EBA startet Konsultation zu einem vereinfachten EU-weiten Stresstest unter Einbeziehung von Klimarisiken
Die EBA hat am 11. Juni 2026 den Entwurf der Methodik, die Vorlagen und die Leitlinien zu den Vorlagen für den EU-weiten Stresstest 2027 veröffentlicht. Der Stresstest 2027 sieht erhebliche Vereinfachungen vor, um die Effizienz und die Risikosensitivität zu verbessern, wobei die Robustheit und Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewahrt bleiben.
Zu den wichtigsten Änderungen zählen eine erhebliche Reduzierung der Datenanforderungen, die Angleichung der Informationen an die harmonisierte aufsichtsrechtliche Berichterstattung sowie die Einbeziehung von Klimarisiken in den EU-weiten Stresstest. Insgesamt werden 63 Banken aus der EU und Norwegen, darunter 47 aus dem Euro-Währungsgebiet, teilnehmen, was 75 % des EU-Bankensektors abdeckt. Die Konsultation der Branche wird früher als bei früheren EBA-Stresstests eingeleitet, um die Vorbereitungen der Banken zu erleichtern.
Die zur Konsultation vorgelegte Methodik reduziert die erforderlichen Datenpunkte um 55 % im Vergleich zum vorherigen EU-weiten EBA-Stresstest, hauptsächlich durch die Nutzung der regulären aufsichtsrechtlichen Berichterstattung. Dies umfasst eine Vereinfachung der Stresstest-Definitionen sowie die Streichung früherer Stresstest-Datenpunkte oder -Vorlagen, die sich mit der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung überschneiden würden.
Die frühzeitige Veröffentlichung des Entwurfs-Pakets soll den Interessengruppen ermöglichen, die kombinierten Auswirkungen der Änderungen an der Stresstest-Methodik und der umfassenderen Überprüfung der technischen Durchführungsstandards (ITS) zur aufsichtsrechtlichen Berichterstattung, die ein Modul zur Stresstest-Berichterstattung enthalten, besser einzuschätzen. Weiterführende Informationen finden Sie hier.