Mindmap erstellen: Ein Plan für Ideen

Mindmap erstellen: Ein Plan für Ideen

Von der Idee bis zur Innovation ist es oft weit. Die Gedankenlandkarte lotst zum Ziel.

Keyfacts über Mindmap erstellen

  • Eine Mindmap strukturiert Projekte
  • Eine Mindmap ist flexibel
  • Eine Mindmap steuert die Kreativität
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Die Herausforderung ist nicht ohne: Ein Telekommunikationsanbieter möchte seinen Einkauf digitalisieren. Dazu plant er die Einführung einer Plattform zur Stärkung des strategischen Einkaufs und zur Förderung der Kollaboration. Für den verantwortlichen Projektleiter bedeutet das, er muss interne und externe Analysen anstellen, Anforderungen identifizieren, technische Umsetzungsmöglichkeiten ausloten, viele Rahmenbedingungen klären und all das miteinander in Einklang bringen. Wie entwickelt er dafür einen effektiven Fahrplan? Der Chefplaner greift zu Stift und Papier und fängt an zu zeichnen …

Mindmap erstellen: Kreativität nach Plan

Manche Menschen haben die besten Geistesblitze beim Sport oder unter der Dusche. Das sei ihnen gegönnt. Klar ist aber: Wer Probleme so angeht, der verlässt sich sehr auf den Zufall. Und eine spontane Eingebung allein ist noch keine Strategie geschweige denn ein konkreter Umsetzungsplan. Das war auch dem britischen Psychologen Tony Buzan klar. Er entwickelte in den 70er-Jahren eine Kreativitätstechnik, die noch heute weltweit zum Einsatz kommt, wenn es um komplexe sowie umfassende Vorhaben geht. Das Verfahren heißt Mindmapping, das Ergebnis Mindmap.

Ideen sammeln, clustern, strukturieren

Am Anfang der Gedankenlandkarte steht die zentrale Aufgabenstellung. Sie wird in die Mitte eines Blattes geschrieben und umrandet. Im nächsten Schritt werden per Brainstorming möglichst viele relevante Überbegriffe zu der Kernfrage gesammelt. Sie werden rings um das Hauptproblem notiert und jeweils mit einer dicken Linie damit verbunden. Nach diesem Schema – vom Großen zum Kleinen – zweigen sich von den Clustern immer weitere Schlüsselwörter ab, so dass am Ende eine mehr oder weniger verästelte Struktur entsteht. Sie erinnert dann an ein Wurzelwerk oder einen Kraken mit vielen Armen.

Wer eine Mindmap erstellen will, der sollte sich dafür Zeit nehmen – entweder allein oder in einer Gruppe. So lässt sich das Thema gründlich im Geiste umreißen und mit Schlüsselwörtern anreichern. Wichtig ist, während des Brainstormings sämtliche Gedanken aufzuschreiben. Auch jene, die zunächst nebensächlich erscheinen. Passen sie nicht auf Anhieb in die Mindmap, dann landen sie auf einem anderen Blatt. Möglicherweise erweisen sie sich später noch als hilfreich.

Steht die erste Version, heißt es: Pause machen, den Kopf frei bekommen. Das bedeutet, die Mindmap beiseitezulegen und Abstand davon zu gewinnen. Ist das Hirn nach einer Weile erfrischt, geht es an die Weiterentwicklung der Gedankenlandkarte. Das kann zu einem komplett neuen Gerüst führen oder nur zu etwas Feintuning.

Projektmanagement per Mindmapping

Eine gute Mindmap kann das Projektmanagement strukturieren und unterstützen. Mit ihr lassen sich die wesentlichen Elemente stets im Blick behalten, Nachjustierungen anleiern sowie To-dos ableiten. Das zeigt: Eine Mindmap ist ein flexibles Instrument und deshalb auch nie fertig. Erst, wenn ein Projekt erfolgreich abgeschlossen ist, wird sie nicht mehr gebraucht. Mindmap-Programme für den Rechner oder mobile Endgeräte unterstützen den Lösungsprozess. Abgespeichert im lokalen Netzwerk oder in der Cloud haben alle beteiligten Mitarbeiter Zugriff auf die aktuelle Version und können ihre Ideen und Meinungen einbringen. So kommen neue Ansätze und Perspektiven ins Spiel. Das gelingt mit einer Software auf Dauer einfacher und übersichtlicher als auf Papier.

Zwei Gehirnhälften – ein Ziel

Eine Garantie für eine zündende Idee ist Mindmapping nicht. Dennoch: Die Methode fördert die Kreativität – und steuert sie. Sie spricht nämlich beide Gehirnhälften gleichzeitig an. Die linke ist unter anderem zuständig für Logik und Zahlen. Das macht sie empfänglich für Notizen und grafische Darstellungen. Ihr rechtes Pendant verarbeitet eher bildliche Eindrücke, also Formen, Farben, Muster. Die parallele Stimulierung regt die Fantasie an und steigert die Leistungsfähigkeit des menschlichen Denkapparats.

Dieser Vorteil läuft allerdings manchmal ins Leere. So ist Mindmapping wenig sinnvoll, wenn es um starre, vordefinierte und eng getaktete Prozesse geht. Hier sind die gestalterischen Möglichkeiten sehr begrenzt, da es kaum etwas zu strukturieren und verändern gibt. Anspruchsvolle Transformationsprojekte zum Beispiel profitieren von einer Mindmap jedoch sehr. Etwa die neue strategische Einkaufsplattform für einen Telekommunikationsanbieter. Sie lässt sich damit übersichtlich planen und implementieren. Schritt für Schritt.

10. August 2017
Zusammengefasst

»Manche Menschen haben die besten Geistesblitze beim Sport oder unter der Dusche. Das sei ihnen gegönnt. Klar ist aber: Wer Probleme so angeht, der verlässt sich sehr auf den Zufall. «

Wie wird aus einer schwierigen Aufgabe ein erfolgreiches Projekt? Zum Beispiel mit Mindmapping. Die Kreativitätstechnik verbindet Ideen und Brainstorming zu einer übersichtlichen Gedankenlandkarte. Sie bringt Struktur in planerische Prozesse und die Kreativität auf Trab. Das klappt, weil die Gedankenlandkarte simultan beide Gehirnhälften anregt. Von dieser neuronalen Zusammenarbeit profitieren vor allem komplexe und umfassende Themenstellungen. Mehr als Papier und Stift braucht es dafür nicht.

Paul Mahlke Manager, Operations Consulting
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Kommentare

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