Geopolitik – KPMG Klardenker https://klardenker.kpmg.de/thema/business-performance-resilienz/geopolitik/ Klardenker - der Blog zu aktuellen Wirtschaftsthemen, die Unternehmen bewegen Fri, 20 Feb 2026 17:13:18 +0000 de hourly 1 https://klardenker.kpmg.de/wp-content/uploads/2016/04/cropped-app-icon_512x512-32x32.png Geopolitik – KPMG Klardenker https://klardenker.kpmg.de/thema/business-performance-resilienz/geopolitik/ 32 32 Wichtige Impulse für Unternehmen von der Münchner Sicherheitskonferenz https://klardenker.kpmg.de/wichtige-impulse-fuer-unternehmen-von-der-muenchner-sicherheitskonferenz/ Thu, 19 Feb 2026 12:19:52 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48851 Die geopolitische Lage wandelt sich. Szenarien helfen, Entscheidungen abzusichern.

Keyfacts: Viele Unternehmen sehen gravierende geopolitische Risiken, aber nur wenige arbeiten mit systematischen Forecasting-Modellen. Die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt: USA, Europa und China verändern ihre globalen Rollen. Unternehmen sollten diese Verschiebungen in Szenarien abbilden. Wer geopolitische Entwicklungen vorausschauend analysiert, schafft die Basis für robuste strategische Entscheidungen. Für eine Studie haben wir Führungskräfte aus rund 350 Unternehmen gefragt, welchen Einfluss geopolitische Entwicklungen und Risiken auf Geschäftsprozesse sowie Strategie haben. Die Ergebnisse zeigen: 58 Prozent der Befragten fühlen sich stark oder sehr stark von geopolitischen Risiken betroffen. Gleichzeitig betreiben nur 25 Prozent systematisches Forecasting. Die Lücke zwischen Wahrnehmung und Reaktion ist also erheblich. Wie elementar sich die Bedeutung von Geopolitik für wirtschaftliche Weichenstellungen in den vergangenen Jahren geändert hat, verdeutlicht ein Zitat vom einem der befragten Entscheidungsträger: „Wenn man vor fünf Jahren das Wort Geopolitik in den Mund genommen hätte, hätten viele gesagt: Worüber reden wir hier? Heute ist das Thema auf jeder Vorstands-Agenda.“ Weitere Zitate und Ergebnisse können Sie in unserer Studie nachlesen: Navigating Geopolitics – Risikomanagement, Forecasting und Best Practices Geopolitik als kritischer Erfolgsfaktor für Wettbewerbsfähigkeit Geopolitik ist kein Randthema mehr, sondern ein strategischer Kernfaktor. Ich habe von der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2026 drei Beobachtungen mitgenommen, die verdeutlichen, wie sich geopolitische Konstanten...

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Wachstumstreiber Indien: So können deutsche Unternehmen profitieren https://klardenker.kpmg.de/wachstumstreiber-indien-so-koennen-deutsche-unternehmen-profitieren/ Wed, 11 Feb 2026 12:07:51 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48713 Warum deutsche Unternehmen Produktion, Beschaffung und Markt in Indien neu ausrichten.

Keyfacts: Indien als Resilienz-Baustein: Viele Unternehmen erweitern Kapazitäten – nicht als China-Ersatz, sondern zur Risikostreuung. Mehr als IT und Services: Das Land entwickelt sich zunehmend zu einem Industrie-, Beschaffungs- und Absatzstandort. Erfolg braucht Governance: Föderale Komplexität, Bürokratie und Compliance-Risiken erfordern klare Steuerung, lokales Know-how und robustes Projektmanagement. Indien rückt immer stärker sichtbar ins Zentrum der europäischen Wirtschafts- und Geopolitik. Bundeskanzler Friedrich Merz wählte Indien bewusst als Ziel seiner ersten Asienreise und unterstrich damit den politischen Willen zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen. Parallel haben die Europäische Union und Indien nach langen Verhandlungen ein Handelsabkommen geschlossen, das Handelshemmnisse senken und die Partnerschaft auf ein neues Niveau heben soll. Hochrangige EU-Vertreter waren zudem am indischen Tag der Republik in Neu-Delhi präsent. Diese Entwicklungen zeigen: Indien gewinnt als Handelspartner, Produktionsstandort und Innovationshub schneller an Bedeutung, als viele Strategien bislang abbilden. Wir beleuchten, warum die deutsche Industrie Indien zunehmend in den Fokus nimmt. Warum gewinnt Indien gerade jetzt strategisch an Bedeutung – und welche Rolle spielt das Land in der Neuordnung globaler Wertschöpfungsketten? Indien gewinnt an strategischer Bedeutung, da Unternehmen ihre globale Aufstellung neu ausrichten. An die Stelle einer primären Effizienz- und Skalierungslogik, treten zunehmend Aspekte wie Resilienz, Risikostreuung und Standortabsicherung. Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten beschleunigen...

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Das sind die größten Chancen des EU-Mercosur-Abkommens https://klardenker.kpmg.de/das-sind-die-groessten-chancen-des-eu-mercosur-abkommens/ Mon, 09 Feb 2026 09:55:35 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48690 Zollbefreiungen und strategische Partnerschaft: Analyse des Mega-Deals.

