Business-Resilienz und -Performance: Krisenfest für die Zukunft https://klardenker.kpmg.de/thema/business-performance-resilienz/ Klardenker - der Blog zu aktuellen Wirtschaftsthemen, die Unternehmen bewegen Fri, 20 Mar 2026 10:49:35 +0000 de hourly 1 https://klardenker.kpmg.de/wp-content/uploads/2016/04/cropped-app-icon_512x512-32x32.png Business-Resilienz und -Performance: Krisenfest für die Zukunft https://klardenker.kpmg.de/thema/business-performance-resilienz/ 32 32 Warum Energiekosten über industrielle Wettbewerbsfähigkeit entscheiden https://klardenker.kpmg.de/warum-energiekosten-ueber-industrielle-wettbewerbsfaehigkeit-entscheiden/ Tue, 17 Mar 2026 16:34:58 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=49064 Automatisierung und Robotik verschärfen den globalen Standortwettbewerb.

Keyfacts: Energie wird im Zuge von Digitalisierung und Automatisierung wichtiger als Arbeit. Deutschland verfügt im internationalen Vergleich über hohe Strom‑ und Gaskosten – ein entscheidender Standortnachteil. Robotik und humanoide Systeme verstärken den Energiebedarf und werden den Standortnachteil im Zeitablauf weiter verschärfen. Über Jahrzehnte folgte die Industrie einer klaren Logik: Produziert wurde dort, wo Arbeit günstig verfügbar war. Diese Gleichung gerät zunehmend ins Wanken. Mit dem steigenden Einsatz von Automatisierung, Robotik und KI sowie den hierfür benötigten Data Center verlieren Lohnkosten an Bedeutung – während Energie in den Mittelpunkt rückt.  Hochautomatisierte Produktionsumgebungen, sogenannte Dark Factories, arbeiten nahezu ohne menschliche Präsenz. Roboter fertigen rund um die Uhr, Prozesse werden digital optimiert. Der Effekt: Arbeitskosten treten in den Hintergrund, während Fixkosten und laufende Energiekosten an Gewicht gewinnen. Wettbewerbsfähigkeit hängt zunehmend vom Zugang zu verlässlicher und bezahlbarer Energie ab.  Business Destination Germany 2026 Wie attraktiv ist Deutschland aus Sicht internationaler Investoren? Die Studie liefert Einordnung, Stärken und Schwächen im Standortvergleich. Jetzt Studie vorbestellen Energiekosten im internationalen Vergleich: Deutschland im Nachteil Internationale Energiepreisvergleiche sind methodisch anspruchsvoll. Unterschiede bei Abnahmemengen, Netzentgelten, Steuern und regulatorischen Rahmenbedingungen erschweren exakte Vergleiche. Die strategische Aussage ist dennoch eindeutig.  Sowohl beim Industriestrom als auch bei Industriegas liegt Deutschland im internationalen Vergleich im oberen Preisfeld. Industriestrom kostet hierzulande aktuell...

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum EU-Handelsabkommen mit Indien https://klardenker.kpmg.de/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zum-eu-handelsabkommen-mit-indien/ Thu, 05 Mar 2026 16:29:15 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48984 Welche Branchen besonders profitieren können – Fertigungsindustrie im Fokus

Keyfacts: Strategische Diversifizierung der EU: Das Abkommen mit Indien stärkt die wirtschaftliche Resilienz Europas, reduziert Abhängigkeiten von China und den USA und eröffnet Zugang zu einem der größten Wachstums­märkte der Welt. Breite Marktöffnung und deutliche Kostenvorteile: Rund 97  Prozent der Zölle fallen weg, technische Hürden werden gesenkt und der Dienstleistungssektor wird stärker geöffnet – das schafft Planungssicherheit, erleichtert Investitionen und erweitert Exportchancen. Starker Wachstumsschub für Schlüsselbranchen: Vor allem Fertigungsindustrie, Maschinenbau, Automobilsektor sowie Chemie und Pharma profitieren von sinkenden Zöllen, vereinfachten Verfahren und besserem Schutz geistigen Eigentums; KMU erhalten gezielte Unterstützung beim Markteintritt. Das EU-Freihandelsabkommen mit Indien ist Ausdruck einer neuen Ära strategischer Diversifizierung. In Zeiten weiter zunehmender geopolitischer Spannungen und Unwägbarkeiten sowie fragiler Lieferketten mindert die EU konsequent die bestehenden Klumpenrisiken in den beiden größten Volkswirtschaften USA und China. Das Ziel: breiter aufgestellte Absatz‑ und Beschaffungsbasen in einem der größten und am schnellsten wachsenden Zukunftsmärkte der Welt.   Der Abschluss der Verhandlungen zwischen der EU und Indien schafft nicht nur Kostenvorteile durch den Wegfall von Zöllen, sondern vor allem Planbarkeit – von einfacheren Verfahren über klarere Standards bis zu besserem Dienstleistungszugang. Die Folge: In manchen Branchen, darunter Chemie und Pharma, werden sich laut Prognosen die EU-Exportwerte mehr als verdreifachen.   >>>Das Abkommen verstärkt einen Trend, der bereits der jüngsten Ausgabe unserer Studienreihe German-Indian Business Outlook zu entnehmen war: Indien rückt zunehmend ins Zentrum von Standortstrategien deutscher – und europäischer – Unternehmen. Die...

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Defizite im Produktlebenszyklus kosten Umsatz und binden Cash https://klardenker.kpmg.de/defizite-im-produktlebenszyklus-kosten-umsatz-und-binden-cash/ Thu, 05 Mar 2026 13:49:54 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48942 So setzen Sie PLC-Management für Planungssicherheit und mehr strategische Steuerung ein.

