Spielwaren-Hersteller: Pflicht und Kür zum Weihnachtsgeschäft

Spielwaren: Trends zu Weihnachten

Technologie verändert die Produkte der Hersteller.

Keyfacts über Spielwaren

  • Das Interesse an Hightechspielzeug wächst rasant.
  • Frauen sind gegenüber technologischem Spielzeug skeptischer.
  • Die Qualität schlägt den Preis.
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Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür. Für die Spielwaren-Hersteller ist das eine Zeit der Hochkonjunktur, jetzt wird Geschäft gemacht. Allerdings müssen die Hersteller einen besonders interessanten Spagat meistern. Auf der einen Seite haben wir die klassischen Spielwaren, die immer noch einen Platz unterm Weihnachtsbaum haben. Auf der anderen Seite gibt es allerdings ein rasant wachsendes Interesse an technologischem Spielzeug.

Das haben wir im neuen Consumer Barometer aufgegriffen: Haben Sie beispielsweise gewusst, dass es besonders Mütter sind, die technologischem Spielzeug skeptisch gegenüberstehen?

Aus Produzentensicht sind technologische Trends in der Spielwarenbranche derzeit eher zweitrangig. An erster Stelle steht – neben guter Qualität im Allgemeinen – die Förderung der kindlichen Entwicklung. Die Hersteller sind sich der wachsenden Bedeutung allerdings bewusst und halten zunehmend Ideen und Produkte für technologische Spielwaren in der Hinterhand. Neben dem pädagogischen Mehrwert sollten die Produkte auch sicher sein. Denn immer dann, wenn ein Spielzeug internetfähig ist, besteht auch die Gefahr, dass es Hacker ins System schaffen und den Kindern näher kommen als und allen lieb ist.

Dazu bemerke ich den Trend, dass Kinder bereits sehr früh an Dinge herangeführt werden sollen, die sie im späteren Leben brauchen können. So gibt es beispielsweise Spielzeuge, die das Programmieren spielerisch vermitteln sollen.

Sicherlich wird es auch weiterhin immer wieder Spielzeug geben, das lediglich für eine Saison in Mode ist. Nehmen Sie das Tamagotchi in den 1990er Jahren. Dieses Jahr hatten wir mit dem Fidget Spinner einen echten Kassenschlager. Der Hype ist mittlerweile wieder abgeflaut, allerdings wurden mehrere Millionen von ihnen verkauft. Für die Verkäufer hat sich dieses Geschäft also gelohnt. Ich denke, dass sich die Hersteller in den kommenden Jahren verstärkt mit Virtual und Augmented Reality befassen sollten. Die ersten Feldversuche sind bereits auf den Weg gebracht, viele der benötigten Brillen bereits verkauft. Doch das tatsächliche Potential ist an dieser Stelle lange nicht erschöpft. Es wird spannend sein zu sehen, wohin die Reise die gesamte Industrie an dieser Stelle führt.

Dazu bleibt das Internet ein wichtiger Absatzmarkt für Spielwaren-Händler: Zwei Drittel der Befragten kaufen Spielwaren mindestens alle sechs Monate in einem Onlineshop, der auch andere Produkte führt. Reine Spielwaren-Onlineshops sind weniger gut frequentiert. Stationäre Läden – Kaufhäuser und Spielwarenfachgeschäfte – bilden das große Mittelfeld.

Neben den ganzen technologischen Spielzeugen bleiben allerdings auch traditionelle Spielwaren weiterhin stark nachgefragt: Das Brettspiel beispielsweise wird an Weihnachten immer noch gern gekauft.

Eine weitere zentrale Erkenntnis aus der neuen Ausgabe: Qualität schlägt Preis. 94 Prozent der von uns befragten Konsumenten legen bei der Auswahl von Spielzeug vor allem Wert auf gute Qualität. 31 Prozent der Befragten sind bereit, für Hightechspielzeug höhere Preise zu zahlen als für nicht technologisches Spielzeug. Das ist ein eindeutiges Signal an die Branche und sollte die Unternehmen ermutigen, diesen Weg weiterzugehen.

Es künftig darauf ankommen, sich der neuen Dimension bewusst zu werden. Neben der Qualität, dem pädagogischen Mehrwert kommt nun also der Aspekt der Cyber Security hinzu. Das wird auch die Unternehmen vor die Herausforderung stellen, dass nicht nur die Nachfrage, die sich aus dem Endkundengeschäft ergibt, bedienen, sondern auch so gut aufgestellt sind, dass sie Hackern keine Angriffsfläche bieten werden.

Consumer Barometer 4/2017: Spielzeug unterm Weihnachtsbaum

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, die Wunschzettel sind geschrieben. Deshalb beleuchten wir, was denn dieses Jahr so angesagt ist. Besonders technologische Spielwaren sind gefragt. Das kam bei der Umfrage für unser neue Ausgabe des Consumer Barometers heraus.

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07. Dezember 2017
Zusammengefasst

»Ich denke, dass sich die Hersteller in den kommenden Jahren verstärkt mit Virtual und Augmented Reality befassen sollten.«

Technologie verändert die Spielwaren: Im neuen Consumer untersuchen wir, warum Frauen besonders skeptisch sind und ob traditionelle Geschenke immer noch einen Platz unterm Weihnachtsbaum haben.

Mark Sievers Partner, Head of Consumer Markets
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