Den Handel mit globalen Wachstumsmärkten fördern und gleichzeitig geostrategisch diversifizieren – das ist aktuell ein vorrangiges wirtschaftspolitisches Ziel der Europäischen Union. Mit dem im Januar 2026 unterzeichneten Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Mitgliedern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay ist das nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen jetzt gelungen. Sollte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in den kommenden Jahren nicht doch noch widersprechen, entsteht gemeinsam mit dem südamerikanischen Staatenbund einer der größten weitgehend zollfreien Handelsräume weltweit. Dass Unsicherheit bleibt, liegt am umstrittenen Beschluss einer sehr knappen Mehrheit des EU-Parlaments, das Abkommen dem EuGH zur Überprüfung vorzulegen. Die EU-Kommission will das Abkommen dennoch vorläufig anwenden, sodass der Vertrag in Kraft tritt, sobald ihn der erste Mercosur-Staat ratifiziert hat. Dies wird für März 2026 erwartet. Die weitreichende ökonomische Kooperation von EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern ist ein Meilenstein für den globalen Freihandel – und gerade die exportstarke deutsche Wirtschaft könnte davon besonders profitieren. Die wichtigsten Details im Überblick. Mercosur: Ein attraktiver Markt mit großem Potenzial Das EU-Mercosur-Abkommen öffnet einen Markt von rund 272 Millionen Menschen und damit einen der größten Verbraucherräume außerhalb Europas. Anders als häufig wahrgenommen, ist Mercosur kein Niedrigeinkommensraum, sondern liegt mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von mehr als 14.000 US-Dollar pro Kopf sogar leicht...

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Ein Jahr Trump: Die wichtigsten Erkenntnisse für deutsche Unternehmen https://klardenker.kpmg.de/ein-jahr-trump-folgen-fuer-deutsche-unternehmen/ Tue, 20 Jan 2026 12:18:10 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48437 Wie gravierend sind die Auswirkungen der US-Wirtschaftspolitik – und was kommt noch?

Keyfacts: Donalds Trumps Zollpolitik verursacht erhebliche Belastungen, auf die Unternehmen mit einem Mix aus Kostenübernahme, Preisanpassungen und Strukturanpassungen reagieren. Die EU-Kommission versucht als Ergänzung für den US-Markt neue Freihandelsabkommen mit andere Regionen und Ländern abzuschließen, etwa das EU-Mercosur-Abkommen – das jedoch vom EU-Parlament zur finalen Überprüfung an den Europäischen Gerichthof übermittelt wurde – oder das jüngst beschlossene Abkommen mit Indien. Die Midterms, Zwischenwahlen am 3. November, könnten Trumps Handlungsspielräume deutlich einschränken – mit weitreichenden Folgen für die „America first“-Agenda. Am 20. Januar 2025 übernahm Donald Trump zum zweiten Mal die US-Präsidentschaft. Er kündigte ökonomische Umwälzungen an – und er hielt Wort. Von flächendeckend eingesetzten Zöllen bis zu branchenspezifischen Markteingriffen: Für große Handelspartner wie Deutschland ist die breitgefächerte Neujustierung der US-Wirtschaftspolitik ein tiefer Einschnitt. Neben unmittelbaren Auswirkungen sind auch globale Dominoeffekte spürbar. Das macht ein Zwischenfazit erforderlich: Was wurde umgesetzt, was sind die Folgen – und wie reagieren deutsche Unternehmen? Ein Überblick. Webcast Live spezial: Ein Jahr Präsident Donald Trump Eine Zwischenbilanz mit den wichtigsten Erkenntnissen für deutsche Unternehmen. Dienstag, 24. Februar 2026 | 14:00–15:00 Uhr Jetzt kostenlos anmelden So haben Unternehmen auf die Zölle reagiert „Zölle – das ist mein Lieblingswort“, hatte Donald Trump bereits im Wahlkampf gesagt. Flächendeckend hat...

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EU und USA: Neue Rolle für deutsche Unternehmen im transatlantischen Handel https://klardenker.kpmg.de/eu-und-usa-neue-rolle-fuer-deutsche-unternehmen-im-transatlantischen-handel/ Wed, 26 Nov 2025 16:02:40 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=48090 Das Handelsabkommen ist ein Stabilitätsfaktor. Entscheidend ist nun strategischer Dialog.

Keyfacts  Das neue Handelsabkommen zwischen der EU und den USA begrenzt Zölle auf EU-Exporte auf maximal 15 Prozent – und verhindert eine zuvor drohende Eskalation auf 30 Prozent.  Deutsche Unternehmen profitieren von neuer Planungssicherheit in einem der wichtigsten Absatzmärkte der Welt.  Strategischer Dialog mit der US-Administration wird zum entscheidenden Faktor, um Risiken zu steuern und Chancen aktiv zu nutzen.  Der im Juli 2025 vereinbarte EU-US-Handelsdeal hat die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen spürbar stabilisiert. Die Gefahr einer Eskalation mit Zöllen von bis zu 30 Prozent wurde abgewendet – ein Ergebnis, das exportorientierten deutschen Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit gibt. In einem zunehmend politisierten Handelsumfeld wird diese Verlässlichkeit zu einem zentralen Faktor für Investitions- und Standortentscheidungen.  Gleichzeitig ist klar: Die konkrete Ausgestaltung des Abkommens beginnt erst. Für Unternehmen entsteht damit ein wichtiges Gestaltungsfenster – und die Notwendigkeit, sich stärker in politische Prozesse einzubringen als bisher.  Unternehmensengagement wird zum strategischen Erfolgsfaktor Die handelspolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen: Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, politische Prozesse ausschließlich auf der Ebene klassischer Government-Affairs-Teams zu begleiten.  Handelspolitische Entscheidungen – auf US- wie auf EU-Seite – wirken heute unmittelbar auf Geschäftsmodelle: Lieferketten, Standortentscheidungen, Exportströme, Marktzugänge. Entsprechend erwarten politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Washington, dass Unternehmen mit klar definierten Interessen, fundierten Analysen und einer konsistenten Kommunikationslinie auftreten.  Dazu gehört auch, dass strategisch...