Keyfacts: Steigende Produktvielfalt und kürzere Lebenszyklen erhöhen die Komplexität und den Kostendruck im Portfolio. Die systematische Nutzung historischer Absatzdaten mit KI und deren Auswertung hinsichtlich des Produktlebenszyklus reduziert Überbestände bzw. Abschreibungen, verbessert die Planungssicherheit und setzt gebundenes Working Capital frei. Darüber hinaus ermöglicht es, Absatzschwächen frühzeitig zu erkennen und Marketingbudgets gezielt sowie wirkungsvoll zur Glättung von Down-Phasen einzusetzen – für mehr Umsatz und stabile Margen. In der Chemie- und Life-Science-Industrie dauern Entwicklung, Einführung und Vermarktung eines Produkts oft Jahre und binden erhebliche Ressourcen. Wachsende Portfoliokomplexität, volatile Nachfrage und datengetriebene Märkte setzen die klassische Planung dabei stark unter Druck. Wer Phase-in, Marktphase und Phase-out nicht aktiv steuert, riskiert Fehlentscheidungen mit direkten Folgen für Bestände, Margen und Kapitalbindung. In vielen Unternehmen sind die Daten zwar vorhanden, werden aber nicht systematisch über den gesamten Lebenszyklus genutzt. Aus diesem Grund kommen Produkte oft zu früh oder zu spät auf den Markt, Sortimente bleiben zu lange bestehen und Marketingmaßnahmen verpuffen. Steigende Komplexität bei sinkender Fehlertoleranz Gleichzeitig verkürzen sich die Marktphasen, während die Variantenvielfalt steigt. Das erhöht die Komplexität im Portfolio- und Bestandsmanagement und macht Fehleinschätzungen deutlich teurer. Besonders kritisch sind der Markteintritt und die frühe Wachstumsphase, weil hier die Weichen für Volumen, Positionierung und Ressourceneinsatz...

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Warum Infrastruktur zum neuen Wettbewerbsvorteil wird https://klardenker.kpmg.de/warum-infrastruktur-zum-neuen-wettbewerbsvorteil-wird/ Wed, 04 Mar 2026 12:31:37 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48960 Unternehmen werden verwundbarer und machen Infrastruktur deshalb zum Kern ihrer Strategie.

Keyfacts: Infrastruktur ist heute ein integraler Bestandteil von Geschäftsmodellen, weil Ausfälle direkt zu Produktionsstopps, Umsatzverlusten und Vertrauensschäden führen. Unternehmen entwickeln zunehmend eigene Energie-, Daten- und Logistikstrukturen, um Risiken zu kontrollieren und resiliente Wertschöpfung zu sichern. Digitale Infrastruktur wird in den nächsten zehn Jahren zum entscheidenden Faktor – sie skaliert KI, Automatisierung und Lieferketten und ist untrennbar mit einer verlässlichen Energieversorgung verbunden. Infrastruktur war lange eine staatliche Grundaufgabe. Doch in einer Wirtschaft, die immer stärker von Energie, Daten und Logistik abhängt, wird sie für Unternehmen zum strategischen Erfolgsfaktor. Wer eigene Strukturen aufbaut und Risiken transparent macht, gewinnt Resilienz und kreiert neue Marktchancen. Unser Head of Transport & Infrastructure, Dr. Steffen Wagner, erläutert im Interview, worauf es dabei ankommt. Infrastruktur wurde lange als staatliche Aufgabe verstanden. Warum wird sie heute zu einem echten Wettbewerbsfaktor für Unternehmen? Infrastruktur ist längst mehr als Straßen, Netze und Stromleitungen. Sie ist ein integraler Bestandteil moderner Geschäftsmodelle. Unternehmen sind heute extrem vernetzt, energieintensiv, datengetrieben und dadurch entsprechend anfällig. Das sieht man sehr deutlich: Mit jeder Stufe des wirtschaftlichen Wachstums steigen auch die Logistikströme und die Abhängigkeit von funktionierenden Netzen. >>> Deutschlands Infrastruktur im Realitätscheck: Neue Daten zeigen, wie die Wirtschaft die Zukunftsfähigkeit der deutschen Infrastruktur einschätzt –...

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Wichtige Impulse für Unternehmen von der Münchner Sicherheitskonferenz https://klardenker.kpmg.de/wichtige-impulse-fuer-unternehmen-von-der-muenchner-sicherheitskonferenz/ Thu, 19 Feb 2026 12:19:52 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48851 Die geopolitische Lage wandelt sich. Szenarien helfen, Entscheidungen abzusichern.

