht nur, dass die Stadt den Verkehrsfluss unabhängig überwacht und flexibel auf Probleme reagiert. Durch den Einsatz technischer Mittel, wie beispielsweise Sensoren zur Messung des Verkehrsflusses, sammelt die Stadt auch relevante Daten und stellt diese als wertvolle Informationen zur Verfügung. Dann können daraus auch wieder interessante Geschäftsmöglichkeiten entstehen, zum Beispiel für Smart Parking.

Die Smart City ist nur so gut, wie sie politisch und administrativ gesteuert wird

Von der physischen Infrastruktur (z.B. Ladestationen für Elektroautos und Fahrradnetzwerke) über virtuelle Infrastrukturen (Multikanal-Zugänge zu E-Government-Services und die Erweiterung dieser Angebote durch medienbruchfreie digitale Interaktionen) bis hin zum Erteilen von Konzessionen und Genehmigungen: Die wichtigste Rolle beim Übergang zur Smart City gerade in Bezug auf Mobilität ist die Stadt als öffentlicher Sektor selbst. Die Entwicklung einer Vision, die Erarbeitung einer Strategie und die vielfältigen Maßnahmen, die in Handlungsprogrammen münden, müssen politisch und administrativ gesteuert werden.

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Zusammengefasst

»Die wichtigste Rolle beim Übergang zur Smart City gerade in Bezug auf Mobilität hat die Stadt als öffentlicher Sektor selbst. «

Das Konzept der Smart City (intelligenten Stadt) wird von vielen Akteuren in Politik, Stadtentwicklung, Forschung, Industrie und Wirtschaft – je nach Interessenlage – sehr unterschiedlich interpretiert. Für eine klare Zielsetzung ist deshalb eine einheitliche Definition dringend notwendig.

Dr. Simon Wollenberg Rechtsanwalt
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