Ist Ihre Cloud auch zu teuer?

Cloud-Lizenzen und -Produkte: Vermeiden Sie Kosten- und Compliance-Risiken

Keyfacts

  • Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmen über ungeeignete Cloud-Lizenzen und -Produkte verfügen.
  • Dadurch nehmen sie unter Umständen große Kosten- und Compliance-Risiken auf sich.
  • Für viele Unternehmen wären hybride Cloud-Modelle sinnvoll.
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Halka Georgias
  • Director, Consulting, Digital Compliance
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Sie werfen privat Ihr Geld ungern zum Fenster raus. Sie wählen – zum Beispiel fürs Handy – den Vertrag, der am besten zu Ihnen passt. Damit Sie nur zahlen, was sie brauchen. Eigentlich klar, oder?

Leider nein. Denn häufig wählen selbst Entscheiderinnen und Entscheider die falschen Verträge. Verträge, die eben nicht zu den Ansprüchen des Unternehmens passen – zumindest, wenn es um die Cloud geht. Das zeigt unsere Erfahrung aus der Beratungspraxis. Und genau wie beim falschen Handyvertrag kann das schnell sehr teuer werden und überdies zu Compliance-Problemen führen.

Für viele gilt: Hauptsache Cloud

Woran das liegt? Die Cloud ist populär und ohne Frage ein Segen für die allermeisten Unternehmen. Die Konkurrenz ist bereits soweit und entsprechend hoch ist dann der Druck, nicht hinterherzuhinken. Gleichzeitig fehlt in vielen Unternehmen das Know-how für die Technologie, für ihre Implementierung und die Überwachung. Das führt dazu, dass die Entscheidung oft zu schnell und für die falsche Lizenz bzw. das falsche Produkt gefällt – und beibehalten wird. Unsere Gespräche mit Entscheiderinnen und Entscheidern zeigen, dass hier häufig viel Geld gespart werden könnte.

Es kann besser sein, beispielsweise zunächst eine Cloud-Lizenz mit flexiblem Preismodell für einen abgegrenzten Bereich zu wählen, die Ihnen Wahlfreiheit lässt, das Nutzen nach Bedarf einzuschränken oder auszuweiten bzw. bei Bedarf vollständig zu kündigen. Unserer Erfahrung nach, blenden einige mögliche Exit-Strategien komplett aus. Dabei kann es sinnvoll und notwendig sein, die Anbieter zu wechseln. Zum Beispiel auch aufgrund von Gesetzesänderungen. Und nicht zuletzt, damit Sie gegenüber den Anbietern eine gute Verhandlungsposition behalten.

So viel Cloud wie nötig, nicht so viel wie möglich

Prüfen Sie außerdem immer wieder Ihre individuelle Situation. Wieviel Cloud brauche ich wirklich? Brauche ich sie permanent oder nur für einige Projekte? Insbesondere große Konzerne sind in jüngster Vergangenheit vollständig in die Cloud umgezogen. Das ist selten sinnvoll und häufig zu teuer. Für viele Unternehmen sind Hybridmodelle – also eine Mischung von lokaler Infrastruktur, Public Cloud und/oder Private Cloud – der Königsweg: so viel Cloud wie nötig und nicht so viel wie möglich.

Ebenfalls zu wenig Beachtung finden mögliche rechtliche Risiken und versteckte Kosten. Oft versäumen Verantwortliche zu prüfen, ob die Cloud-Lizenz auch zu ihren anderen Software-Lizenzen passt oder ob es vielleicht unzulässig ist, ein bestimmtes Programm außerhalb ihres lokalen Rechenzentrums zu verwenden. Es könnte sein, dass unerwartet benötigte zusätzliche Software weitere Kosten generiert. Oder zu Ihrem aktuellen Bedarf passen andere Cloud-Produkte ganz einfach besser.

Unser Fazit lautet: Achten Sie vor dem Wechsel in die Cloud auf gutes Lizenzmanagement, um Compliance-Risiken und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Und sind Sie dann drin, vergessen Sie nicht, auch ein permanentes Kostenmanagement zu etablieren, damit die Ausgaben nicht aus dem Ruder laufen. Bei privaten Ausgaben würden Sie es genauso halten.

Halka Georgias
  • Director, Consulting, Digital Compliance
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