Keyfacts: Viele Unternehmen sehen gravierende geopolitische Risiken, aber nur wenige arbeiten mit systematischen Forecasting-Modellen. Die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt: USA, Europa und China verändern ihre globalen Rollen. Unternehmen sollten diese Verschiebungen in Szenarien abbilden. Wer geopolitische Entwicklungen vorausschauend analysiert, schafft die Basis für robuste strategische Entscheidungen. Für eine Studie haben wir Führungskräfte aus rund 350 Unternehmen gefragt, welchen Einfluss geopolitische Entwicklungen und Risiken auf Geschäftsprozesse sowie Strategie haben. Die Ergebnisse zeigen: 58 Prozent der Befragten fühlen sich stark oder sehr stark von geopolitischen Risiken betroffen. Gleichzeitig betreiben nur 25 Prozent systematisches Forecasting. Die Lücke zwischen Wahrnehmung und Reaktion ist also erheblich. Wie elementar sich die Bedeutung von Geopolitik für wirtschaftliche Weichenstellungen in den vergangenen Jahren geändert hat, verdeutlicht ein Zitat vom einem der befragten Entscheidungsträger: „Wenn man vor fünf Jahren das Wort Geopolitik in den Mund genommen hätte, hätten viele gesagt: Worüber reden wir hier? Heute ist das Thema auf jeder Vorstands-Agenda.“ Weitere Zitate und Ergebnisse können Sie in unserer Studie nachlesen: Navigating Geopolitics – Risikomanagement, Forecasting und Best Practices Geopolitik als kritischer Erfolgsfaktor für Wettbewerbsfähigkeit Geopolitik ist kein Randthema mehr, sondern ein strategischer Kernfaktor. Ich habe von der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2026 drei Beobachtungen mitgenommen, die verdeutlichen, wie sich geopolitische Konstanten...

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Erfolgsfaktoren für Restrukturierungen in familiengeführten Firmen https://klardenker.kpmg.de/erfolgsfaktoren-fuer-restrukturierungen-in-familiengefuehrten-firmen/ Tue, 17 Feb 2026 12:35:59 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48782 Was Unternehmerfamilien beachten sollten, um Vertrauen und Zukunftsfähigkeit zu sichern.

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten steigt der Restrukturierungsdruck. Unsere Studie Performance Improvement Perspectives zeigt die Ursachen: verschärfte Finanzierungsbedingungen, Fachkräftemangel, hohe Transformationskosten und die Notwendigkeit, Geschäftsmodelle anzupassen. Diese Unsicherheit betrifft alle Unternehmen, unabhängig von Größe und Eigentümerstruktur. Für Familienunternehmen ist die Lage jedoch besonders sensibel. Ihre Entscheidungen sind geprägt von enger persönlicher Bindung, Verantwortung gegenüber der Eigentümerfamilie und einer langfristigen Perspektive. Eine Restrukturierung erfolgt daher nicht allein mit Fokus auf kurzfristige Kennzahlen, sondern werteorientiert und mit Blick auf Mitarbeitende, Kunden und nachfolgende Generationen. Diese Haltung steht für Stabilität und nachhaltiges Denken. Restrukturierungen in Familienunternehmen erfordern also mehr als den reinen Blick auf Zahlen. Sie brauchen Vertrauen und ein tiefes Verständnis für die individuelle Situation der Unternehmerfamilie. Performance Improvement Perspectives 2025 Was tun Unternehmen, um im aktuellen Marktumfeld nicht nur zu bestehen, sondern unter Druck sogar stärker zu werden? Wir haben 250 Führungskräfte befragt. Studie herunterladen Familienunternehmen zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Verantwortung Die Verantwortung zur Früherkennung von Krisensituationen ist auch gesetzlich verankert: § 1 Abs. 1 des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes (StaRUG) verpflichtet Geschäftsleitende haftungsbeschränkter Unternehmen zur fortlaufenden Krisenfrüherkennung und aktivem Krisenmanagement. Sie müssen Risiken früh erkennen, Gegenmaßnahmen einleiten und die Überwachungsorgane informieren. In Familienunternehmen verstärkt diese Pflicht eine ohnehin gelebte Verantwortung – persönliche Haftung...

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Wachstumstreiber Indien: So können deutsche Unternehmen profitieren https://klardenker.kpmg.de/wachstumstreiber-indien-so-koennen-deutsche-unternehmen-profitieren/ Wed, 11 Feb 2026 12:07:51 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48713 Warum deutsche Unternehmen Produktion, Beschaffung und Markt in Indien neu ausrichten.

Keyfacts: Indien als Resilienz-Baustein: Viele Unternehmen erweitern Kapazitäten – nicht als China-Ersatz, sondern zur Risikostreuung. Mehr als IT und Services: Das Land entwickelt sich zunehmend zu einem Industrie-, Beschaffungs- und Absatzstandort. Erfolg braucht Governance: Föderale Komplexität, Bürokratie und Compliance-Risiken erfordern klare Steuerung, lokales Know-how und robustes Projektmanagement. Indien rückt immer stärker sichtbar ins Zentrum der europäischen Wirtschafts- und Geopolitik. Bundeskanzler Friedrich Merz wählte Indien bewusst als Ziel seiner ersten Asienreise und unterstrich damit den politischen Willen zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen. Parallel haben die Europäische Union und Indien nach langen Verhandlungen ein Handelsabkommen geschlossen, das Handelshemmnisse senken und die Partnerschaft auf ein neues Niveau heben soll. Hochrangige EU-Vertreter waren zudem am indischen Tag der Republik in Neu-Delhi präsent. Diese Entwicklungen zeigen: Indien gewinnt als Handelspartner, Produktionsstandort und Innovationshub schneller an Bedeutung, als viele Strategien bislang abbilden. Wir beleuchten, warum die deutsche Industrie Indien zunehmend in den Fokus nimmt. Warum gewinnt Indien gerade jetzt strategisch an Bedeutung – und welche Rolle spielt das Land in der Neuordnung globaler Wertschöpfungsketten? Indien gewinnt an strategischer Bedeutung, da Unternehmen ihre globale Aufstellung neu ausrichten. An die Stelle einer primären Effizienz- und Skalierungslogik, treten zunehmend Aspekte wie Resilienz, Risikostreuung und Standortabsicherung. Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten beschleunigen...

