Start-ups und Social Media – Was die Gründer richtig machen und was nicht

Auf die richtige Social-Media-Kommunikation kommt es an, um als Gründer durchzustarten

Keyfacts

  • Klarer Produktnutzen für den Kunden
  • Social Media als Marketingkanal nutzen
  • Content Strategie wichtig für Reputation
Jens C. Laue
  • Partner, Head of Corporate Governance Services
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YouTube-Stars wie LeFloid oder die Gründerinnen von Edition F feiern in der Szene überwältigende Erfolge – zu Recht. Geht es um die richtige Social-Media-Kommunikation, scheiden sich auch bei den Start-ups schnell die Geister.

Bei der Bits und Pretzels in München treffen sich mehr als 2.000 Gründer und Investoren, um die Trends der Start-up-Szene zu besprechen. Es geht vor allem um die Pitchrunden, in denen Start-ups Investoren für ihre Idee begeistern wollen.

Allein eine gute Idee macht noch lange kein funktionierendes Business. Ein Jungunternehmer muss mehr liefern als ein Produkt, um einen Investor zu überzeugen. Aus meiner Erfahrung sind es drei Dinge, die ein Gründer braucht: den klaren Produktnutzen für den Kunden, einen stringenten Businessplan und den unbedingten Willen, die Projektidee zu stemmen.

Wie gut können Gründer Social Media?

Man könnte meinen, dass einem Gründer die Nutzung sozialer Medien als Digital Native ins Blut gelegt ist – Mitnichten. Die Ergebnisse unserer Pulsmessung der Start-up-Szene zeigen Erstaunliches.

1. Start-up ist nicht gleich Start-up

Sowohl der Reifegrad als auch das Geschäftsmodell sind entscheidend für die Affinität zu sozialen Medien. So fällt es einer Deep-tech Unternehmung meist schwerer in den sozialen Medien aktiv zu sein, als einer marketingorientierten eCommerce-Gründung.

2. Es mangelt an Professionalität

Sicher: Start-ups bringen eine intrinsische Bereitschaft für Social Media mit – was aber oft fehlt, ist das Verständnis, soziale Medien als professionellen Marketingkanal für ihr Business zu nutzen.

3. Fehlende Erfahrung ist Hürde No. 1

Den Gründern fehlt es an Wissen und Erfahrung in der Umsetzung einer Social-Media-Strategie, vor allem aus der Business-Perspektive. Dicht gefolgt von einem Mangel an Ressourcen: Zeit, Personal oder Bildmaterial.

4. Content is King!

Die richtige Content Strategie (1) gilt überwiegend als Schlüsselelement für eine positive Reputation. Erst danach wird das Verhalten der Marke (2) in sozialen Medien und die Nutzung von Partnerportalen (3) wie der „Gründerszene“ aufgeführt.
5. Regulatorische Vorgaben finden keine größere Beachtung.
Sie werden oft sogar bewusst missachtet, um den Mangel an Aufmerksamkeit als kleines Unternehmen zu kompensieren.

Was die erfolgreichen jungen Wilden anders machen.

YouTube-Star LeFloid oder die Gründerinnen von Edition F werden mit Lob überschüttet – und das nicht ohne Grund: Sie haben zwar keine bahnbrechende Innovation entwickelt, dennoch meistern sie ihr Business sehr erfolgreich.

Bei den etablierten Start-ups ist neben dem Geschäftskonzept ein stringentes und ganzheitliches Konzept zur Markenkommunikation vorhanden. Und noch viel wichtiger – es wird auch umgesetzt.

Ihnen sind vor allem die folgenden Punkte klar:

 Sie kennen ihre Marke und die Grenzen der Unternehmensreputation
 Sie transferieren Kommunikationsziele und messen diese
 Welche Zielgruppe will wie über welchen Kanal erreicht werden

Um eine professionelle Kommunikation aufzubauen, ist ebenso eine gründliche Strategie, als auch die Definition von Prozessen und Unternehmensrichtlinien notwendig.

Und das bringt mich zu meinem Fazit:

Und das bringt mich zu meinem Fazit:

Hip – ja! Aber auch hop, hop, hop!

Mein Eindruck ist, dass erfolgreiche Start-ups akribisch an ihrer Professionalität arbeiten. In einem Gespräch ließ mich ein Gründer meine Mutter anrufen, um JETZT SOFORT eine Meinung zu seinem Produkt aus der entsprechenden Zielgruppe zu bekommen. So viel Leidenschaft hat mich schon sehr beindruckt.

Eine gute Produktidee und Funding sind nicht die einzigen Faktoren, die zählen – die Einstellung und die Kommunikation dieser gegenüber Investoren, Businesspartnern oder Kunden sind Schlüsselqualifikationen, die vor allem der Gründer benötigt.

Unsere Smart-Start-Initiative hilft bei der erfolgreichen Unternehmensgründung.

Egal, ob Sie gerade erst an einer Idee arbeiten, Investoren suchen oder schon erste Umsätze verzeichnen: Wir kennen die typischen Herausforderungen, die sich im Lebenszyklus eines Start-ups ergeben.

Start-ups erhalten ein gezieltes Coaching von KPMG zur Umsetzung ihrer Social-Media-Strategie. Besonders vor wichtigen Meilensteinen, zum Beispiel dem Beta-Launch, ist das Bedürfnis nach Unterstützung hoch. Oft fehlt den Gründern jedoch Kapital in der Wachstumsphase. Unsere Start-up-Initiative Smart Start unterstützt innovative, junge Unternehmen mit Dienstleistungen, die sie auf ihrem Weg zum Erfolg benötigen – zu fairen Konditionen.

Jens C. Laue
  • Partner, Head of Corporate Governance Services
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