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Weniger Regulatorik: UK macht Eigenständigkeit zum Standortfaktor https://klardenker.kpmg.de/weniger-regulierung-in-uk-chancen-fuer-deutsche-unternehmen/ Fri, 14 Nov 2025 06:31:43 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47985 Wie deutsche Unternehmen Großbritanniens Status als Nicht-EU-Land nutzen können.

Keyfacts: 30 Prozent der deutschen Unternehmen sehen Standortvorteile in der weniger restriktiven Regulierung in UK – Tendenz steigend. Neue Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs öffnen Zugang zu Märkten, mit denen die EU keine entsprechenden Vereinbarungen besitzt. Der britische Markt ermöglicht schnellere Innovationszyklen als der EU-Binnenmarkt. Rund ein Jahrzehnt nach dem Brexit-Referendum zeichnet sich im deutsch-britischen Handelskorridor eine Trendwende ab. Das ist eines der Ergebnisse des „German-British Business Outlook 2025“. Demnach erwarten 85 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bessere Beziehungen mit Großbritannien. Das volatile geopolitische Umfeld und die angespannte Sicherheitslage in Europa führen zu einer Rückbesinnung auf gleichgesinnte Partner – politische Signale wie der im Juli unterzeichnete Britisch-Deutsche Freundschaftsvertrag (Kensington Treaty) unterstreichen diesen Kurs. Als Folge dessen rückt das Vereinigte Königreich auch für deutsche Unternehmen wieder stärker in den Fokus strategischer Entscheidungen. Regulatorische Freiräume als Standortvorteil Stärker und nachhaltiger als die Europäische Union setzt Großbritannien auf weniger Regulierung, schnellere Genehmigungen und neue Handelsabkommen. Für Unternehmen entsteht dadurch ein Umfeld, das Innovation fördert, statt sie auszubremsen. 30 Prozent der Befragten sehen inzwischen Vorteile in der britischen Regulierungslandschaft (gegenüber 24 Prozent in der Vorjahres-Befragung). Verstärkt wird dieser Trend durch die jüngst geschlossenen neuen Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs mit Indien und den USA. Besonders Zukunftsbranchen...

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Deutsch-chinesischer Außenhandel weiterhin in Schieflage https://klardenker.kpmg.de/deutschland-china-aussenhandel-dramatische-entwicklung/ Thu, 13 Nov 2025 12:20:21 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=40331 Wo sollte die Politik angesichts der dramatischen Entwicklung jetzt ansetzen?

Deutschlands Außenhandel mit China ist seit 2021 aus der Balance geraten. Die vorliegenden Zahlen für 2024 sowie die aktuellen Prognosen für 2025 geben keinen Anlass zur Entwarnung – im Gegenteil: Die Schieflage verschärft sich weiter. Der Wert deutscher Einfuhren aus China war 2023 stark gesunken, während die Exporte nach China nur leicht zurückgingen. Dadurch verringerte sich das deutsche Außenhandelsdefizit von seinem Allzeithoch im Jahr 2022 (86,1 Milliarden Euro) zunächst auf 59,5 Milliarden Euro. 2024 jedoch stieg das Defizit wieder auf rund 67 Milliarden Euro an, weil die Exporte nach China weiter zurückgingen, während die Importe praktisch unverändert blieben. Für 2025 prognostiziert die bundeseigene Germany Trade & Invest (GTAI) nun ein neues Rekorddefizit von etwa 87 Milliarden Euro. Von 2020 auf 2021 hatte sich das Defizit von circa 20 auf knapp 40 Milliarden Euro nahezu verdoppelt, von 2020 auf 2022 sogar vervierfacht. Zwar deutete 2023 zunächst eine Entspannung an, doch mittlerweile ist klar: Der Rückgang war lediglich eine temporäre Delle im Trend einer strukturellen Schieflage. Ist das eine besorgniserregende langfristige Entwicklung, die die deutsche Wirtschaft wachrütteln und die deutsche Politik zum Handeln bringen sollte? Größeres Handelsbilanzdefizit von Corona getrieben? Vorab: Dass die Differenz zwischen dem Wert der chinesischen Exporte nach Deutschland...

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Seltene Erden: So sollten Sie auf Chinas neue Exportregeln reagieren https://klardenker.kpmg.de/seltene-erden-so-sollten-sie-auf-chinas-neue-exportregeln-reagieren/ Tue, 14 Oct 2025 08:25:29 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47779 Durch welche Maßnahmen Sie jetzt Resilienz aufbauen können.