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Das sind die größten Chancen des EU-Mercosur-Abkommens https://klardenker.kpmg.de/das-sind-die-groessten-chancen-des-eu-mercosur-abkommens/ Mon, 09 Feb 2026 09:55:35 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48690 Zollbefreiungen und strategische Partnerschaft: Analyse des Mega-Deals.

Den Handel mit globalen Wachstumsmärkten fördern und gleichzeitig geostrategisch diversifizieren – das ist aktuell ein vorrangiges wirtschaftspolitisches Ziel der Europäischen Union. Mit dem im Januar 2026 unterzeichneten Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Mitgliedern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay ist das nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen jetzt gelungen. Sollte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in den kommenden Jahren nicht doch noch widersprechen, entsteht gemeinsam mit dem südamerikanischen Staatenbund einer der größten weitgehend zollfreien Handelsräume weltweit. Dass Unsicherheit bleibt, liegt am umstrittenen Beschluss einer sehr knappen Mehrheit des EU-Parlaments, das Abkommen dem EuGH zur Überprüfung vorzulegen. Die EU-Kommission will das Abkommen dennoch vorläufig anwenden, sodass der Vertrag in Kraft tritt, sobald ihn der erste Mercosur-Staat ratifiziert hat. Dies wird für März 2026 erwartet. Die weitreichende ökonomische Kooperation von EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern ist ein Meilenstein für den globalen Freihandel – und gerade die exportstarke deutsche Wirtschaft könnte davon besonders profitieren. Die wichtigsten Details im Überblick. Mercosur: Ein attraktiver Markt mit großem Potenzial Das EU-Mercosur-Abkommen öffnet einen Markt von rund 272 Millionen Menschen und damit einen der größten Verbraucherräume außerhalb Europas. Anders als häufig wahrgenommen, ist Mercosur kein Niedrigeinkommensraum, sondern liegt mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von mehr als 14.000 US-Dollar pro Kopf sogar leicht...

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Prozessautomatisierung: Wir begleiten die Bundesagentur für Arbeit https://klardenker.kpmg.de/prozessautomatisierung-wir-begleiten-die-bundesagentur-fuer-arbeit/ Wed, 28 Jan 2026 18:31:47 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48617 Wie ein zentraler Verwaltungsprozess technisch und organisatorisch neu aufgesetzt wurde.

Keyfacts: Die Bundesagentur für Arbeit automatisierte die Online-Arbeitssuchmeldung trotz Technologiewechsels im laufenden Projekt. Projektsteuerung und gezieltes Change-Management sicherten Umsetzung und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. Die Automatisierung reduzierte manuelle Bearbeitungszeiten deutlich und entlastete die Fachbereiche spürbar. Ein Technologiewechsel mitten im Projekt, Unsicherheiten bei Mitarbeitenden und ein enger Zeitplan: Im Interview berichten Sebastian Jacobi, Projektmanager, Bundesagentur für Arbeit, und unsere Expertin für Public Sector Consulting, Dr. Doris Böhme, wie die Automatisierung der Online-Arbeitssuchmeldungen bei der Bundesagentur für Arbeit in einem gemeinsamen Projekt dennoch umgesetzt wurde – und welche Rolle Projektsteuerung und Change-Management dabei gespielt haben. Wie kam die Zusammenarbeit zustande und was war die Ausgangssituation? Sebastian Jacobi: Bis zum Projektabschluss wurden bei uns die Online-Arbeitssuchmeldungen zwar elektronisch erfasst, aber anschließend manuell weiterverarbeitet – jeder Fall dauerte rund acht Minuten. Das war zeitaufwendig und fehleranfällig. Wir wollten diesen Prozess automatisieren, um die Kolleg:innen zu entlasten und ihnen mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Kund:innen zu geben. Für das Projekt brauchten wir Unterstützung in Projektleitung, Qualitätsmanagement und Change-Management. Ziel war es, zusätzliches Know-how einzubringen und die Umsetzung stabil abzusichern. Als das Projekt ausgeschrieben wurde, haben wir KPMG als externen Dienstleister ausgewählt. Entscheidend waren die angebotenen Skills und das Fachwissen. Welche Ziele standen im...

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Ein Jahr Trump: Die wichtigsten Erkenntnisse für deutsche Unternehmen https://klardenker.kpmg.de/ein-jahr-trump-folgen-fuer-deutsche-unternehmen/ Tue, 20 Jan 2026 12:18:10 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48437 Wie gravierend sind die Auswirkungen der US-Wirtschaftspolitik – und was kommt noch?

Keyfacts: Donalds Trumps Zollpolitik verursacht erhebliche Belastungen, auf die Unternehmen mit einem Mix aus Kostenübernahme, Preisanpassungen und Strukturanpassungen reagieren. Die EU-Kommission versucht als Ergänzung für den US-Markt neue Freihandelsabkommen mit andere Regionen und Ländern abzuschließen, etwa das EU-Mercosur-Abkommen – das jedoch vom EU-Parlament zur finalen Überprüfung an den Europäischen Gerichthof übermittelt wurde – oder das jüngst beschlossene Abkommen mit Indien. Die Midterms, Zwischenwahlen am 3. November, könnten Trumps Handlungsspielräume deutlich einschränken – mit weitreichenden Folgen für die „America first“-Agenda. Am 20. Januar 2025 übernahm Donald Trump zum zweiten Mal die US-Präsidentschaft. Er kündigte ökonomische Umwälzungen an – und er hielt Wort. Von flächendeckend eingesetzten Zöllen bis zu branchenspezifischen Markteingriffen: Für große Handelspartner wie Deutschland ist die breitgefächerte Neujustierung der US-Wirtschaftspolitik ein tiefer Einschnitt. Neben unmittelbaren Auswirkungen sind auch globale Dominoeffekte spürbar. Das macht ein Zwischenfazit erforderlich: Was wurde umgesetzt, was sind die Folgen – und wie reagieren deutsche Unternehmen? Ein Überblick. So haben Unternehmen auf die Zölle reagiert „Zölle – das ist mein Lieblingswort“, hatte Donald Trump bereits im Wahlkampf gesagt. Flächendeckend hat seine Administration nach dem Wahlsieg Importzölle erhoben. Die Einfuhrabgaben belasten die in die USA importierenden Unternehmen, auch wenn das noch nicht alle Statistiken ausweisen: Vor dem Inkrafttreten...

