Frameworks, Reporting und Trends: Komplexität bleibt
Die Studie zeigt auch: Aktuell sind viele Institute damit beschäftigt, ihre Altverträge systematisch an die Vorgaben des Digital Operational Resilience Act anzupassen. Im Reporting selbst bleiben die Datenqualität (bei rund 2/3 aller Institute) und inkonsistente Methoden (mehr als die Hälfte) die größten Herausforderungen. Hinzu kommt der wachsende Druck durch geopolitische Risiken, die bisher kaum in Risikostrategien integriert waren – obwohl die EZB diese im Rahmen des Stresstest 2026 adressiert.
Positiv hervorzuheben sind die Fortschritte in der Verzahnung von operationellen Risiken (OpRisk) und Internem Kontrollsystem (IKS): Fast zwei Drittel der Institute ordnen bereits Szenarien und Schadensfälle Prozessen zu, knapp 60 Prozent überführen Maßnahmen in Schlüsselkontrollen.
NFR als strategisches Steuerungselement
Die KPMG NFR-Studie 2025 zeigt: Non-Financial Risk ist kein Randthema mehr. Banken investieren in Governance-Strukturen und Steuerungsinstrumente – doch es bleibt Handlungsbedarf. Insbesondere die Integration geopolitischer Risiken, der Einsatz von KI und die Konsistenz im Reporting sind zentrale Baustellen für die kommenden Jahre.