Keyfacts: Die neuen Exportregeln für seltene Erden ab Dezember 2025 erweitern Chinas geopolitischen Einfluss auf globale Lieferketten. Aktualisierte Risikoanalysen und transparente Lieferketten sichern die Einhaltung der neuen Vorgaben. Wer jetzt datenbasierte Tools und Prozesse etabliert, kann nicht nur regulatorische Risiken abfedern, sondern auch Resilienz und Transparenz in der Lieferkette langfristig stärken. China verschärft die Exportkontrollen für seltene Erden und deren Technologien ab Dezember 2025. Betroffen sind auch internationale Produkte, die chinesische Rohstoffe enthalten. Diese Maßnahmen werden die Versorgung kritischer Industrien nachhaltig beeinflussen und erfordern kurzfristig Anpassungen im Compliance Management. Strategischer Rohstoff mit geopolitischer Sprengkraft Seltene Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, darunter die Lanthaniden sowie Scandium und Yttrium. Sie kommen in der Erdkruste zwar relativ häufig vor, sind aber selten in abbauwürdigen Konzentrationen zu finden. Diese Metalle sind essenziell für moderne Technologien. Sie werden beispielsweise für die Herstellung von Magneten, Batterien und Leuchtstoffen benötigt. Im Fokus stehen unter anderem Branchen wie Elektronik, erneuerbare Energien oder Rüstung. Die Aufbereitung der Erden kann in Teilen sehr umweltschädlich werden und ist demzufolge mit gesetzlichen Auflagen und Bürgerinteressen in westlichen Staaten nur schwerlich vereinbar. China ist bei den Fähigkeiten und Kapazitäten zur Aufbereitung dieser Rohstoffe führend und hat sich eine dominierende Marktstellung...

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Due Diligence unter Zeitdruck: Projektbegleitung für die Buhlmann-Group https://klardenker.kpmg.de/due-diligence-unter-zeitdruck-projektbegleitung-fuer-die-buhlmann-group/ Wed, 08 Oct 2025 07:14:29 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47720 So haben wir das Stahlhandelsunternehmen bei einer komplexen Transaktion unterstützt.

Keyfacts: Die Buhlmann-Group schloss die Due Diligence für 17 Standorte in nur sechs Wochen ab. Pensionsgutachten, Forderungsstruktur und Anzahlungen hatten Einfluss auf den Kaufpreis. KPMG und die Buhlmann-Group arbeiteten in kurzen Abstimmungsschleifen mit klarer Priorisierung – ein Modell für künftige Transaktionen. Enge Zeitpläne und viel Verhandlungsspielraum: Internationale Transaktionen verlangen hohe Aufmerksamkeit und schnelle Entscheidungen. Im Interview geben Philipp Tengel, CFO der Buhlmann-Group, einem internationalen Spezialisten für Rohrleitungs- und Anlagenbau, und Nelson Donovan, Director, Deal Advisory, KPMG, Einblicke in die besondere Dynamik einer internationalen Due Diligence: Die Buhlmann-Group hat im Jahr 2023 die LISEGA-Gruppe, einen internationalen Hersteller für Rohrhalterungen, gekauft. Wie kam die Zusammenarbeit zustande und was war die Ausgangssituation? Philipp Tengel: Den ersten Kontakt mit dem Target, der LISEGA-Gruppe, hatten wir im Sommer 2023. Für uns war sofort klar: strategisch ein sehr interessantes Unternehmen, weil es uns sowohl geografisch als auch inhaltlich neue Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig hatte der Deal mit rund 170-180 Millionen Euro Umsatz und 17 Standorten, davon 12 Produktionsstandorte in mehreren Ländern eine Dimension, die wir so bisher nicht kannten. Wir sind erfahren in M&A, aber wir wussten auch: Diese Transaktion stemmen wir nicht allein. Entsprechend haben wir uns umgesehen, wer uns begleiten kann. Ich kenne KPMG seit...

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Automobilhersteller unter Druck: Vertrauen wird zum wichtigsten Gut https://klardenker.kpmg.de/automobilhersteller-unter-druck-vertrauen-wird-zum-wichtigsten-gut/ Mon, 06 Oct 2025 11:39:26 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47691 Asien überzeugt mit Tempo, Europa mit Markenversprechen – beides prägt die Zukunft.

Keyfacts: Asiatische Hersteller setzen Europas Autoindustrie massiv unter Handlungsdruck. Europäische Hersteller steigern ihr Innovationstempo und präsentieren neue Modelle. Europas Marken punkten weiterhin mit Glaubwürdigkeit und Vertrauenskapital. Hat Europa den Anschluss in der Autoindustrie schon verloren? Diese Frage höre ich oft – und sie ist berechtigt. Denn die Dynamik, mit der asiatische Hersteller in den letzten Jahren neue Marktanteile erobert haben, hat selbst erfahrene Führungskräfte überrascht. Spätestens auf der Automesse in Shanghai 2023 wurde vielen klar, dass die europäische Autoindustrie nicht länger unangefochten an der Spitze steht. Von der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in München habe ich aus Gesprächen mit Top-Entscheidern der Branche allerdings auch diesen Eindruck mitgenommen: Europas Autoindustrie hat aus den vergangenen Jahren gelernt und begegnet dem Druck nun mit neuem Elan. Ein Kontinent unter Druck Die Automobilhersteller in Deutschland und Europa kommen aus einer Position der Stärke. Jahrzehntelang waren drei große Profitpools – USA, China und Europa – eine sichere Basis. Doch inzwischen schmilzt dieser Vorteil dahin. Hohe Investitionen in Elektromobilität, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle treffen auf sinkende Margen. Dazu kommen geopolitische Spannungen, eine unklare Regulierung und eine zunehmende Lokalisierung von Wertschöpfungsketten. >>> Die Automobilbranche steht vor ihrer größten Transformation: Hören Sie dazu auch im Podcast die Einschätzung unseres...

