Sechs Techtrends, die uns begeistern werden

Das sind die Technologie-Trends 2017

Sie werden unser Leben auf den Kopf stellen.

Keyfacts über Technologie-Trends

  • die CES ist das Stimmungsbarometer für die gesamte Tech-Branche
  • die Mediennutzung nimmt immens zu
  • das Auto wird sich besonders verändern
Zusammenfassung lesen
10. Februar 2017

Die erste wichtige Elektronik-Messe des Jahres ist gelaufen: Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist zweifelsfrei der Ort, die neue Zeit das erste Mal Gestalt annimmt – egal, ob wir vom 3D-Druck, Robotern oder anderen Trends sprechen. Zum ersten Mal heiß diskutiert wurden sie auf  der CES. Auch in diesem Jahr gab es wieder viele spannende Entwicklungen. Das sind meine sechs Techtrends von der CES, die uns im kommenden Jahr begeistern werden.

Das Smart Home hat sich emanzipiert und hat die Zeit als begeisterndes Ausstellungsstück hinter sich gelassen. Die mobile Steuerung unseres Zuhauses ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken.

Viel interessanter ist dabei vor allem, dass man nicht nur seine Geräte ferngesteuert bedienen und kontrollieren kann, sondern auch weitere alltägliche Dinge ebenfalls mit dem Zuhause kommunizieren können. Produkte werden bestimmte Geschäftsmodelle von Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellen. Beispiel gefällig? Die Bluetooth-Haarbürste wird kommen, die Kopfhaut des Besitzers analysieren und Empfehlungen zu richtiger Haarpflege geben, natürlich mit dem passenden Link zum Produkt im Online-Shop. Wie werden die traditionellen Anbieter wohl reagieren? Dazu wird dem Auto im Smart Home eine ganz neue Rolle zugeschrieben.

Telefon, Tablet, Virtual Reality Brille und am besten alle drei zusammen: Das ist es, was die Mixed Reality ausmacht. Unser Medienverhalten ändert sich in der kommenden Zeit tiefgreifend. Wir werden Medien übergreifend sowie komplementär nutzen.

Vor allem Virtual Reality ist nicht nur ein Instrument für das Entertainment von Privatpersonen, sondern auch interessant für den Handel. Die Brille verheißt die langersehnte Verbesserung des Kundenerlebnisses. Hier könnte man eine Videoaufnahme über das Smartphone in der VR-Brille abspielen oder neue Produkte über die VR-Brille direkt in 3D visualisieren, während der Kunde bei sich auf dem Sofa sitzt.

128

Minuten verbrachten die Deutschen 2016 am Tag durchschnittlich in Internet.

In den Megatrends des kommenden Jahres sehe ich auch den Ausbau der 5G Technologie.

Die Bundesregierung hat sich den Ausbau des Hochleistungsnetzes auf die digitale Agenda 2020 geschrieben. Besonders für das Internet of Things und deren Systeme ist der Ausbau unabdingbar. 5G wird höhere Kapazitäten verarbeiten können. Die Latenzzeit wird sich auf unter 1 Millisekunde verkürzen, die Kommunikation zwischen Maschinen wird Kosten senken und Spitzendatenraten von mehr als 10 Gigabit pro Sekunde verarbeiten können.

Die Menschen verbringen mehr Zeit mobil online.

Laut der ARD waren die Deutschen im Jahr 2016 rund 128 Minuten online – 2006 waren es nur 48 Minuten. Der große Unterschied zum Konsum von vor zehn Jahren liegt vor allem in der Diversifizierung der Kanäle und Endgeräte. Selbst innerhalb eines Jahres hat  die Nutzungsdauer von Tablets und Smartphones mitunter immens zugenommen. Das ist eine Dynamik, die alles zuvor Dagewesene in den Schatten stellt – wir reden hier von Nutzungszeiten von mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Streaming-Dienste und Video-on-Demand sind nicht nur ein Megatrend, sondern auch eine ernsthafte Gefahr für das traditionelle Fernsehen.

Diese Form des Entertainments trägt nämlich maßgeblich zur Diversifizierung der Medienkanäle bei. Die erfolgreichsten Anbieter auf dem Markt sind uns heute allen Begrifflichkeiten – Amazon Prime, Netflix und Hulu. Diese neuen Anbieter schaffen es derzeit einfach besser, zielgruppengerechtere Inhalte anzubieten.

Hier wird es in der kommenden Zeit zu sehr viel mehr Wettbewerb kommen. Neue Teilnehmer drängen mit Verizon, Comcast und CenturyLink bereits auf den Markt.

Das Auto verändert sich in besonderem Maße.

Die großen Autoshows in Detroit, Frankfurt oder Genf bleiben zwar wichtige Messen in den Kalendern der Autobauer, aber mittlerweile ist die CES zum wichtigsten Anlaufpunkt für die Hersteller geworden.  Die Frage wird sein, wie die Autobauer künftig für Umsatz sorgen wollen. Das Auto allein wird es allem Anschein nach nicht mehr sein, das für den Umsatz sorgt.

Gestützt auf die Ergebnisse unserer Studie erwarten wir außerdem, dass das Jahr 2025 zum Wendepunkt wird. Ab diesem Zeitpunkt werden mehr elektrische als traditionell kraftstoffbetriebenen Autos auf den Straßen unserer Welt fahren.

Dazu bleibt abzuwarten, wie sich das Verhältnis zwischen Auto und Besitzer wandeln wird. Geht es nach den Prognosen vieler Experten, wird der Besitz eines eigenen Autos mit der Zeit immer unwichtiger. Dafür werden im Gegenzug beispielsweise Carsharing-Modelle immer populärer.

 

Kommentare

Welche Trends stehen bei Ihnen ganz oben auf der Liste?

*Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Das könnte Sie auch interessieren

KPMG verwendet Cookies, die für die Funktionalität und das Nutzerverhalten auf der Website notwendig sind. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie sie in der Datenschutzerklärung von KPMG im Detail ausgeführt ist. Schließen