Weitblick dank Höhenmeter?

Das World Economic Forum (WEF) in Davos

Keyfacts

  • Das diesjährige WEF findet vom 22.- 25. Januar in Davos statt.
  • Eine bessere globale Zusammenarbeit ist eines der wichtigsten Themen beim diesjährigen Forum.
  • Der Frauenanteil in Davos ist immer noch zu gering.
Angelika Huber-Strasser
  • Bereichsvorstand Corporates
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Wenn die Welt ein Dorf wäre, dann wäre es wahrscheinlich Davos im Januar: Das WEF ist berühmt für eine enorme Dichte an ranghohen Vertretern aus Politik und Wirtschaft – und natürlich Showstars, Schnee und Aprés-Forum-Partys. Für mich ist es der Ort, an dem ich in kurzer Zeit viele Entscheider und Vordenker treffen kann und mit aktuellen Themen und Inspirationen versorgt werde.

Globalisierung 4.0. als Motto des diesjährigen WEF

Inspirierende Gespräche wird es unter dem diesjährigen Motto des WEF „Globalisierung 4.0: Eine neue Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution gestalten“ sicherlich geben.

Auf 1560 Höhenmeter im schweizerischen Davos bekommen die Teilnehmer beim diesjährigen World Economic Forum (WEF) einen guten Überblick über die drängendsten Probleme rund um die Wirtschafts- Gesundheits- und Umweltpolitik. Im nächsten Schritt sind dann im Dialog die richtigen Lösungsansätze für diese zu finden.

WEF als Marktplatz für neue Ideen

Allzu schlecht sind die Aussichten nicht, denn das WEF versteht sich selber als weltweiter Marktplatz für neue Ideen. Jedes Jahr im Januar trifft sich das Who’s Who aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Davos beim Jahrestreffen des WEF, um sich zu den aktuellen, globalen Herausforderungen auszutauschen.

Globalisierung wird durch Protektionismus verhindert

Für mich greift das diesjährige Motto des WEF ein wichtiges Thema auf, denn die Globalisierung von Gütern und Menschen erfährt gerade durch Protektionismus und Verschärfung der Migration einen Rückschritt. Gleichzeitig verändert das Zusammenspiel von künstlicher Intelligenz und Daten den Welthandel – und beschleunigt damit auch den internationalen Austausch von Gütern, Dienstleistungen und Informationen.

Wir beobachten hier also eine gegensätzliche Entwicklung, die viele Fragen aufwirft: Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer der Globalisierung? Und welche Auswirkungen hat die Globalisierung auf unsere Staatsformen und die Demokratie?

Zu wenig Frauen in Davos

Besonders gespannt bin ich, wie viele Frauen dieses Jahr am Forum teilnehmen werden, denn im vergangenen Jahr lag der Frauenanteil lediglich bei 21 Prozent – eindeutig zu wenig aus meiner Sicht. Insofern freue ich mich ganz besonders auf die Gespräche mit einflussreichen Frauen aus Industrie, Wirtschaft und Medien.

Ethische Werte in einer digitalen Welt

Auch das Thema Verantwortung und Ethik in der digitalen Welt sollte meiner Meinung nach beim Forum aufgegriffen werden. Welche Werte prägen uns eigentlich in der digitalen Welt? Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Demokratie und Organisationen, die weltweit tätig sind, möchte ich gerne im Dialog mit anderen Teilnehmern näher beleuchten.

Denn die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg findet für mich nicht nur auf politischer und wirtschaftlicher Ebene statt, sondern eben auch auf der ethischen. Schon der amerikanische Drehbuchautor Roy Disney wusste: „Es ist nicht schwierig, Entscheidungen zu treffen, wenn man seine Werte kennt.“ Und darum geht es ja letztendlich in Davos: Entscheidungen für eine bessere globale Zusammenarbeit treffen.

Angelika Huber-Strasser
  • Bereichsvorstand Corporates
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