Die Zukunft nach Corona

Mit Szenario-Potenzialanalysen konkrete Maßnahmen priorisieren und umsetzen

Keyfacts

  • Szenarien sind eines der mächtigsten Planungsinstrumente für die Corona-Recovery.
  • Mit Szenario-Potenzialanalysen identifizieren und gewichten Sie erfolgreich Ihre Maßnahmen und Roadmaps.
  • Für die Zeit nach der Pandemie haben wir vier Basis-Szenarien entwickelt.
Prof. Dr. Heiko von der Gracht
  • Senior Manager, Head of Assessment Services
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In diesen Tagen fragen mich viele besorgte Führungskräfte: Wie geht’s nach Corona weiter? In den Medien sind eine Menge Vorschläge zu lesen. Ich habe nur einen: mit Szenarien.

Die mächtigste Methode

Es gibt mehr als 30 Methoden des modernen Zukunftsmanagements. Doch Zukunftsforscher wie erfahrene Führungskräfte sind sich einig: Szenarien sind das mächtigste Instrument. Sie verleihen jedem, der sie einsetzt, einen unschlagbaren Vorteil. Sie fragen nämlich nicht: Wie wird die Zukunft? Denn „die Zukunft“ gibt es nicht. Nicht aus der Perspektive des heutigen Tages. Aus dieser Position betrachtet ist das, was kommen mag, nicht Singular, sondern Plural.

Die Zukünfte

Deshalb heißt „Zukunftsforschung“ im englischen Sprachgebrauch auch „Futures Research“ – Erforschung der Zukünfte. Und genau das schafft eine gute Szenario-Potenzialanalyse. Sie beschreibt die Zukunft besser als die meisten anderen Instrumente, weil sie nicht eine Zukunft simuliert, die kommen mag oder nicht. Sie entwickelt stets eine ganze Palette an Zukünften, und zwar kurz- wie langfristig. Jeder gute Entscheider weiß: Je mehr Optionen man auf dem Schirm hat, desto robuster plant man.

Vier postpandemische Basis-Szenarien

Wir haben schon frühzeitig vier zentrale Szenarien für die (Post-)Corona-Zeit entwickelt. Das Bestechende daran: Sie leuchten jedem sofort ein. Denn sie gruppieren sich um zwei elementare Dimensionen der Corona-Krise, die sofort nachvollziehbar sind: 1. Wie lange dauert das noch? 2. Wie gravierend sind die Auswirkungen der Krise?

Man muss kein Mathematiker sein, um sofort zu erkennen: Zwei Parameter mit je zwei möglichen Werten ergeben in Kombination vier Szenarien. Diese sehen wie folgt aus:

Szenario 1: Gestärkt in den Normalbetrieb. Dieses Szenario beschreibt eine nur wenige Monate dauernde (Corona-)Krise mit moderaten Konsequenzen. Wir erleben eine schnelle Erholung und Rückkehr zu einem Lebensstandard wie vor der Krise sowie einen hohen Nachholbedarf in Zeiten wiedergewonnener Freiheit. Bei Reisen, Konsum, Kultur und Gastronomie gibt es einen „Nachhol-Boom“ und unser Arbeitsalltag ist dank beschleunigter Digitalisierung etwas agiler und flexibler.

Szenario 2: Marathon in neue Zeiten. In diesem Szenario dauert die Krise nicht Monate, sondern (zwei oder mehr) Jahre. Dabei sind ihre Auswirkungen auf Staaten, Gesellschaften, Wirtschaft und Alltagsleben moderat bis erträglich. Wir erleben eine langfristige Transformation und Homeoffice wird zum Standard. Jedoch wird ein Generationenkonflikt angeheizt durch gegenseitige Schuldzuweisungen, Ermüdungseffekte und Disziplinverlust bei der jungen Generation.

Szenario 3: Neustart nach dem Schock. Dieses Szenario verknüpft eine recht kurzfristige Dauer der Krise mit jedoch schwerwiegendsten Folgen. Wir erleben die Suche nach radikalen, neuen Lösungen in Zeiten eines Wirtschaftswunders 4.0. Die Gesellschaft ist traumatisiert, jedoch nimmt der Gestaltungswille stark zu. Es findet eine langsame Rückkehr zu Zielen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und sozialer Teilhabe statt.

Szenario 4: Wirtschaft im Daueralarm. In diesem Szenario dauert die Krise Jahre und verursacht katastrophale Folgen. Wir erleben starken Isolationismus, aber auch heroische Solidarität in „Safer Work und Life“-Zeiten. Der Datenschutz rückt in den Hintergrund und das öffentliche Leben findet nur in Kleingruppen statt. Streiks und öffentliche Proteste gegen anhaltende Lockdowns gehören zum Alltag. Es findet eine Verlagerung des Zivillebens in virtuelle Welten statt.

Nicht nur für Strategen

Ich kenne keinen Manager, keine Managerin, die diese vier Szenarien nicht unmittelbar hilfreich finden. Trotzdem höre ich oft: „Aber Szenarien sind doch nur etwas für die Geschäftsführung!“ Das glaubte man früher. Heute gilt vielmehr: Transformation, Change und Krisenbewältigung funktionieren erst ab einer kritischen Masse – und die Geschäftsführung kann diese ex definitionem nicht allein stellen. Wenn wir zügig und vollständig aus der aktuellen und jeder anderen Krise herauskommen wollen, sollten alle mitziehen, um die kritische Masse der Transformation zu erreichen.

Anders gesagt: Wenn die Fachkraft auf der operativen Ebene nicht weiß, in welchem Szenario sie und ihr Unternehmen sich befindet und welche Implikationen dieses Szenario mit sich bringt, dann findet die gewünschte Zukunft schlicht mangels Masse nicht statt.

Vier Szenarien, sieben Dimensionen

Natürlich haben die vier Szenarien nicht nur eingängige Überschriften. Jedes Szenario wurde auch anhand von sieben Dimensionen analysiert: von der Verbreitung des Virus über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen je Szenario bis hin zu den Folgen für Digitalisierung, Technologie, Staaten und Politik.

Alle Dimensionen zusammen ergeben das, was „Wie geht es nach Corona weiter?“-Projektionen leisten müssen: ein konsistentes Gesamtbild von vier möglichen Zukünften. Genau deshalb liefert die Szenario-Potenzialanalyse allen betrieblichen Funktionen eine sichere Orientierung über eine unsichere Zukunft.

Für jede betriebliche Funktion wurde eine funktionszentrierte Szenario-Potenzialanalyse entwickelt, mit konkreten Handlungsempfehlungen für die tägliche und vor allem die nachhaltige Praxis. Mit Hilfe dieser Richtungsweisungen navigiert jede Führungskraft ihren Verantwortungsbereich entlang praktischer Wegweiser mit starker Hand in die Zukunft.

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Prof. Dr. Heiko von der Gracht
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