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EU und USA: Neue Rolle für deutsche Unternehmen im transatlantischen Handel https://klardenker.kpmg.de/eu-und-usa-neue-rolle-fuer-deutsche-unternehmen-im-transatlantischen-handel/ Wed, 26 Nov 2025 16:02:40 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48090 Das Handelsabkommen ist ein Stabilitätsfaktor. Entscheidend ist nun strategischer Dialog.

Keyfacts  Das neue Handelsabkommen zwischen der EU und den USA begrenzt Zölle auf EU-Exporte auf maximal 15 Prozent – und verhindert eine zuvor drohende Eskalation auf 30 Prozent.  Deutsche Unternehmen profitieren von neuer Planungssicherheit in einem der wichtigsten Absatzmärkte der Welt.  Strategischer Dialog mit der US-Administration wird zum entscheidenden Faktor, um Risiken zu steuern und Chancen aktiv zu nutzen.  Der im Juli 2025 vereinbarte EU-US-Handelsdeal hat die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen spürbar stabilisiert. Die Gefahr einer Eskalation mit Zöllen von bis zu 30 Prozent wurde abgewendet – ein Ergebnis, das exportorientierten deutschen Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit gibt. In einem zunehmend politisierten Handelsumfeld wird diese Verlässlichkeit zu einem zentralen Faktor für Investitions- und Standortentscheidungen.  Gleichzeitig ist klar: Die konkrete Ausgestaltung des Abkommens beginnt erst. Für Unternehmen entsteht damit ein wichtiges Gestaltungsfenster – und die Notwendigkeit, sich stärker in politische Prozesse einzubringen als bisher.  Unternehmensengagement wird zum strategischen Erfolgsfaktor Die handelspolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen: Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, politische Prozesse ausschließlich auf der Ebene klassischer Government-Affairs-Teams zu begleiten.  Handelspolitische Entscheidungen – auf US- wie auf EU-Seite – wirken heute unmittelbar auf Geschäftsmodelle: Lieferketten, Standortentscheidungen, Exportströme, Marktzugänge. Entsprechend erwarten politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Washington, dass Unternehmen mit klar definierten Interessen, fundierten Analysen und einer konsistenten Kommunikationslinie auftreten.  Dazu gehört auch, dass strategisch...

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Weniger Regulatorik: UK macht Eigenständigkeit zum Standortfaktor https://klardenker.kpmg.de/weniger-regulierung-in-uk-chancen-fuer-deutsche-unternehmen/ Fri, 14 Nov 2025 06:31:43 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47985 Wie deutsche Unternehmen Großbritanniens Status als Nicht-EU-Land nutzen können.

Keyfacts: 30 Prozent der deutschen Unternehmen sehen Standortvorteile in der weniger restriktiven Regulierung in UK – Tendenz steigend. Neue Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs öffnen Zugang zu Märkten, mit denen die EU keine entsprechenden Vereinbarungen besitzt. Der britische Markt ermöglicht schnellere Innovationszyklen als der EU-Binnenmarkt. Rund ein Jahrzehnt nach dem Brexit-Referendum zeichnet sich im deutsch-britischen Handelskorridor eine Trendwende ab. Das ist eines der Ergebnisse des „German-British Business Outlook 2025“. Demnach erwarten 85 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bessere Beziehungen mit Großbritannien. Das volatile geopolitische Umfeld und die angespannte Sicherheitslage in Europa führen zu einer Rückbesinnung auf gleichgesinnte Partner – politische Signale wie der im Juli unterzeichnete Britisch-Deutsche Freundschaftsvertrag (Kensington Treaty) unterstreichen diesen Kurs. Als Folge dessen rückt das Vereinigte Königreich auch für deutsche Unternehmen wieder stärker in den Fokus strategischer Entscheidungen. Regulatorische Freiräume als Standortvorteil Stärker und nachhaltiger als die Europäische Union setzt Großbritannien auf weniger Regulierung, schnellere Genehmigungen und neue Handelsabkommen. Für Unternehmen entsteht dadurch ein Umfeld, das Innovation fördert, statt sie auszubremsen. 30 Prozent der Befragten sehen inzwischen Vorteile in der britischen Regulierungslandschaft (gegenüber 24 Prozent in der Vorjahres-Befragung). Verstärkt wird dieser Trend durch die jüngst geschlossenen neuen Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs mit Indien und den USA. Besonders Zukunftsbranchen...

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Deutsch-chinesischer Außenhandel weiterhin in Schieflage https://klardenker.kpmg.de/deutschland-china-aussenhandel-dramatische-entwicklung/ Thu, 13 Nov 2025 12:20:21 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=40331 Wo sollte die Politik angesichts der dramatischen Entwicklung jetzt ansetzen?