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Zehn Irrtümer der Internationalisierung – und wie man sie vermeidet https://klardenker.kpmg.de/zehn-irrtuemer-der-internationalisierung-und-wie-man-sie-vermeidet/ Tue, 23 Sep 2025 09:31:50 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=47595 Was Unternehmen vor dem Schritt ins Ausland unbedingt bedenken sollten.

Keyfacts: Nicht selten unterschätzen Unternehmen die Anforderungen internationaler Märkte, insbesondere beim Einstieg in ganz neue Märkte. Gründliche Vorbereitung und Analyse der eigenen Strukturen sind essenziell für den erfolgreichen Markteintritt. Internationalisierung ist ein langfristiger, kontinuierlicher Prozess, kein einmaliger Schritt. Deutsche Unternehmen zieht es aus vielen Gründen ins Ausland: um neue Absatzmärkte zu erschließen, kostengünstiger zu produzieren, Zugang zu Forschung und Entwicklungen in anderen Weltregionen zu gewinnen, die Geschäftsaktivitäten zu diversifizieren oder Lieferketten abzusichern. Gleichzeitig erhöht sich der Druck von außen: Geopolitische Spannungen, der Trend zur Regionalisierung der gesamten Wertschöpfungsketten, wachsender Protektionismus und die Störungen globaler Lieferketten treiben die Internationalisierung zusätzlich voran. Der Schritt ins Ausland will jedoch gut vorbereitet sein. Viele Unternehmen unterschätzen die Anforderungen internationaler Märkte, insbesondere beim Einstieg in ganz neue Märkte, wie Indien, Südostasien, Afrika, Mittlerer Osten oder Südamerika. Doch auch die eher etablierten Märkte, wie die USA, China oder Osteuropa verändern sich ständig und bergen für deutsche Unternehmen vielfältige Herausforderungen – aber auch neue Geschäftschancen. Zielmärkte deutscher Unternehmen: Die USA sind mit Abstand der wichtigste Standort für deutsche Auslandseinheiten, gefolgt von China, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.   Ein häufiges Problem: Der Markteintritt erfolgt überstürzt, ohne systematische Vorbereitung oder fundierte Marktkenntnis. Die Folge sind strategische Rückschläge, Reputationsverluste und...

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Neuausrichtung der USA – Deutsche Unternehmen vor Zäsur https://klardenker.kpmg.de/donald-trump-erneut-us-praesident-deutsche-unternehmen-vor-zaesur/ Mon, 14 Jul 2025 06:00:51 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=43227 "America first 2.0": Eine Analyse der wirtschaftspolitischen Neuausrichtung der USA

Keyfacts: Die neue US-Administration unter Präsident Donald Trump richtet die USA in hohem Tempo neu aus. Planbarkeit ist weiterhin nicht gegeben: Entscheidungen werden häufig ausgesetzt, revidiert, verschärft oder durch Gerichte eingeschränkt. Der „Liberation Day“ am 2. April markiert einen Wendepunkt im globalen Handel: Länderspezifische US-Zölle wurden für jedes Land verkündet, dann aber zunächst für 90 Tage und mittlerweile für viele Länder bis zum 1. August bis auf einen Pauschal-Zollsatz von 10 Prozent ausgesetzt. Ohne Einigung zwischen der EU und den USA drohen ab dem 1. August jetzt sogar 30 Prozent Zoll auf Exporte aus der EU in die USA. Sektorspezifische US-Zölle werden jedoch bereits erhoben von 50 Prozent für Stahl, Aluminium und Kupfer sowie 25 Prozent für Autos und Autoteile. Für die pharmazeutische Industrie wurden ebenfalls Zölle angekündigt. Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft sind breit gefächert – von Export und Import über Produktionsstandorte bis hin zur Wettbewerbsposition und Preisgestaltung deutscher Unternehmen. Neben direkten Folgen der neuen Zölle entstehen auch indirekte Effekte auf den Standort Deutschland und die EU – gleichzeitig eröffnen sich daraus neue Chancen für deutsche Unternehmen auf ihren Heimatmärkten. Seit dem 20. Januar 2025 ist Donald Trump wieder Präsident der Vereinigten Staaten – und bereits in den...

