EIOPA veröffentlicht neue und aktualisierte Leitlinien zur Gruppenaufsicht, zu verbundenen Unternehmen und zur Bewertung von internen Modellen
Im Rahmen des Solvency II Reviews hat die EIOPA am 5. Dezember 2025 neue Leitlinien zum Ausschluss von der Gruppenaufsicht, eine Reihe überarbeiteter Leitlinien zur Behandlung verbundener Unternehmen und eine aktualisierte Stellungnahme zur aufsichtlichen Bewertung interner Modelle mit dynamischen Volatilitätsanpassungen veröffentlicht.
- Leitlinien zum Ausschluss von der Gruppenaufsicht: Als Reaktion auf das in der geänderten Solvency II Richtlinie enthaltene Mandat hat EIOPA neue Leitlinien entwickelt, um die Bedingungen zu spezifizieren, unter denen die Gruppenaufsichtsbehörden entscheiden können, Unternehmen von der Gruppenaufsicht auszuschließen. Die Leitlinien stellen klar, dass solche Ausschlüsse nur unter außergewöhnlichen Umständen zulässig sind und hinreichend begründet werden müssen. Die Regeln zielen darauf ab, einheitliche Praktiken im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zu fördern und ein ähnliches und angemessenes Schutzniveau für alle Versicherungsnehmer zu gewährleisten.
- Überarbeitete Leitlinien für die Behandlung von verbundenen Unternehmen: Die ursprünglichen Leitlinien aus dem Jahr 2015 wurden überarbeitet, um die Änderungen der Solvency II Richtlinie zur Definition von Beteiligungen an Finanz- und Kreditinstituten und deren Abzug von den Eigenmitteln zu berücksichtigen. Die Anzahl der Leitlinien wurde im Zuge der Überarbeitung um 33% reduziert.
- Überarbeitete Stellungnahme zur Bewertung von internen Modellen: Eine Überarbeitung der EIOPA-Stellungnahme aus dem Jahr 2017 zur aufsichtlichen Bewertung interner Modelle war aufgrund der Einführung eines neuen Volatilitätsanpassungsrahmens in der Verordnung erforderlich. Die aktualisierte Stellungnahme berücksichtigt insbesondere einen erweiterten Vorsichtsgrundsatz für die dynamische Volatilitätsanpassung.