2. Intelligente Unterstützung in der Incident Response:
Im Response Bereich liegt der Schlüssel in der Integration zusätzlicher Intelligenz in die bestehende Toollandschaft. Wer zum Beispiel auf einen Microsoft-Stack setzt, kann den Security Copilot nutzen, der mit vordefinierten Promptbooks bestimmte Aufgaben wie die Anreicherung von Vorfallinformationen oder die Erstellung von Incident-Response-Reports automatisiert.
Da jedoch nicht alle Herausforderungen durch Standard-Promptbooks abgedeckt sind, müssen Unternehmen eigene Bibliotheken entwickeln. Dies erfordert Know-how und eine klare Strategie, um die individuellen Anforderungen der Organisation zu berücksichtigen.
3. Integration externer Datenquellen:
Ein weiterer Aspekt ist die Integration von Drittanbieter-Tools. Nutzt ein Unternehmen beispielsweise eine alternative Threat-Intelligence-Lösung, muss ein individuelles Plugin erstellt werden, das die Daten in die Promptbooks einbindet.
Die Entwicklung solcher Plugins ist komplex und erfordert spezialisiertes Wissen, weshalb externe Beratung hier einen deutlichen Mehrwert bieten kann.
4. Security Data Lake als integrative Basis:
Als technologieunabhängige Alternative empfiehlt sich die Einführung eines umfassenden Security Data Lakes, der sicherheitsrelevante Daten aus unterschiedlichen Quellen bündelt und sie für KI-gestützte Analysen nutzbar macht. Diese Informationen können ad hoc durch KI aufbereitet und über Prompts durchsucht werden.
In einer weiterentwickelten Ausbaustufe kann der Data Lake mit Lösungen zur Orchestrierung und Automatisierung von Sicherheitsprozessen verbunden werden. Analyse und Reaktion greifen dann nahtlos ineinander.
Durch diese Integration entsteht eine konsistente Plattform, die Monitoring, Analyse und Reaktion in einem Workflow vereint. Über KI-gesteuerte Prompts können nicht nur Analysen durchgeführt, sondern auch automatisierte Remediation-Maßnahmen ausgelöst werden. Damit wird das SOC von einer reaktiven Einheit zu einem proaktiven Steuerungszentrum.
Planung und Prüfung haben oberste Priorität
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, Security Operations Center gezielt zu entlasten. Sie unterstützt dabei, Daten aus unterschiedlichen Quellen intelligent zu verarbeiten, Risiken zu priorisieren und kritische Entscheidungen im SOC besser abzusichern. Damit adressiert sie zentrale Ursachen für Ineffizienzen im heutigen SOC-Betrieb.
Lösungen wie KI-gestützte Log-Verarbeitung, die Einrichtung eines Security Data Lakes und die Entwicklung individueller Promptbooks schaffen die Basis für ein leistungsfähiges und zukunftsfähiges SOC. In Kombination mit automatisierten Workflows lassen sich Analyse und Reaktion enger verzahnen und manuelle Aufwände reduzieren.
Banken und andere Finanzinstitute sollten frühzeitig prüfen, welche Datenquellen eingebunden werden können, wie sich bestehende Systeme integrieren lassen und welche Anpassungen für eine effektive Nutzung von KI notwendig sind. So wird das Security Operations Center schrittweise von einer reaktiven Einheit zu einem tragenden Bestandteil der digitalen Resilienz.