Das macht Start-ups erfolgreich

Gründe für den Erfolg eines Start-ups

So arbeiten die besten Jung-Unternehmer

Keyfacts über Start-ups

  • Teams sind besser als Einzelkämpfer
  • Gute Gründer sind begnadete Netzwerker
  • Unternehmerische Vision wirkt überzeugend
Zusammenfassung lesen Start-up Monitor 2016

Viele Start-ups haben brillante Ideen. Aber aus einer Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell zu entwickeln, Investoren zu finden, ein Produkt zu entwickeln, das die Kunden und der Markt akzeptieren und dieses Produkt schließlich zu skalieren – daran scheitern viele Gründer. Hier sind die Fähigkeiten, die erfolgreiche Start-up-Gründer ausmachen.

Im Gegensatz zu etablierten Unternehmen verfügen Start-ups in der Regel weder über ein ausgereiftes Produkt oder einen existierenden Markt noch über eine bestehende Organisation und ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen. All dies ist von den Gründern vielmehr unter hohem zeitlichem Druck und mit dem Ziel eines extremen Wachstums neu zu schaffen.

Unbedingtes Vertrauen im Gründerteam

Etwa 80% der deutschen Start-ups werden in Teams gegründet, wobei die Teamgröße durchschnittlich 2,4 Personen betrug. Die Wahrscheinlichkeit bei einer Teamgründung steigt, dass Schwächen des Einen im Team durch Stärken des Anderen kompensiert werden können und damit die Erfolgswahrscheinlichkeit steigt.

80%

der deutschen Start-ups werden in Teams gegründet, wobei die Teamgröße durchschnittlich 2,4 Personen beträgt.

Perfekt Pitchen

Ein guter Gründer muss die Fähigkeit haben, Investoren für sich zu überzeugen. Er weiß, wie er über Netzwerke einen Zugang zu den Entscheidern erhält. Er kann mit wenigen Sätzen seine unternehmerische Vision, den Bedarf für sein Produkt, den Kundennutzen und seine nächsten Schritte darlegen und damit das Interesse von Investoren an ihm als Person und seinem Unternehmen wecken. Ist es oftmals schon schwierig genug, überhaupt Investoren zu finden, ist die richtige Zusammensetzung des Investorenkreises eine noch höhere Kunst. Welcher Business Angel kann mir welche Netzwerke öffnen, welcher Investor Zusatznutzen bringen? Wie entwickelt sich mein Gründeranteil über die Finanzierungsrunden hinweg, wer kann mit wem?

Gute Gründer sind begnadete Netzwerker. Die Bedeutung von Netzwerken beim Aufbau eines Start-ups kann kaum überschätzt werden. In fast allen bislang besprochenen Herausforderungen spielen Netzwerkeffekte eine große Rolle bei der Problemlösung. Ob bei der Investorenansprache, der Teamzusammensetzung oder dem Recruiting von Personal: der Aufbau und die Pflege von Netzwerken ist eine der zentralen Aufgaben für Gründer.

Mit felsenfester Flexibilität die richtigen Entscheidungen treffen

Die vielleicht wichtigste Eigenschaft eines guten Gründers ist es, unter Ungewissheit in hoher Frequenz die richtigen Entscheidungen zu treffen. Er muss dabei alle ihm zur Verfügung stehenden Informationen berücksichtigen, wissend dass diese selten ausreichend und niemals vollständig sind. Die hohe und nur schwer erlernbare Kunst ist es dabei, die eigene unternehmerische Vision und die hierauf basierende Investmentthese geradlinig umzusetzen.

Hierbei muss ein guter Gründer zwei scheinbar gegensätzliche Fähigkeiten vereinen können. Er muss die unternehmerische Überzeugung für „sein“ Geschäftsmodell und Produkt mit voller Kraft umsetzen und gleichzeitig die Flexibilität haben, dieses Geschäftsmodell und Produkt anzupassen und ab einem bestimmten Punkt sogar ganz in Frage zu stellen. Das Einzige, was den Gründer in die Lage versetzt, hier bessere Entscheidung zu treffen als jeder andere Mitarbeiter oder externe Berater ist, dass niemand über so viele Informationen über sein Unternehmen verfügt wie er selbst.

Wissen, wann es Zeit ist zu gehen

Ein zentrales Merkmal eines Start-ups ist sein Wachstum. Ab einer bestimmten Phase im Lebenszyklus eines Start-ups sind die typischen Fähigkeiten eines Gründers häufig nicht mehr diejenigen, um das Unternehmen in die nächste Entwicklungsphase zu führen. Je lernfähiger ein Gründer ist, desto länger wird er in der Lage sein, den sich während des Wachstums ändernden Herausforderungen an die Unternehmensleitung anzupassen. Es ist aber offensichtlich, dass der Gründer als disruptiver Innovator beim Aufbau eines Unternehmens von zwei auf 50 Mitarbeiter oder auch 300 Mitarbeiter einen ganz anderen Fähigkeitskatalog mitbringen muss, als derjenige, der das Unternehmen auf 1000 Mitarbeiter ausbaut. Das Innovator’s Dilemma äußert sich dann darin, dass der Innovator in seinem eigenen Unternehmen nicht mehr die Fähigkeiten mitbringt, das weitere Wachstum als CEO zu begleiten. Die Fähigkeit, diesen Zeitpunkt zu erkennen und entweder andere Personen diese Rolle übernehmen zu lassen oder das Unternehmen zu verlassen, macht ebenfalls einen guten Gründer aus. Auch wenn dieser Schritt sicherlich am schwersten fällt.

30. November 2016
Zusammengefasst

»Die vielleicht wichtigste Eigenschaft eines guten Gründers ist es, unter Ungewissheit in hoher Frequenz die richtigen Entscheidungen zu treffen. «

Ein guter Gründer muss die Fähigkeit haben, Investoren zu überzeugen. Er weiß, wie er über Netzwerke einen Zugang zu den Entscheidern erhält. Er kann mit wenigen Sätzen seine unternehmerische Vision, den Bedarf für sein Produkt und seine nächsten Schritte darlegen und damit das Interesse von Investoren an ihm als Person und seinem Unternehmen wecken. Und obwohl es schon schwierig genug ist überhaupt Investoren zu finden, die richtige Zusammensetzung des Investorenkreises ist eine noch höhere Kunst.

Tim Dümichen Partner, Tax, Smart Start
Ganzen Artikel lesen

Kommentare

Wie kann ein Gründer sein Start-up zum Erfolg führen?

*Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Das könnte Sie auch interessieren

KPMG verwendet Cookies, die für die Funktionalität und das Nutzerverhalten auf der Website notwendig sind. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie sie in der Datenschutzerklärung von KPMG im Detail ausgeführt ist. Schließen