Deutschlands Außenhandel mit China ist seit 2021 aus der Balance geraten. Die vorliegenden Zahlen für 2024 sowie die aktuellen Prognosen für 2025 geben keinen Anlass zur Entwarnung – im Gegenteil: Die Schieflage verschärft sich weiter. Der Wert deutscher Einfuhren aus China war 2023 stark gesunken, während die Exporte nach China nur leicht zurückgingen. Dadurch verringerte sich das deutsche Außenhandelsdefizit von seinem Allzeithoch im Jahr 2022 (86,1 Milliarden Euro) zunächst auf 59,5 Milliarden Euro. 2024 jedoch stieg das Defizit wieder auf rund 67 Milliarden Euro an, weil die Exporte nach China weiter zurückgingen, während die Importe praktisch unverändert blieben. Für 2025 prognostiziert die bundeseigene Germany Trade & Invest (GTAI) nun ein neues Rekorddefizit von etwa 87 Milliarden Euro. Von 2020 auf 2021 hatte sich das Defizit von circa 20 auf knapp 40 Milliarden Euro nahezu verdoppelt, von 2020 auf 2022 sogar vervierfacht. Zwar deutete 2023 zunächst eine Entspannung an, doch mittlerweile ist klar: Der Rückgang war lediglich eine temporäre Delle im Trend einer strukturellen Schieflage. Ist das eine besorgniserregende langfristige Entwicklung, die die deutsche Wirtschaft wachrütteln und die deutsche Politik zum Handeln bringen sollte? Größeres Handelsbilanzdefizit von Corona getrieben? Vorab: Dass die Differenz zwischen dem Wert der chinesischen Exporte nach Deutschland...

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Digitaler Produktpass: Transparenz und Compliance im Fokus https://klardenker.kpmg.de/digitaler-produktpass-transparenz-und-compliance-im-fokus/ Tue, 04 Nov 2025 09:01:07 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47924 Was Unternehmen jetzt über Anforderungen, Umsetzung und Mehrwert wissen sollten.

Keyfacts: Der Digitale Produktpass (DPP) wird zur Pflicht – zuerst für die Textilbranche ab 2027. Unternehmen sollten Datenmanagement, Transparenz und Lieferketten neu denken. Frühzeitige Vorbereitung kann Compliance, Effizienzgewinne und Wettbewerbsvorteile sichern. Der Digitale Produktpass (DPP) kommt – und mit ihm neue Anforderungen an Transparenz, Datenmanagement und Compliance. Was bedeutet das konkret für Unternehmen? Die KPMG-Experten für Wertschöpfungsketten Dr. Kai Henke und Constantin Westkott geben Antworten. Warum ist der Digitale Produktpass gerade jetzt ein so wichtiges Thema? Kai Henke: Ich bin davon überzeugt, dass wir in diesem Bereich nicht über-, sondern unterreguliert sind, denn Standards sind die DNA des Deutschen Mittelstandes. Ein Beispiel: Unternehmen A stellt Schrauben her und Unternehmen B stellt Muttern her. Beide Unternehmen halten sich an die DIN-Standards und die Produkte passen zusammen. Das, was wir in der analogen Welt gemacht haben, muss jetzt auch in der digitalen Welt gemacht werden und dafür brauchen wir den Digitalen Produktpass. Regulatorisch gesehen ist der Digitale Produktpass Teil der Eco-design for Sustainable Products Regulation (ESPR), die bereits 2024 verabschiedet wurde. Das ursprüngliche Ziel des ESPR ist es, die ökologische Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit von Produkten zu verbessern. Ich erhoffe mir von dem DPP allerdings auch einen Effizienzgewinn: Weniger Excel und PDF und...

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Seltene Erden: So sollten Sie auf Chinas neue Exportregeln reagieren https://klardenker.kpmg.de/seltene-erden-so-sollten-sie-auf-chinas-neue-exportregeln-reagieren/ Tue, 14 Oct 2025 08:25:29 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47779 Durch welche Maßnahmen Sie jetzt Resilienz aufbauen können.

Keyfacts: Die neuen Exportregeln für seltene Erden ab Dezember 2025 erweitern Chinas geopolitischen Einfluss auf globale Lieferketten. Aktualisierte Risikoanalysen und transparente Lieferketten sichern die Einhaltung der neuen Vorgaben. Wer jetzt datenbasierte Tools und Prozesse etabliert, kann nicht nur regulatorische Risiken abfedern, sondern auch Resilienz und Transparenz in der Lieferkette langfristig stärken. China verschärft die Exportkontrollen für seltene Erden und deren Technologien ab Dezember 2025. Betroffen sind auch internationale Produkte, die chinesische Rohstoffe enthalten. Diese Maßnahmen werden die Versorgung kritischer Industrien nachhaltig beeinflussen und erfordern kurzfristig Anpassungen im Compliance Management. Strategischer Rohstoff mit geopolitischer Sprengkraft Seltene Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, darunter die Lanthaniden sowie Scandium und Yttrium. Sie kommen in der Erdkruste zwar relativ häufig vor, sind aber selten in abbauwürdigen Konzentrationen zu finden. Diese Metalle sind essenziell für moderne Technologien. Sie werden beispielsweise für die Herstellung von Magneten, Batterien und Leuchtstoffen benötigt. Im Fokus stehen unter anderem Branchen wie Elektronik, erneuerbare Energien oder Rüstung. Die Aufbereitung der Erden kann in Teilen sehr umweltschädlich werden und ist demzufolge mit gesetzlichen Auflagen und Bürgerinteressen in westlichen Staaten nur schwerlich vereinbar. China ist bei den Fähigkeiten und Kapazitäten zur Aufbereitung dieser Rohstoffe führend und hat sich eine dominierende Marktstellung...