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EU-Reformen jetzt entscheidend: Europas Rolle in der neuen Weltordnung https://klardenker.kpmg.de/europa-nimmt-fahrt-auf/ Mon, 16 Jun 2025 16:31:29 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=46877 Die geopolitischen Disruptionen sind eine Chance für die EU

Keyfacts: Die Integration der EU muss jetzt schnell voranschreiten. Zentrale Reformen und Bürokratieabbau sind jetzt zu forcieren. Wichtig: Jetzt schnell neue EU-Handelsabkommen mit den wichtigsten Ländern und Regionen der Welt schließen. Im internationalen Vergleich gewinnt Europa bei Investoren an Attraktivität – zu Lasten von USA und China. Die Weltordnung befindet sich im Umbruch: Die komplette Neuausrichtung der USA, die Unvorhersehbarkeit der weiteren Entwicklungen, der sich verschärfende Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften der Welt USA und China, die bestehenden Abhängigkeiten von China (bei seltenen Erden, pharmazeutischen Produkten und vielen Endprodukten) und den USA (bei Soft- und Hardware sowie Cloud-Diensten, eCommerce und Elektronik), die Kriegsbedrohung in Europa und das Erstarken des globale Südens verlangen nach Führung und klaren Strategien – und einer Europäischen Union die stark ist und mit einer Stimme spricht und handelt. Europa rückt zusammen – wirtschaftlich wie politisch In einer Phase wachsender Unsicherheit kann Europa wieder zu einem Anker der Stabilität werden. Die Europäische Union (EU) steht vor einer strategischen Neuaufstellung – und sie tut das zunehmend geschlossen. Als Reaktion auf außenpolitische Herausforderungen und wirtschaftliche Bedrohungen gewinnt die EU an Klarheit und Entschlossenheit. Besonders bemerkenswert ist dabei das Wiedererstarken des Weimarer Dreiecks: Deutschland, Frankreich und Polen. Diese drei Länder...

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China als Hightech-Supermacht – Europas Wirtschaft unter Zugzwang https://klardenker.kpmg.de/china-als-hightech-supermacht-europas-wirtschaft-unter-zugzwang/ Tue, 03 Jun 2025 09:04:12 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=46768 Von der Werkbank zur Weltmacht: Europa droht, den Anschluss an China zu verlieren.

Keyfacts: China investiert massiv in Hightech und dominiert Schlüsselbranchen wie Batterien, Solarzellen und Mobilfunk. Für deutsche Unternehmen steigt der Wettbewerbsdruck durch chinesische Innovationen und günstige Preise. Eine differenzierte China-Strategie ist nötig, um Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. China hat in den letzten Jahren gezielt in seine technologische Eigenständigkeit investiert – mit Erfolg. Das Land dominiert heute globale Märkte bei Erzeugnissen wie Batterien, Solarzellen, Elektrotechnik und Mobilfunk. Für deutsche Unternehmen bedeutet das: Der internationale Wettbewerb verschärft sich – bei Kosten, Tempo und zunehmend auch bei Qualität. China investiert strategisch in Innovation Mit der Industriestrategie „Made in China 2025“ verfolgt die chinesische Regierung das Ziel, das Land bis zum 100. Gründungstag der Kommunistischen Partei im Jahr 2049 zur globalen Supernation zu entwickeln. Schon bis 2025 soll China eine starke Industrienation sein, bis 2035 eine Großmacht. Technologische Souveränität hat dabei oberste Priorität. Der Schwerpunkt liegt nicht auf kurzfristigem Konsum, sondern auf der gezielten Förderung zukunftsweisender Technologien. China hat sich zu einem Hightech-Standort entwickelt – und das trotz westlicher Exportverbote und Handelshemmnisse. Im Jahr 2020 reichte China rund 70.000 Patente bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum ein – deutlich mehr als die USA. Mit 1,6 Milliarden Mobiltelefonen im Einsatz, hoher Digitalaffinität und...

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Chinas Vormarsch: Wie Europas Autobauer unter Druck geraten https://klardenker.kpmg.de/chinas-vormarsch-wie-europas-autobauer-unter-druck-geraten/ Thu, 22 May 2025 09:49:53 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=46664 Interview: Wie deutsche Hersteller im Kampf mit Chinas Anbietern bestehen können.

Keyfacts: Europas Hersteller sollten in China lokal investieren: in Forschung, Entwicklung und Produktion. Zölle schützen nur bedingt: Chinesische Anbieter drängen mit Macht nach Europa. Nur eine Handvoll Marken wird Chinas Preiskampf überleben. Der chinesische Automarkt entwickelt sich zum härtesten Pflaster für ausländische Hersteller. Dr. Andreas Ries, Global und Deutschland Head of Automotive bei KPMG, erklärt im Interview, warum europäische Autobauer zunehmend unter Druck stehen – und welche Fehler sie sich jetzt nicht leisten sollten. Wie verändert China das Kräfteverhältnis in der globalen Automobilindustrie? Der chinesische Markt war lange der Wachstumstreiber – heute ist er das Schlachtfeld der Branche. Mehr als 100 Hersteller konkurrieren dort, doch am Ende wird nur eine einstellige Anzahl überleben. Die Kombination aus Überkapazitäten, staatlicher Förderung und einem massiven Preiskampf macht es selbst etablierten Marken schwer, profitabel zu wirtschaften. Was heißt das für europäische Autobauer konkret? Sie stehen unter doppeltem Druck. Einerseits exportieren chinesische Hersteller zunehmend nach Europa – effizient, günstig, oft subventioniert. Andererseits verlieren europäische Unternehmen in China an Boden, weil sie die lokalen Bedürfnisse nicht ausreichend verstehen. Der alte Ansatz, „deutsche Qualität für den chinesischen Markt“, greift nicht mehr. ——–> Lesen Sie jetzt unsere aktuelle Studie: Wo steht die Automobilindustrie und was fehlt? Unsere Studie...

