Technology Enabled Innovation

Post-Merger-Integration – IT erfolgreich zusammenführen

Worauf es bei der Integration von IT-Systemen bei einer Fusion ankommt

Keyfacts:

  • Im Zuge von Mergers & Acquisitions (M&A) kommt der Integration der IT-Landschaft insbesondere in der Finanzindustrie eine zentrale, oft erfolgsentscheidende Bedeutung zu.
  • Die Ziele der IT-Post-Merger-Integration und die Integrationstiefe sollten bereits in der Phase vor dem Verkauf festgelegt und in allen weiteren Projektschritten systematisch berücksichtigt werden.
  • Aufgrund der hohen Komplexität einer Post-Merger-Integration (PMI) empfiehlt sich ein standardisierter und zugleich anpassungsfähiger Ansatz, um die IT-Infrastrukturen effizient und erfolgreich zu harmonisieren.

Der Erfolg einer M&A-Transaktion entscheidet sich nicht selten in der Post-Merger-Integration (PMI) – und hier vor allem in der Harmonisierung und Integration der IT-Landschaft. Das gilt, so lautet unsere Erfahrung, in besonderer Weise für die Finanzbranche. Die IT und deren Leistungsfähigkeit spielt eine große und zentrale Rolle für den Erfolg des Geschäftsmodells und ist essenziell nach einer Fusion. Sie ist essenziell für das Aufrechterhalten der Geschäftsabläufe, und Unternehmen können es sich nicht erlauben, im M&A-Prozess plötzlich nicht arbeitsfähig zu sein. Die Herausforderungen, die sich in der Post-Merger-Integration stellen, sollten daher frühzeitig und in allen Phasen des Deals systematisch berücksichtigt werden.

Unsere Empfehlung: Verantwortliche sollten der PMI bereits zu Beginn der M&A-Transaktion große Aufmerksamkeit schenken und sie dann fortlaufend systematisch in allen Prozessschritten berücksichtigen. Schon in der Phase vor dem Verkauf sollte eine konkrete Vorstellung darüber entwickelt werden, welche Integrationstiefe geeignet ist, insbesondere im Hinblick darauf, welche Systeme und Applikationen die spätere IT-Infrastruktur dominieren und welche Herausforderungen bestehen, um diese Strukturen zu integrieren. Zu den zentralen Erfolgsfaktoren einer M&A-Transaktion zählt daher zunächst ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Teilprozesse berücksichtigt und frühzeitig die relevanten Verantwortlichen einbindet. Wir nennen einen solchen Ansatz „End-to-End“. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass ein frühzeitiges und vollumfängliches Integrationsmanagement die Basis für das vollständige Heben von Synergiepotenzialen ist.

PMI in der Finanzindustrie – eine lange Liste von Anforderungen

Typischerweise ist die PMI mit einer Vielzahl von Herausforderungen verbunden. Denn in aller Regel liegen in den Unternehmen, die zusammengeführt werden, verschiedene IT-Systeme, -Anwendungen und -Plattformen vor. Und das hat zur Folge, dass auch voneinander abweichende Strategien, Richtlinien und Support-Prozesse vorhanden sind. Darüber hinaus sind Verantwortlichkeiten neu zu definieren, Reportingprozesse zu harmonisieren und Qualifizierungsbedarfe zu ermitteln. Workarounds und Schnittstellen müssen neu entwickelt, neue IT-Software-Lizenzen verwaltet, bestehende IT-Projekte neu ausgerichtet werden und vieles mehr.

Damit nicht genug. Gerade in der Finanzbranche sind zahlreiche regulatorische Anforderungen in der PMI zu berücksichtigen, die umfassende Analysen und Anpassungen erfordern. Das Sicherstellen der Einhaltung der regulatorischen Vorgaben ist essenziell. Das gilt insbesondere für das Target-Unternehmen, welches aus der Erfahrung heraus vor der Akquisition geringeren regulatorischen Anforderungen unterlag als in der Finanzbranche üblich. Denn oft sind insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen ein Akquisitionsziel in der Finanzbranche.

Viele strategische Entscheidungen können außerdem nur unter Einbindung des Top-Managements getroffen werden. Das führt nicht selten dazu, dass der Abstimmungsbedarf und -aufwand in dieser Phase deutlich unterschätzt wird. Bei der PMI handelt es sich daher typischerweise um einen überaus komplexen Prozess mit einer Vielzahl von Entscheidungsparametern, Beteiligten und Unsicherheiten.

Methoden und Tools – und Schritt für Schritt

Den Grundstein für eine erfolgreiche Integration legen wir mit unseren Kunden gemeinsam in der Due Diligence unter der individuellen Nutzung von standardisierten Ansätzen. Wie lassen sich derart komplexe Anforderungen in einen Projektplan verwandeln? Am besten lässt sich die Komplexität unserer Erfahrung nach bewältigen, wenn die Aufgaben bei der PMI im ersten Schritt mithilfe eines standardisierten Ansatzes analysiert und bewertet werden und ein Projektplan auf dieser Basis erstellt wird. Es werden klare und gemeinsame Ziele für alle relevanten Aspekte definiert – sie bilden die Basis für die tatsächliche Integration. Als erfolgreich erweist sich dabei unsere Vorgehensweise, die für jeden Integrationsschritt etablierte Methoden und Tools zur Verfügung stellt und die Vielzahl der zu bearbeitenden Fragestellungen zu strukturieren hilft. Beispiele für Anwendungsthemen, die betrachtet werden müssen, sind beispielsweise die Entscheidung über zu migrierende Applikationen sowie die Analyse der durch Drittanbieter bereitgestellten IT-Services.

So lassen sich die definierten Ziele der M&A-Transaktion und die regulatorischen Anforderungen im Auge behalten und alle Schritte im PMI-Prozess konsequent auf diese und individuell für unsere Kunden ausrichten. Außerdem wird so sichergestellt, dass die relevanten Verantwortlichen zur richtigen Zeit, zu den richtigen Prozessschritten und in der richtigen Intensität eingebunden werden.

Während des PMI-Projekts flexibel bleiben, ist eine der größten Herausforderungen im Rahmen der PMI – denn jede Transaktion ist unterschiedlich und stellt individuelle Anforderungen an die Verantwortlichen. Mit Hilfe unserer umfangreichen Erfahrungen sowie unter Nutzung unserer erprobten Methoden und Tools meistern wir diese Herausforderungen gemeinsam mit unseren Kunden.

 

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Warum sollten Unternehmen das Thema Innovation aktiv steuern? Reicht es nicht, sich organisch weiterzuentwickeln oder Erneuerung gar dem Zufall zu überlassen? Heute, wo Unternehmen sich immer schneller digital transformieren müssen, lautet die Antwort ganz klar: Nein.

Der Sog neuer Technologien, Trends und Kundenbedürfnisse ist so stark, dass sich ihm keine Branche entziehen kann. Was heute noch Erfolg verspricht, ist morgen schon Geschichte. Die fortschreitende Digitalisierung führt zu einem fundamentalen Wandel in der Finanzbranche und stellt ganze Geschäftsmodelle infrage. Und auch das Kundenverhalten hat sich deutlich verändert. Die Art, wie Leistungen von Banken und Versicherungen wahrgenommen und bewertet werden, befindet sich im Umbruch.

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