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Due Diligence unter Zeitdruck: Projektbegleitung für die Buhlmann-Group https://klardenker.kpmg.de/due-diligence-unter-zeitdruck-projektbegleitung-fuer-die-buhlmann-group/ Wed, 08 Oct 2025 07:14:29 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47720 So haben wir das Stahlhandelsunternehmen bei einer komplexen Transaktion unterstützt.

Keyfacts: Die Buhlmann-Group schloss die Due Diligence für 17 Standorte in nur sechs Wochen ab. Pensionsgutachten, Forderungsstruktur und Anzahlungen hatten Einfluss auf den Kaufpreis. KPMG und die Buhlmann-Group arbeiteten in kurzen Abstimmungsschleifen mit klarer Priorisierung – ein Modell für künftige Transaktionen. Enge Zeitpläne und viel Verhandlungsspielraum: Internationale Transaktionen verlangen hohe Aufmerksamkeit und schnelle Entscheidungen. Im Interview geben Philipp Tengel, CFO der Buhlmann-Group, einem internationalen Spezialisten für Rohrleitungs- und Anlagenbau, und Nelson Donovan, Director, Deal Advisory, KPMG, Einblicke in die besondere Dynamik einer internationalen Due Diligence: Die Buhlmann-Group hat im Jahr 2023 die LISEGA-Gruppe, einen internationalen Hersteller für Rohrhalterungen, gekauft. Wie kam die Zusammenarbeit zustande und was war die Ausgangssituation? Philipp Tengel: Den ersten Kontakt mit dem Target, der LISEGA-Gruppe, hatten wir im Sommer 2023. Für uns war sofort klar: strategisch ein sehr interessantes Unternehmen, weil es uns sowohl geografisch als auch inhaltlich neue Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig hatte der Deal mit rund 170-180 Millionen Euro Umsatz und 17 Standorten, davon 12 Produktionsstandorte in mehreren Ländern eine Dimension, die wir so bisher nicht kannten. Wir sind erfahren in M&A, aber wir wussten auch: Diese Transaktion stemmen wir nicht allein. Entsprechend haben wir uns umgesehen, wer uns begleiten kann. Ich kenne KPMG seit...

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Automobilhersteller unter Druck: Vertrauen wird zum wichtigsten Gut https://klardenker.kpmg.de/automobilhersteller-unter-druck-vertrauen-wird-zum-wichtigsten-gut/ Mon, 06 Oct 2025 11:39:26 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47691 Asien überzeugt mit Tempo, Europa mit Markenversprechen – beides prägt die Zukunft.

Keyfacts: Asiatische Hersteller setzen Europas Autoindustrie massiv unter Handlungsdruck. Europäische Hersteller steigern ihr Innovationstempo und präsentieren neue Modelle. Europas Marken punkten weiterhin mit Glaubwürdigkeit und Vertrauenskapital. Hat Europa den Anschluss in der Autoindustrie schon verloren? Diese Frage höre ich oft – und sie ist berechtigt. Denn die Dynamik, mit der asiatische Hersteller in den letzten Jahren neue Marktanteile erobert haben, hat selbst erfahrene Führungskräfte überrascht. Spätestens auf der Automesse in Shanghai 2023 wurde vielen klar, dass die europäische Autoindustrie nicht länger unangefochten an der Spitze steht. Von der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in München habe ich aus Gesprächen mit Top-Entscheidern der Branche allerdings auch diesen Eindruck mitgenommen: Europas Autoindustrie hat aus den vergangenen Jahren gelernt und begegnet dem Druck nun mit neuem Elan. Ein Kontinent unter Druck Die Automobilhersteller in Deutschland und Europa kommen aus einer Position der Stärke. Jahrzehntelang waren drei große Profitpools – USA, China und Europa – eine sichere Basis. Doch inzwischen schmilzt dieser Vorteil dahin. Hohe Investitionen in Elektromobilität, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle treffen auf sinkende Margen. Dazu kommen geopolitische Spannungen, eine unklare Regulierung und eine zunehmende Lokalisierung von Wertschöpfungsketten. >>> Die Automobilbranche steht vor ihrer größten Transformation: Hören Sie dazu auch im Podcast die Einschätzung unseres...

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Auslaufsteuerung: Warum Unternehmen hier Millionen verschenken https://klardenker.kpmg.de/auslaufsteuerung-warum-unternehmen-hier-millionen-verschenken/ Fri, 26 Sep 2025 11:56:44 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47648 Und wie sich mit drei Maßnahmen gezielt gegensteuern lässt.