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Koalitionsvertrag: Verteidigungsfähigkeit wird relevanter Wirtschaftsfaktor https://klardenker.kpmg.de/koalitionsvertrag-verteidigungsfaehigkeit/ Wed, 07 May 2025 09:25:43 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=46489 Ein Überblick über zentrale Verteidigungsvorhaben und deren Bedeutung für Unternehmen.

Keyfacts: Der Koalitionsvertrag versteht Verteidigung nicht mehr nur als staatliche Aufgabe, sondern als wirtschaftlich relevantes Feld – insbesondere für Industrie, IT, Bau und Logistik. Software-Defined Defence ist ein Gamechanger: Mit dem Fokus auf kontinuierlich weiterentwickelbare Softwarekomponenten entsteht ein neues Ökosystem aus Bundeswehr, Industrie und Tech-Unternehmen. Marktverfügbare, europäische Verteidigungstechnologien sollen künftig bevorzugt beschafft werden. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung schafft die Grundlage für einen Veränderungsprozess in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands ist unmittelbar verknüpft mit industrieller Innovationskraft, baulicher Umsetzungsgeschwindigkeit und digitaler Resilienz. Daher sollten Führungskräfte Verteidigung nicht länger nur als staatliches Aufgabengebiet betrachten, sondern als relevanten Markt für die Geschäftstätigkeiten zahlreicher Unternehmen.   Von der Rhetorik zur Umsetzung: Die neue Realität der Verteidigungspolitik Aus verteidigungspolitischer Sicht steht das Bekenntnis zu den NATO-Fähigkeitszielen im Zentrum des Koalitionsvertrags. Diese Zusage klingt auf dem Papier vertraut, doch ist die Stoßrichtung so entschlossen wie selten zuvor. So soll der Substanzaufbau der Bundeswehr deutlich vorantreiben werden: materiell, personell und organisatorisch. Doch was bedeutet das konkret?  Die Grundlagen für eine bessere materielle Versorgung wurden bereits mit der Aufhebung der Schuldenbremse für den Verteidigungshaushalt gelegt. Anders als beim Sondervermögen stehen nun jährlich wiederkehrende Mittel zur Verfügung, um Beschaffungsprojekte und Großvorhaben umzusetzen. Wichtig dabei: Der Koalitionsvertrag sieht für...

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Die deutsche Pharmaindustrie unter Handlungsdruck https://klardenker.kpmg.de/die-deutsche-pharmaindustrie-unter-handlungsdruck/ Wed, 12 Mar 2025 16:12:11 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=45588 Produktionsdruck, US-Zölle, neue Märkte: Was jetzt zu beachten ist.

Keyfacts: Höhere US-Zölle könnten die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Pharmahersteller schwächen und Produktionsverlagerungen in die USA begünstigen. Die Anpassung des Qualitätsmanagements kann Kosten senken, wenn bestimmte FDA-Zertifizierungen nicht mehr erforderlich sind. Neue Marktstrategien, wie Automatisierung und die Fokussierung auf Asien und Lateinamerika, können die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Deutsche Pharmaunternehmen befürchten weitreichende Auswirkungen durch den handelspolitischen Kurs der Regierung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Fokus stehen hier unter anderem die Anhebung der US-Zölle für pharmazeutische Produkte. Werden diese Einfuhrabgaben – wie mehrfach im amerikanischen Wahlkampf angekündigt – auf 25 Prozent erhöht, so wird dies die Dynamik des internationalen Handels und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland  beeinflussen. Die USA: Ein zentraler Markt für deutsche Pharmaexporte Die USA sind einer der wichtigsten Exportmärkte für die deutsche Pharmaindustrie. Laut dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. entfielen im Jahr 2023 etwa 26 Milliarden Euro beziehungsweise 15 Prozent der gesamten deutschen Pharmaexporte auf den US-Markt. Steigende US-Zölle könnten so die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller dramatisch beeinträchtigen und sie vor die Herausforderung stellen, ihre Herstellkostenstruktur zu überprüfen. Mögliche Kostenvorteile für Generika Ein Anstieg der Einfuhrzölle führt zur Konsequenz, dass lokale Produktionsstandorte in den USA für pharmazeutische Produkte attraktiver oder gar notwendig werden. Besonders Nachahmerprodukte von Arzneimitteln, bei denen der...

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Bundestagswahl 2025: Weichenstellung für Deutschlands Wirtschaft https://klardenker.kpmg.de/deutsche-staerken-und-herausforderungen/ Wed, 12 Feb 2025 09:20:33 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=36293 Wie geopolitische Konflikte, Protektionismus und Digitalisierung die Zukunft prägen.

