KPMG Klardenker Logo

Mobilitätswende: Szenarien für den urbanen Transport der Zukunft

Wie öffentlicher Personennahverkehr und Warentransport in Zukunft funktionieren könnten.

Keyfacts

  • Das Neun-Euro-Ticket ist der richtige Weg, um mehr Menschen für den ÖPNV zu begeistern, sagt Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV), in unserem Podcast.
  • Die öffentliche Hand sollte mit ordnenden Eingriffen den städtischen Warenverkehr reduzieren, meint Logistikexperte Dr. Steffen Wagner.
  • Im Podcast erörtern wir mit Anna-Theresa Korbutt und Dr. Steffen Wagner, warum für eine Mobilitätswende Vertreter:innen der Logistikbranche und der Verkehrsbetriebe an einem Tisch sitzen sollten.
Dr. Steffen Wagner
  • Partner, Head of Transport & Leisure
Mehr über meine Themen Nachricht schreiben

Das Neun-Euro-Ticket gilt zunächst als deutschlandweites Experiment für den öffentlichen Personennahverkehr – für Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV), ein voller Erfolg. Jede:r zweite Verkehrsteilnehmende in Hamburg habe ein Neun-Euro-Ticket. „Die hohe Nachfrage zeigt recht deutlich, dass nicht nur die Angebotskomponente einen sehr hohen Stellenwert hat, sondern dass der Faktor Preis mindestens genauso stark zu beachten ist“, kommentiert die HVV-Chefin in unserem Podcast.

Das günstige Angebot könne aber nur ein Anfang sein, um zukünftige Mobilität zu gestalten, fügt sie hinzu. Perspektivisch sieht Anna-Theresa Korbutt für den ÖPNV auch On-Demand-Verkehr, also keinen klassisch fixen Fahrplan, sondern Verkehr, der nach Nachfrage gesteuert wird.

Warenverkehr in der Stadt reglementieren

Im Podcast sprechen Anna-Theresa Korbutt und Dr. Steffen Wagner, unser Head of Transport & Leisure, auch über den Warenverkehr, der die Städte verstopft. Das Entscheidende bei künftigen Modellen für Warenverkehr innerhalb der Stadt sei Transparenz, sagt Dr. Steffen Wagner. Der Datenaustausch sei eine Herausforderung – aufgrund der unterschiedlichen Interessengruppen und Geschäftsmodelle. Auf der einen Seite stünden die großen Onlinehändler, bei denen die End-to-End-Zustellung Teil des Geschäftsmodells ist, auf der anderen Seite die Dienstleister, deren Geschäft es ist, diese Paketzustellung zu gewährleisten – und dazwischen die öffentliche Hand und die Endkunden. „All diese unterschiedlichen Anforderungen auf einen Nenner zu kriegen, das ist schon eine sehr große Aufgabe. Insofern meine ich, kurzfristig sollte alles unternommen werden, die Anzahl der Fahrten möglichst zu reduzieren – beispielsweise durch Optimierung der Zustellqualität oder auch die Bündelung von Sendungen“, so der KPMG-Logistikexperte.

Wie radikal man dann denken muss, überlegen Anna-Theresa Korbutt und Dr. Steffen Wagner im Gespräch mit Redakteurin Karina Wolfsdorff. Im Gespräch diskutieren sie,

  • welchen Nutzen das Neun-Euro-Ticket hat (ab 00:53),
  • wie der öffentliche Nahverkehr auch in ländlichen Regionen aussehen kann und wie On-Demand-Verkehre funktionieren könnten (ab 01:57),
  • was sich seit dem Neun-Euro-Ticket bei der Angebotsnachfrage und -planung geändert hat (ab 05:08),
  • über die Finanzierung des ÖPNVs (ab 07:50),
  • über die Herausforderung des Warenverkehrs in den Städten (ab 09:15),
  • über die Kombination von Warenlogistik und ÖPNV (ab 12:51),
  • welche Herausforderungen die Logistik- und Transportbranche und der ÖPNV gemeinsam angehen könnten (ab 14:56),
  • wie radikal man denken sollte, wenn man verstopfte Städte vermeiden will (ab 17:57),
  • wie Nachhaltigkeit und der Wunsch von Kund:innen nach schnellen Lieferungen zusammenpassen (ab 20:45).

„Klardenker on air“ ist auch auf den Portalen Soundcloud, Spotify, Apple Podcasts, Deezer und Audible verfügbar. Folgen Sie uns, damit Sie keinen Podcast verpassen. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zum Podcast? Dann schreiben Sie uns gerne an podcast@kpmg.com.

Dr. Steffen Wagner
  • Partner, Head of Transport & Leisure
Mehr über meine Themen Nachricht schreiben