EBA veröffentlicht Entwurf für den EU-weiten Stresstest 2027
Die EBA hat am 11. Juni 2026 den Entwurf der Methodik, die Vorlagen und die Leitlinien zu den Vorlagen für den EU-weiten Stresstest 2027 veröffentlicht.
Zu den Änderungen zählen eine Veränderung der Datenfelder sowie die Einbeziehung von Klimarisiken in den EU-weiten Stresstest.
Im Rahmen der Einbeziehung von Klimarisiken werden zum ersten Mal Transitions- und physische Risiken neben makrofinanziellen Schocks auf strukturierte und einheitliche Weise berücksichtigt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden Klimarisiken über ein spezielles Modul bewertet und haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse des Kern-Stresstests; dennoch stellen sie einen wichtigen Schritt zur Einbettung klimatischer Erwägungen in die aufsichtsrechtliche Überwachung dar. Unabhängig davon bedeutet dies für Banken bereits 2027 signifikante Aufwände für die Simulation in erhöhter NACE-Granularität und der Betrachtung des Risikos von Flutereignissen.
Mit der zur Konsultation vorgelegten Methodik verspricht die EBA zwar deutlich reduzierte Datenpunkte im Vergleich zum vorherigen EU-weiten EBA-Stresstest, aber für die meisten Banken zeigt sich in der Realität ein anderes Bild, da viele der von der EBA entfernten Datenpunkte bisher für viele Banken nicht relevant waren. Zentrale Aufwandstreiber bleiben bestehen. Change-Aufwände kommen dazu. Somit wird auch der EBA Stresstest 2027 die Institute umfangreich beanspruchen.
Das EBA-Sample besteht aus 63 Banken aus der EU und Norwegen, was 75 % des EU-Bankensektors abdeckt. Die EZB wird zudem die hier nicht enthaltenen direkt von der EZB beaufsichtigten Banken am Stresstest teilnehmen lassen.
Die Konsultation der Branche wird früher als bei früheren EBA-Stresstests eingeleitet, um die Vorbereitungen der Banken zu erleichtern, den hohen Anforderungen an Datenqualität gerecht zu werden.
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