Keyfacts: Deutschlands Wirtschaft ist international stark verflochten und von globalen Entwicklungen betroffen. Die Politik des US-Präsidenten Donald Trump wird deutsche Exporte vermutlich erschweren und bremst Neuinvestitionen von US-Konzernen in Deutschland. Der Standort Deutschland hat Reformbedarf. Zukunftschancen Deutschlands liegen in der Innovationskraft, der Nutzung der Standortstärken und einer strategisch ausgerichteten Industriepolitik in einem geeinten Europa. Das aktuelle Jahrzehnt ist geprägt von geopolitischen Konflikten und Störfällen sowie wirtschaftlicher Unsicherheit. Das gilt sowohl für Europa als auch weltweit und hat großen Einfluss auf den Standort und die Wirtschaft in Deutschland. Wie der Wirtschaftsstandort Deutschland wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen kann, war neben der Migrationsdebatte das Topthema der Bundestagswahl am 23. Februar. Lesen Sie in unserem CEO Outlook, wie Deutschlands Führungskräfte den hiesigen Wirtschaftsstandort beurteilen.  Deutschlands Wirtschaft ist international verflochten Zunehmender Protektionismus und Nationalismus, staatlich initiierte Cyber- und Fake-Attacken, der Klimawandel, die Alterung der Gesellschaft und Künstliche Intelligenz als nächste Stufe der Digitalisierung: all dies beeinflusst und bestimmt unser Leben und unsere Zukunft mehr und mehr. Fakt ist: wir leben in Zeiten eines massiven und disruptiven Wandels. Deutschland ist von all diesen Megatrends auch deshalb signifikant betroffen, weil die deutsche Wirtschaft so stark international verflochten ist: In Deutschland sind mehr als 35.000 ausländische Unternehmen tätig...

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Derisking statt Decoupling – ein neuer Ansatz gegenüber China? https://klardenker.kpmg.de/derisking-statt-decoupling-ein-neuer-ansatz-gegenueber-china/ Fri, 20 Dec 2024 07:52:23 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=38499 Trumps China-Kurs könnte deutsches China-Geschäft stark gefährden.

Wie weiter mit China? Diese Frage stellt sich der deutschen Politik und Wirtschaft weiterhin, besonders nach der Wiederwahl Trumps, die geopolitische Spannungen weiter anheizen dürfte.  Der Druck auf deutsche Unternehmen, sich klar zu positionieren, könnte erheblich steigen. Trump dürfte von westlichen Verbündeten gemeinsame Maßnahmen gegen China fordern, darunter Sanktionen gegen Unternehmen, die weiterhin in China tätig sind oder chinesische Produkte nutzen. Besonders betroffen wären die in China stark engagierten Unternehmen der Chemie- und Automobilindustrie sowie deutsche Zulieferer, die in China an chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen liefern. Da diese chinesischen Endprodukte oft auch für den US-Markt bestimmt sind, könnte das aus China betriebene Drittmarktgeschäft deutscher Unternehmen massiv gefährdet werden. Der Blick auf China hat sich seit Russlands Invasion in der Ukraine verändert. Dazu tragen die Hinwendung Chinas zu Russland, die anhaltende Taiwan-Problematik und Chinas steigende Militärausgaben bei. Hinzu kommt die nachhaltig angespannte wirtschaftliche Lage Chinas. Trotzdem ist China für die deutsche Wirtschaft als Wirtschaftspartner enorm wichtig. Es geht der deutschen Wirtschaft also mitnichten um ein Decoupling, sondern um ein kluges Derisking, oder eher noch nur um eine Diversifikation in weitere Regionen und Länder, ohne ein Runterfahren der chinesischen Investitionen. Derisking statt Decoupling: Begriffswechsel ist „window-dressing“ Der Westen hat während der Biden-Administration versucht, mit...

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Wege aus der Krise: Lösungen für Deutschlands Autobauer https://klardenker.kpmg.de/wege-aus-der-krise-loesungen-fuer-deutschlands-autobauer/ Wed, 18 Dec 2024 13:19:51 +0000 https://klardenker.kpmg.de/?p=44846 Wie Deutschlands Autobauer die Zölle managen und den Wandel meistern können.

Alle wissen, dass in 20, 30 Jahren wahrscheinlich ausschließlich elektrisch betriebene Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden. Und doch: Die deutsche Automobilbranche tut sich schwer mit der Transformation ihres Geschäftsmodells, das wohl wie kein anderes das Label „Made in Germany“ repräsentiert. Asiatische Anbieter sind längst weiter, was die Entwicklung von E-Fahrzeugen angeht. Das Bewältigen dieser Transformation schüttelt die Autoindustrie grundlegend durch und führt zu Umsatz- und Verkaufseinbrüchen. Und als wäre das nicht schon genug, muss sich die Autoindustrie auch mit der Einführung von Strafzöllen beschäftigen. Die Europäische Union (EU) hat jüngst Strafzölle für E-Autos beschlossen, die in China produziert werden. In großem Maße davon betroffen: Die deutsche Autoindustrie, die Teile ihrer E-Flotten in China produzieren lässt beziehungsweise  mit chinesischen Partnern zusammenarbeitet. Die deutsche Politik hatte sich zwar gegen die Zölle ausgesprochen, konnte sich mit der ablehnenden Haltung in Europa jedoch nicht durchsetzen. Schwere Zeiten also für die Autobauer – besonders für die deutschen. Unser Head of Automotive, Andreas Ries, sieht die von der EU verhängten Strafzölle ebenfalls kritisch. Im Interview ordnet er die Situation ein und sagt, was ihm mit Blick auf die deutsche Automobilindustrie zuversichtlich stimmt. Warum sind die Strafzölle auch für deutsche Autobauer ein Nachteil? Subventionen spielen...

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