Skalieren: Wie groß Du geworden bist!

Skalieren: Wie groß Du geworden bist!

Volle Kraft in Richtung Wachstum: Worauf Startups beim Wachsen achten müssen

Keyfacts über Startups

  • Startups brauchen einen Skalierungsplan
  • Verantwortung sollte auf mehrere Köpfe verteilt werden
  • Wenig ist so wichtig wie Marketing
Zusammenfassung lesen

Es ist eins der Modewörter der letzten Zeit: Skalieren. Jeder spricht davon, jeder will es haben. Kaum ein Meeting, bei dem nicht die Frage fällt: „Lässt sich das skalieren?“ Dann schauen alle wissend – wenn es denn wissen. Und Wissen ist bekanntermaßen Macht. Also dann: Was bedeutet „skalieren“ eigentlich? Und warum ist es tatsächlich so wichtig – auch jenseits von Manager- und Modewort?

Skalieren bedeutet – kurz gefasst – eine kontinuierliche Umsatzsteigerung, die mit einer Besonderheit einhergeht: Sie funktioniert auch ohne ständige Erweiterung der Kapazitäten in Produktion und Infrastruktur. Mit anderen Worten: Die Kosten bleiben stabil, die Umsätze steigen. Bedeutet im Umkehrschluss: Wer bei gleich bleibenden Kosten immer mehr verkauft – egal, ob Produkt oder Dienstleistung -, der steigert auf diese Weise zwangsläufig seine Gewinnspanne. Und genau an diesem Punkt werden Investoren hellhörig.

Für Startups bedeutet das: Wer klein beginnt, will irgendwann einmal groß werden. Auf dem Weg dahin ist das eigene Geschäftsmodell entscheidend. Ist es beispielsweise übertragbar auf andere Länder und andere Märkte, dann hat es das Potenzial zu Expansionen. Man könnte auch sagen: Es ist skalierbar. Die entscheidende Frage also: Wie macht man das?

Hier die fünf wichtigsten Lektionen, die neue Startups und Gründer dabei beachten sollten.

Klare Unternehmensstrategie

Warum tun wir, was wir tun? Wo wollen wir damit hin? Was wollen wir nicht? Und wer kann uns dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen? Startups, die Antworten auf diese Fragen haben, sind einen guten Schritt weiter als viele Mitbewerber.

Wenn Gründer rechtzeitig wissen, wo sie mit ihrem Unternehmen nach einem umgesetzten Wachstumskurs stehen möchten, dann haben sie in den meisten Fällen vorher eine entsprechende Unternehmensstrategie entwickelt. Eben dafür dient ein Skalierungsplan: Die unternehmenseigenen Abläufe müssen sauber aufbereitet sein. Grob gesagt: All die Dinge wollen vorbereitet sein, für die es keine Zeit zum Nachdenken gibt, wenn der Wachstumskurs erst einmal eingeschlagen ist. Ein solcher Plan kostet viel Zeit in der Vorbereitung. Dies ist allerdings genau die Zeit, die sich am Ende bezahlt macht.

Klare Fokussierung

Skaliert ein Unternehmen, dann wächst alles. Manchmal auch über den eigenen Kopf hinaus. Die Verantwortung steigt, immer mehr Aufgaben, immer mehr Mitarbeiter, immer mehr Baustellen. Was vorher alleine machbar war, ist nun ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Lösung: Verantwortung auf mehrere Köpfe verteilen. Schenken Sie Ihren Leuten Vertrauen und Zuversicht. Nicht jeder muss alles alleine machen. Mitarbeiter freuen sich häufig über mehr Verantwortung, weil sie daran wachsen können. Für den Gründer kann das in der Anfangszeit seltsam sein. Vor allem dann, wenn sie feststellen, dass die Dinge auch ohne sie gut laufen können. Der Trick dabei: Freuen Sie sich doch. Sie scheinen einiges richtig gemacht zu haben, wenn der eigene Laden funktioniert, ohne dass Sie jede Schraube kontrollieren müssen. Offenbar haben Sie ein gutes Händchen bei der Mitarbeiterauswahl gehabt. Das hat nicht jeder.

Gutes tun und darüber reden

Skalieren ist das eine, die Nachfrage das andere. Wie soll ein Unternehmen neue Märkte erschließen, auf denen es noch niemand kennt? Mag sein, dass Sie ein tolles Produkt anbieten können. Wenn niemand davon weiß, bringt Ihnen das wenig. Also sorgen Sie dafür, dass man Sie kennenlernt.

Setzen Sie von Anfang an einen strategischen Schwerpunkt auf Ihr Marketing. Ein Unternehmensblog und andere Maßnahmen des Content Marketing sind ideal, um schnell bekannt zu werden – die Skalierbarkeit folgt dann. Hüten Sie sich dabei vor einem oft gemachten Anfängerfehler: Seien Sie nicht zu billig. Wer Rabatte und Nachlässe gewährt, gewöhnt seine Kunden von Anfang an an niedrige Preise. Nur selten ist jemand bereit, später deutlich mehr zu zahlen.

Stabil sein

Natürlich, zur Startup-Kultur und dem Gründergeist gehört es, auch mal ins Risiko zu gehen. Der Preis der Innovation ist die Bereitschaft, Neues zu wagen. Bitte jedoch nicht bei Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung. Was Sie in den Markt bringen, sollte stabil sein.

Betaversionen, an denen im laufenden Prozess herumgedoktert wird, mögen schneller verfügbar sein als komplett durchdachte Angebote. Langfristig schaden Sie sich damit eher – und skalierbar ist ein Produkt auch nicht, wenn nachfolgende Überarbeitungen nicht von vornherein annähernd ausgeschlossen sind.

Denken Sie groß

Skalierung ist letzten Endes immer auch eine Kopfsache. Und das nicht in dem Sinne, dass sich jemand Gedanken gemacht hat – das setzen wir an dieser Stelle voraus. Sondern eher, dass sich jemand Gedanken gemacht hat, was der eingeschlagene Kurs für einen persönlich bedeutet.

Erfolgreiche Gründer denken in größeren Maßstäben. Das bedeutet auch, dass sie belastbarer sein sollten in schwierigen Phasen – und den Kopf nicht hängen lassen, wenn nicht alles von Anfang an funktioniert.

21. Dezember 2017

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