Keyfacts: Fehlende Auslaufsteuerung kostet Milliarden, da Obsoletbestände Kapital binden und die Flexibilität schwächen, besonders in der Chemie- und Kosmetikindustrie. Sales & Operations Planning (S&OP) schafft die Grundlage, um Transparenz und Handlungsfähigkeit im Planungsprozess zu sichern. Drei Hebel machen den Unterschied: Prozesse verankern, datenbasierte Systeme nutzen und Auslaufsteuerung zur Chefsache machen. Unter Auslaufsteuerung versteht man die zielgerichtete und planvolle Einstellung bzw. Phase-out von Produkten am Ende des Produktlebenszyklus (Degenerationsphase). In vielen Unternehmen spielt die Auslaufsteuerung von Produkten noch immer eine untergeordnete Rolle. Oft wird das Thema erst dann aufgerufen, wenn Lager überquellen und Kapital gebunden ist. Aus Angst, Kunden nicht rechtzeitig beliefern zu können, produzieren Unternehmen lieber zu viel und riskieren damit ein hohes obsoletes Inventar. Was als Sicherheitsmaßnahme gedacht ist, wird so schnell zum Kostenfaktor. Hohe Risiken, hohe Bestände: Warum die Chemieindustrie besonders betroffen ist Gerade in der Chemieindustrie verstärken sich die Risiken am Ende des Produktlebenszyklus: Lange Vorlaufzeiten, komplexe regulatorische Vorgaben und volatile Märkte machen die Steuerung besonders anspruchsvoll. Kein Wunder also, dass der Anteil obsoleter Bestände in der Chemie- und Kosmetikbranche regelmäßig zwischen 15 und 30 Prozent der gesamten Lagerbestände liegt, ein Wert, der nicht nur Kapital bindet, sondern auch die operative Flexibilität spürbar einschränkt und im schlimmsten...

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Zehn Irrtümer der Internationalisierung – und wie man sie vermeidet https://klardenker.kpmg.de/zehn-irrtuemer-der-internationalisierung-und-wie-man-sie-vermeidet/ Tue, 23 Sep 2025 09:31:50 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47595 Was Unternehmen vor dem Schritt ins Ausland unbedingt bedenken sollten.

Keyfacts: Nicht selten unterschätzen Unternehmen die Anforderungen internationaler Märkte, insbesondere beim Einstieg in ganz neue Märkte. Gründliche Vorbereitung und Analyse der eigenen Strukturen sind essenziell für den erfolgreichen Markteintritt. Internationalisierung ist ein langfristiger, kontinuierlicher Prozess, kein einmaliger Schritt. Deutsche Unternehmen zieht es aus vielen Gründen ins Ausland: um neue Absatzmärkte zu erschließen, kostengünstiger zu produzieren, Zugang zu Forschung und Entwicklungen in anderen Weltregionen zu gewinnen, die Geschäftsaktivitäten zu diversifizieren oder Lieferketten abzusichern. Gleichzeitig erhöht sich der Druck von außen: Geopolitische Spannungen, der Trend zur Regionalisierung der gesamten Wertschöpfungsketten, wachsender Protektionismus und die Störungen globaler Lieferketten treiben die Internationalisierung zusätzlich voran. Der Schritt ins Ausland will jedoch gut vorbereitet sein. Viele Unternehmen unterschätzen die Anforderungen internationaler Märkte, insbesondere beim Einstieg in ganz neue Märkte, wie Indien, Südostasien, Afrika, Mittlerer Osten oder Südamerika. Doch auch die eher etablierten Märkte, wie die USA, China oder Osteuropa verändern sich ständig und bergen für deutsche Unternehmen vielfältige Herausforderungen – aber auch neue Geschäftschancen. Zielmärkte deutscher Unternehmen: Die USA sind mit Abstand der wichtigste Standort für deutsche Auslandseinheiten, gefolgt von China, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.   Ein häufiges Problem: Der Markteintritt erfolgt überstürzt, ohne systematische Vorbereitung oder fundierte Marktkenntnis. Die Folge sind strategische Rückschläge, Reputationsverluste und...

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Wertorientierte Transformation: Drei entscheidende Handlungsfelder https://klardenker.kpmg.de/wertorientierte-transformation-drei-entscheidende-handlungsfelder/ Fri, 29 Aug 2025 07:40:48 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47513 Mit einem multidimensionalen Ansatz zu mehr Performance und langfristigem Erfolg.

Keyfacts: Value-Improvement-Programme heben übergreifende Potenziale und gehen über Einzeloptimierungen hinaus. Der Einsatz moderner Technologien dient als Beschleuniger, um die Effizienz im Unternehmen zu steigern. Ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit sind entscheidend für die langfristige Attraktivität am Absatz- und Kapitalmarkt. Unternehmen in Deutschland stecken in einer strukturellen Veränderung: Globale Konflikte, Protektionismus, technologische Umbrüche und erhebliche Anforderungen im Zusammenhang mit der nachhaltigen Transformation treffen auf teils überholte Geschäftsmodelle. Das Ergebnis: wachsender Handlungsdruck bei sinkender Planungssicherheit. Dabei reicht es oft nicht mehr aus, einzelne Funktionsbereiche zu optimieren. Wer heute erfolgreich bleiben will, sollte sein Geschäftsmodell grundlegend anpassen: effizienter wirtschaften, widerstandsfähiger aufgestellt sein und gezielt wachsen – auch unter schwierigen Bedingungen. Dafür sind meiner Meinung nach drei Handlungsfelder entscheidend. Ganzheitliche Performance-Steigerung: Worauf Unternehmen jetzt setzen sollten Wertsteigerung gelingt nicht durch punktuelle Maßnahmen, sondern durch einen ganzheitlichen Blick auf alle Unternehmensbereiche. Datenbasierte Analysen und Benchmarking zeigen schnell, wo Potenzial liegt – und wo es sich lohnt, anzusetzen. Diese Hebel sollten konsequent priorisiert und mit Fachwissen in den jeweiligen Funktionen umgesetzt werden. Unsere aktuelle Studie „Performance Improvement Perspectives 2025“ zeigt: Kurzfristig bringt vor allem das Optimieren von Prozessen spürbare Effekte. Mittel- und langfristig geht es um mehr – um strategische Neuausrichtung und den gezielten Einsatz moderner Technologien....

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