Digitalisierung in Familienunternehmen: Eine Frage der Führung

Digitalisierung in Familienunternehmen

Wie begegnen Unternehmer den geänderten Anforderungen der Führungskultur?

29. Juni 2017

Familienunternehmen sind im Umbruch: digitale Transformation, eine nachrückende Generation mit anderen Werten, ein von Innovation und Internationalisierung geprägtes Unternehmensumfeld. Mit den klassischen Hierarchiemodellen ist in den neuen Formen der Zusammenarbeit nicht mehr viel zu gewinnen.

Das geht auch aus dem aktuellen Whitepaper „Vom Thronfolger zum ‚Perfect Match‘ – (Neue) Nachfolgeprozesse in Familienunternehmen“ hervor. Die kommende Generation der Familienunternehmen unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von ihren Vorgängern hinsichtlich Art und Stil der Führung. Autoritär war gestern. Teamwork und die Einbindung der Mitarbeiter sind heute entscheidend für den Erfolg eines Familienunternehmens.

Die Ergebnisse des Whitepapers, das auf dieser Studie basiert, verdeutlichen den Kulturwandel in deutschen Führungsetagen, der durch die Digitalisierung noch beschleunigt wird: So werden in neun von zehn Familienunternehmen die Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse eingebunden. In 85 Prozent der befragten Familienunternehmen ist der Führungsstil partizipativ und in 65 Prozent kooperativ. Nur noch sechs Prozent der Familienunternehmen werden autoritär geführt. In vielen Fällen werden die Führungsstile kombiniert oder flexibel eingesetzt.

Dieses situative Führen wird immer wichtiger, um flexibel auf Veränderungen im Umfeld reagieren zu können: Während Familienunternehmen in Wachstumsphasen eher ein delegatives Talent an der Spitze brauchen, sind in Zeiten der Restrukturierung eher autoritäre Typen gefragt.

Generell zeigt das Whitepaper: Sowohl erfahrene Familienunternehmer als auch ihre jeweiligen Nachfolger stehen unter dem hohen Druck, ihre unternehmerischen Kompetenzen lebenslang zu entwickeln und gesammeltes Erfahrungswissen regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen.

Wie und warum Familienunternehmer sich in Sachen Führungsstil- und kompetenz regelmäßig hinterfragen sollten, verrät Dr. Alexander Koeberle-Schmid, Spezialist für Familienunternehmen und Business Coach bei KPMG, im Video.

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